Die „ Brotfresser“ feiern Geburtstag

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Claudia Bischofberger

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Narrenzunft Bodnegg hat am Sonntag ein großer Jubiläumssprung stattgefunden. Kaum hatte sich der lange Lindwurm aus Hästrägern in Bewegung gesetzt, lüftete sich der Nebelschleier über Bodnegg. Und so konnten die gut gelaunten und in großer Zahl erschienenen Zuschauer, die entlang der Straßen standen, den Umzug bei strahlendem Sonnenschein genießen.

„Durch das Jubiläum haben wir gerade beim Zunftmeisterempfang zahlreiche Glückwünsche bekommen“, sagt Zunftmeisterin Sylvia Uber kurz vor Beginn des Narrensprungs. Darüber hinaus habe sie vom Alemannischen Narrenring (ANR) für das Ausrichten des Treffens den Wappenorden überreicht bekommen.

Über 70 Gruppen beteiligten sich an diesem Freundschaftstreffen in Bodnegg. Insgesamt gehören dem ANR 90 Narrenzünfte an. Auf dem Ehrenwagen befanden sich neben Sylvia Uber auch der Präsident und Narrenmeister des ANR, Markus Stark. Mit flotten Sprüchen und schlagfertigen Kommentaren moderierten Sven Stimmler von der Narrenzunft „Heufresser“ aus Vogt und Jürgen Hanser, Oberzunftmeister der Region Allgäu, die ankommenden Hästräger.

Den Anfang des Zuges machten die Grundschüler aus Bodnegg. Sie haben im Kinderferienprogramm Masken aus Pappmache´ gebastelt und brachten diese nun zum Einsatz. Mit einem kräftigen Ruf „Brot her – d’Burnegger sind do“, wurden auch gleich danach die Bodnegger „Brotfresser“ begrüßt.

Die Zuschauer staunten über die akrobatischen Leistungen der Hexen, die sich mal in halsbrecherischen Formationen zu Pyramiden auftürmten und dann wieder durch die Straße stürmten. Es regnete Konfetti und Blätterlaub. Wilde Hunde, Wölfe und Bären liefen durch die Straßen. Manch kleinem Besucher waren sie nicht ganz geheuer. Aber zum Trost gab es selbst vom furchterregendsten Maskenträger ein Bonbon und schon war die Angst vergessen.

Musikalisch angeheizt wurde die Stimmung von den Lumpen- Schalmeien -und Musikkapellen, die den Zünften vorausgingen.

Nach mehr als zwei Stunden buntem Treiben machte die Narrenzunft Immenried das Schlusslicht. Mit ihrem Narrenruf „Lass d’Finger von dr’Fehl – sonst juckt dr d’Deifel an d`Kehl, wurden Narren und Gäste in den Nachmittag entlassen. Und wer noch nicht nach Hause wollte, konnte im Dorf noch an verschiedenen Örtlichkeiten bei Kaffee oder Bier den Sonntag ausklingen lassen.

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