Das Haushaltsjahr 2019 wird besser als prognostiziert. Nach jetzigem Stand liegt die Verbesserung um zirka 2,62 Millionen Euro
Das Haushaltsjahr 2019 wird besser als prognostiziert. Nach jetzigem Stand liegt die Verbesserung um zirka 2,62 Millionen Euro über dem Planwert. Das ist Thema der Sitzung des Kreistags am Montag, 15. Juli im Landratsamt. (Foto: Jens Wolf)
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Das Haushaltsjahr 2019 wird besser als prognostiziert. Nach jetzigem Stand liegt die Verbesserung um zirka 2,62 Millionen Euro über dem Planwert.

Das ist Thema der Sitzung des Kreistags am Montag, 15. Juli im Landratsamt. In der Vorlage zur letzten Sitzung des amtierenden Kreistags ist von „insgesamt erfreulichen Rahmenbedingungen“ die Rede. Die Erträge aus der Grunderwerbssteuer liegen beispielsweise um mehr als 25 Prozent über dem Vorjahr. Voraussichtlich könnten Mehrerträge von über zwei Millionen Euro erzielt werden. „Wesentliche Verbesserungen ergeben sich auch bei der Grundsicherung für Arbeitslose. Die vor allem beim Jugendamt zu erwartenden Mehrbelastungen können innerhalb des Ergebnishaushaltes vollständig kompensiert werden“, heißt es in einer Verwaltungsvorlage zur Kreistagssitzung.

Durch verzögerte Stellenbesetzungen können innerhalb des 51,67 Millionen Euro umfassenden Personalbudgets diese Einsparungen erreicht werden, heißt es in der Vorlage.

Nach dem Vorliegen der Mai-Steuerschätzung habe das Land den Kopfbetrag bei den Schlüsselzuweisungen von 723 auf 722 Euro je Einwohner gesenkt. Zugleich ist die für die Berechnung maßgebliche Einwohnerzahl gestiegen und liegt nun bei 211 717 Einwohnern. Einer Verschlechterung von rund 60 000 Euro gegenüber stehen höhere Erträge, die sich durch die rückwirkende Erhöhung des Kopfbetrages für das Jahr 2018 von 697 auf 700 Euro ergeben. Das entspricht einem Betrag von 460 000 Euro. Insgesamt ergibt sich eine Verbesserung von 400 000 Euro.

Sollte sich die positive Haushaltsentwicklung bis zum Jahresende bestätigen, so könnten laut einem Vorschlag der Verwaltung die Verbesserungen genutzt werden, um 2020 Sondertilgungen für Darlehen zu machen. Auf der Tagesordnung der Sitzung steht außerdem die Prognose für das Jahresergebnis 2018. Der Gesamthaushalt 2018 wird laut Sitzungsvorlage voraussichtlich mit einer Verbesserung von zirka 14,7 Millionen Euro abschließen.

Die tatsächlichen Verbesserungen im Gesamtfinanzhaushalt werden allerdings nach Abzug der Haushaltübertragungsermächtigungen bei ungefähr einer Million Euro liegen. Für das Jahr 2018 wurde keine Kreditaufnahme geplant. Der Schuldenstand beträgt zum Ende des Jahres 2018 zirka 20,82 Millionen Euro.

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