Die Piloten der Formel 1: Jarno Trulli

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Schwäbische Zeitung

Team: Toyota Racing Startnummer: 9 Land: Italien Geburtsdatum: 13. Juli 1974 Geburtsort: Pescara (Italien) Wohnort: St. Moritz (Schweiz) Größe: 1,73 m Gewicht: 60 kg Familie: Ehefrau Barbara, Söhne Enzo und Marco F1-Debüt: Australien 1997 Erster GP-Sieg: GP Monaco Mai 2004 Größter Erfolg: WM-Sechster 2004 Bisherige Teams: Minardi (1997), Prost (1997-99), Jordan (2000-01), Renault (2002-04), Toyota (seit Ende 2004) Homepage: www.jarnotrulli.com

Ein erlesener Wein ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis jahrelanger Hege und Pflege. Das weiß in der Formel 1 niemand so gut wie der gelernte Winzer Jarno Trulli. Deshalb wird er auch nicht müde, nach jeder Saison die spärlichen Erfolge wie eine handvoll guter Trauben in die Höhe zu halten und auf eine prächtige Ernte im kommenden Jahr zu verweisen. „Alles in allem hatten wir eine gute Weltmeisterschaft. Ich bin zufrieden damit. Jetzt können wir uns noch höhere Ziele für die nächste Saison stecken“, zog Trulli ein beschauliches Fazit nach einem durchschnittlichen neunten Platz in der Fahrerwertung und dem dritten Platz in Magny-Cours als bestem Rennergebnis.

Mittlerweile zählt der Italiener zu den reiferen Jahrgängen in den F1-Cockpits. Dennoch hat der Mittdreißiger, der zu den besten Fahrern des Qualifyings gehört, nur wenig Erfolge vorzuweisen. 2004 siegte er im Grand Prix von Monaco. Doch eine konstant gute Leistung blieb seitdem aus. Der Wechsel noch im selben Jahr von Renault zum damaligen Neuling Toyota brachte nicht den erhofften Schub. Trulli wartet weiterhin auf eine Saison mit konkurrenzfähigem Material.

Das soll sich mit dem TF109 nun ändern. Trulli gab sich vor seiner 13. Saison, wie immer, zuversichtlich: „Ich habe noch viel vor in der Formel 1. Mein Traum ist es, das erste Rennen für Toyota zu gewinnen.“ Kein anderer Fahrer habe die Höhen und Tiefen bei dem japanisch-deutschen Team seit 2004 mitgemacht, aber sein Glaube an das Team habe ihn nie verlassen. Die handvoll Trauben von 2008, besonders der dritte Platz in Frankreich, scheinen ihm jedenfalls geschmeckt zu haben: „Es war fantastisch wieder auf dem Podium zu stehen und auch einige Male das Feld anzuführen. Ich will noch mehr dieser Momente genießen.“

(Stand: März 2009)

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