Die jüngsten Präsidenten der USA

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Deutsche Presse-Agentur

Wenn der Demokrat Barack Obama die Wahl gewinnt und US-Präsident wird, ist er bei Amtsantritt 47 Jahre alt. Acht der bisherigen Präsidenten waren beim Einzug in das Weiße Haus unter 50. Die drei Jüngsten waren:

Theodore „Teddy“ Roosevelt (42 Jahre) - Der Republikaner war der jüngste, der je den Amtseid ablegte. Er trat als Vizepräsident an die Stelle des ermordeten Präsidenten William McKinley. In seiner achtjährigen Amtszeit (1901-1909) war der gemäßigte Reformer Roosevelt innenpolitisch auf einen Ausgleich von Interessen bedacht. Außenpolitisch setzte Roosevelt den Vormachtanspruch der USA in Mittelamerika und der Karibik auch „mit dem großen Knüppel“ durch.

John F. Kennedy (43) - Der Demokrat war der jüngste gewählte Präsident. Die kurze Amtszeit (1961-1963) bis zu seiner Ermordung war geprägt von außenpolitischen Turbulenzen des Kalten Krieges: erste Verwicklungen der USA in den Vietnamkrieg, Kubakrise und Bau der Berliner Mauer. Mit seiner Politik zur Aufhebung der Rassentrennung stieß Kennedy auf heftige Opposition weißer Gruppen. Die genauen Umstände des Attentats am 22. November 1963 in Dallas sind immer noch ungeklärt.

Bill Clinton (46) - Der demokratische Aufsteiger aus kleinen Verhältnissen verdrängte den Republikaner George Bush, den Vater des heutigen Präsidenten, aus dem Weißen Haus. Außenpolitisch setzte Clinton ein Freihandelsabkommen mit Kanada und Mexiko durch, förderte den Friedensprozess im Nahen Osten (Oslo-Abkommen) sowie auf dem Balkan (Dayton-Abkommen). Zu den innenpolitischen Leistungen der Jahre 1993 bis 2001 zählt die Sanierung des Haushalts. Überschattet wurden die Erfolge von einer peinlichen Sexaffäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky.

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