Die Ehemaligen drücken dem VfB die Daumen

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Schwäbische Zeitung

(cku) - Vor fast genau 30 Jahren wurde in Friedrichshafen Volleyballgeschichte geschrieben. Mit einem Sieg über den USC Freiburg machte die VSG Bodensee den ersten Aufstieg eines Häfler Volleyballteams in die 1. Liga perfekt. Am Samstag (12. März, 19.30 Uhr) sind die Spieler von damals zu Gast, wenn der VfB Friedrichshafen auf Generali Haching trifft Friedrichshafen.

Ein historischer WInd weht durch die ZF Arena, wenn der VfB Friedrichshafen am Samstag (12. März, 19.30 Uhr) Generali Haching zur Revanche für das DVV-Pokalfinale empfängt. Walter und Werner Heimpel, Heinz Zauner, Ossi Ilgen, Harald Haßler, Walter Strobel, Günter Stauss, Roland Heublein sowie Peter Hedrich und damit nicht weniger als neun ehemalige Spieler des VfB und VfB-Vorgängers VSG Bodensee sind dabei, wenn die Häfler um die Spitzenposition in der Volleyball-Bundesliga kämpfen.

Die „Ehemaligen“ haben Häfler Volleyballgeschichte geschrieben. Unter anderem mit dem ersten Aufstieg in die 1. Liga in der Saison 1980/81 vor fast exakt 30 Jahren. Am 14. März 1981 siegte die VSG Bodensee, die gemeinsame Mannschaft der Volleyballabteilungen von TV Langenargen, TV Kressbronn und VfB Friedrichshafen, mit 3:1 beim USC Freiburg und machte damit – mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Zweiten TuS Stuttgart – die Qualifikation für das Bundesliga-Oberhaus perfekt.

Den entscheidenden Ball verwandelte Werner „Benno“ Heimpel mit einem Schnellangriff über die Mitte und sorgte damit für unbändigen Jubel der mitgereisten etwa 100 Häfler Fans. „VSG wird Meister, Stuttgart wird nur Zweiter“ hatten diese bereits vor Spielbeginn auf der Tribüne gesungen. Bemerkenswert: Mit Ausnahme von Spielertrainer Gelu Smerecinschi und Teammanager Peter Hedrich waren alle Akteure geborene Häfler oder Kressbronner.

Das erste Erstliga-Abenteuer in der Saison 1981/1982 endete allerdings mit dem Abstieg. Am Ende der Saison 1983/84 wurde die VSG Bodensee aufgelöst und das Bundesliga-Spielrecht dem VfB Friedrichshafen übertragen, der zum zweiten Mal den Aufstieg schaffte. Seit 1987 spielt der VfB durchgängig in der 1. Liga und ist damit das Urgestein der Liga.

Ehrensache, dass die „Ehemaligen“ dem aktuellen VfB-Team am Samstag auch gegen Haching fest die Daumen drücken. „Wir freuen uns sehr über die Einladung“, sagt der ehemalige Teammanager Hedrich. „Wir kommen gerne zur Pokalrevanche und wünschen uns, dass das Spiel ein ähnliches Spektakel wird wie das Pokalfinale. Dieses Mal aber mit dem besseren Ende für Friedrichshafen.“

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