Devisen: Eurokurs gefallen - Schwache Konjunktur belastet

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Die schwierige Konjunkturlage und Aktienkursverluste

"Die schwache Konjunkturlage und die fallenden Aktienmärkte belasten den Euro", sagte Rainer Sartoris vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Am Markt wirke zudem die Unzufriedenheit über das am Montag vorgestellte Bankenrettungspaket der USA nach. Der Dollar werde hier weiter als "sicherer Hafen" gesucht. Die Einigung auf ein Konjunkturpaket in den USA habe den Devisenmarkt kaum bewegt, da sie bereits erwartet worden sei, sagte Sartoris.

Die im Januar besser als erwartet ausgefallenen US-Einzelhandelsumsätze dürften nicht überbewertet werden, sagte Sartoris. "Es gibt keinen ersichtlichen Grund für die Erholung und sie dürfte eine Eintagsfliege sein." Die derzeitige Konjunkturschwäche der USA zeige sich in der erneut deutlich gestiegenen Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. Auch in der Eurozone hat sich die Konjunkturlage weiter eingetrübt. Die Industrieproduktion war im Dezember stärker als befürchtet gesunken. Die Industrie des Euroraums befindet sich laut Postbank in einer Rezession, die frühere Schwächephasen an Tiefe und Breite in den Schatten stellt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90300 (0,90000) britische Pfund , 115,46 (116,50) japanische Yen und 1,4885 (1,4972) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit Dollar 943,25 (938,00) gefixt.

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