Die „Blue Notes“ swingen und grooven im Kulturschuppen

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Kommen beim Publikum im Kulturschuppen gut an: die Musiker der „Blue Notes“ mit Leiter Richard Nickel (Mitte), daneben (von link
Kommen beim Publikum im Kulturschuppen gut an: die Musiker der „Blue Notes“ mit Leiter Richard Nickel (Mitte), daneben (von links) Fabienne Bucher, Julia Sauter und Markus Kerber am Saxofon. (Foto: kes)
Kerstin Schellhorn
Redakteurin SZ Riedlingen
Kerstin Schwier

Meckenbeuren (kes) - Die „Blue Notes“, die Big Band der Musikschule Meckenbeuren, haben am Freitag ein Frühjahrskonzert im Kulturschuppen gegeben – und das wollte sich natürlich niemand entgehen lassen. Mehr als 120 Gäste kamen zum Gleis 1 und erlebten einen tempo- und abwechslungsreichen musikalischen Abend.

Klassische Big-Band-Nummern der 1920er- bis 40er-Jahre, Soul, Funk, Rock und Pop – für jeden Geschmack war etwas dabei. Dem Repertoire der „Blue Notes“ schienen keine Grenzen gesetzt. Besondere Highlights waren dabei die zahlreichen Instrumentensoli und vor allem die drei Sänger Julia Sauter, Fabienne Bucher und Rainer Möser.

Mit „Sweet Home Alabama“, einem flotten Klassiker aus dem Jahr 1936, startete der vergnügliche Abend. Die aus dem Film „Blues Brothers“ bekannte Hommage an die Stadt Chicago reichte aus, um sowohl Band als auch Publikum auf die richtige Betriebstemperatur zu bringen. Mit Verklingen der letzten Akkorde starteten sogleich die ersten „Bravo“- Rufe, die auch im Laufe des Abends nicht verstummen sollten. „Wir freuen uns, dass sie so zahlreich erschienen sind und freuen uns auch auf ein ganz besonderes Konzert“, begrüßte Richard Nickel, Leiter der Big Band, anschließend die Gäste. Entgegen der Gewohnheit, die einzelnen Musiker erst am Ende der Veranstaltung vorzustellen, verlegte er die Namensnennung der Musiker auf den Anfang des Konzerts, um „gleich eine besondere Nähe herzustellen“, wie er erklärte. So lenkte er die Aufmerksamkeit der Besucher gleich auf Markus Kerber, der am Tenorsaxofon für den erkrankten Bernd Austermann eingesprungen war, und an diesem Abend mit zahlreichen Soli glänzen konnte. Nach Glenn Millers „Little brown jug“ und Fleetwood Macs „Don’t stop“ folgte die erste Sologesangseinlage. Hier konnte Debütantin Julia Sauter auf ganzer Linie überzeugen. Ihre gefühlvolle Interpretation von Elton Johns „Can you feel the love tonight“ erntete wahre Begeisterungsstürme. „Man ahnt gar nicht, welche Schätze wir in so einer Band haben. Rainer Möser ist so ein Schatz“, kündigte Nickel das nächste Gesangssolo an und hatte damit nicht zu viel versprochen. Denn Rainer Möser machte seine Sache richtig gut. Nachdem Wolfgang Dennenmoser kurzerhand Mösers Bassgitarre übernommen hatte, intonierte Rainer Möser „Once in my life“ von Stevie Wonder auf eindrucksvolle Weise. Auch bei seinem späteren „Straight up and fly right“ war in jedem Ton und jeder Geste Mösers Begeisterung und Leidenschaft für die Musik und das Singen spürbar.

Schon fast ein Selbstläufer und Garant für erstklassige Sangeskunst war die dritte im Bunde, Fabienne Bucher. Gänsehaut pur war bei ihrer Interpretation von Bette Midlers „From a distance“ angesagt.

Zwischen den Soli überzeugten die „Blue Notes“ mit weiteren Stücken von Glenn Miller, Stevie Wonder, Beatles und Elvis, so dass am Ende alle heiter und beswingt nach Hause gingen.

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