Die Piloten der Formel 1: Felipe Massa

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Schwäbische Zeitung

Team: Scuderia Ferrari Startnummer: 3 Land: Brasilien Geburtsdatum: 25. April 1981 Geburtsort: Sao Paulo (Brasilien) Wohnort: Viareggio (Italien) Größe: 1,66 m Gewicht: 59 kg Familie: verheiratet mit Raffaela Bassi F1-Debüt: Australien 2002 Erster GP-Sieg: GP Türkei August 2006 Größte Erfolge: WM-Zweiter 2008, WM-Dritter 2006 Bisherige Teams: Sauber (2002), Sauber (2004-05), Ferrari (Testfahrer 2003-06, Pilot seit 2006 ) Homepage: www.felipemassa.com

39 ? eine Zahl, die Felipe Massa sein Leben lang begleiten wird. Für 39 Sekunden war der Ferrari-Pilot in der vergangenen Saison Weltmeister der Formel 1, ehe Lewis Hamilton ihm im Herzschlagfinale von Sao Paulo doch noch den K.o-Schlag versetzte. Der Brasilianer verlor in seiner Heimat die WM gegen den McLaren-Mercedes-Konkurrenten nur um einen Punkt. Massa raste beim Großen Preis von Brasilien als Erster über die Ziellinie. Für 39 Sekunden geriet die Welt des Südamerikaners in Ekstase: Die Ferrari-Crew lag sich in der Box jubelnd in den Armen, Freunde und Fans flippten völlig aus. Doch dann machte Hamilton in der letzten Runde im Regenchaos nach dem Überholmanöver gegen Timo Glock den entscheidenden einen Platz gut und kippte Massa noch vom WM-Thron.

Massa wäre nicht Massa, wenn er nicht für seinen großen Traum weiterkämpfen würde. Die Nervenschlacht des vergangenen Jahres habe ihn noch besser gemacht, versicherte der 27-Jährige. „Ich fühle mich erfahrener und stärker. Ich bin bereit für diese Saison“, betonte der Ferrari-Angestellte. „Weltmeister zu werden ist das Wichtigste. Ich bin jetzt vielleicht in der besten Position meiner Karriere “.

Massa sieht in Dauerrivale McLaren-Mercedes erneut den schärfsten Konkurrenten im Kampf um die WM-Krone. „Jeder startet nach den umfassenden  Regeländerungen bei Null. Aber Lewis ist wahrscheinlich unser größter Rivale“, sagte der Brasilianer. „Aber auch BMW arbeitet sehr hart und wird jedes Jahr stärker.“

Mit seinem neuer Dienstwagen durfte sich Massa bereits im Januar vertraut machen. Im italienischen Mugello absolvierte er die Jungfernfahrt mit dem F60, der wegen der umfangreichen Regeländerungen vor allem im Bereich Aerodynamik nicht mehr viel mit dem Vorjahres-Modell zu tun hat. Der Frontflügel ist breiter, der Heckflügel schmaler, die Nase des Autos steht ungewohnt hoch. „Hoffentlich ist es so schnell, wie es aussieht“, sagte der Brasilianer, der aus Aberglauben immer von der linken Seite in den Boliden einsteigt.

Einer drückt dem Südamerikaner im WM-Titelrennen 2009 ganz besonders die Daumen: Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. „Ich hoffe, Felipe gewinnt. Er hätte es verdient, nachdem er im Vorjahr viel Pech hatte“.

(Stand: März 2009)

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