Devisen: Euro zum Dollar gestiegen - Pfund bleibt unter Druck

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Der Kurs des Euro hat sich am Mittwoch

"Nach den Euro-Kursverlusten am Dienstag hat eine Konsolidierung eingesetzt", sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. Der Dollar sei am Vortag noch durch die Vereidigung von US-Präsident Barack Obama gestützt worden. Über der Marke von 1,30 Dollar gebe es weiterhin gutes Verkaufsinteresse für den Euro. Der Euro dürfte sich laut Hellmeyer daher zunächst weiter in einer Seitwärtsbewegung um 1,28 bis 1,30 Dollar bewegen.

Das britische Pfund blieb angesichts der zugespitzten Bankenkrise weiter unter Druck. Zum Dollar sank es mit zeitweise 1,3713 Pfund auf den tiefsten Stand seit siebeneinhalb Jahren. Der Euro näherte sich mit 0,9335 Pfund weiter der Parität an. Die starke Abhängigkeit der britischen Wirtschaft vom Finanzplatz London und dem Bankensektor belaste die Währung, sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. "Die britische Wirtschaft kann zudem von der Schwäche des Pfundes kaum profitieren." Die Exportwirtschaft und das Verarbeitende Gewerbe seien viel zu schwach, als dass von dem Wechselkursverfall eine stabilisierende Wirkung auf die Konjunktur ausgehen könnte. Laut Hellmeyer könnte der Euro zum Pfund bald über die Parität steigen und bis auf 1,05 Pfund klettern.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,93860 (0,93110) britische Pfund , 116,11 (116,90) japanische Yen und 1,4764 (1,4807) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 849,25 (853,25) Dollar gefixt.

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