Devisen: Euro steigt nach schwachen US-Daten über 1,29 US-Dollar

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Der Euro hat am Freitag nach abermals

"Der Euro wurde heute von erneut schwachen Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt beflügelt", sagte Devisenexperte Eugen Keller vom Bankhaus Metzler. Unterstützend habe gewirkt, dass die Aktienmärkte nicht negativ auf die US-Zahlen reagierten. Am Arbeitsmarkt der USA hat sich die drastische Talfahrt auch zu Jahresbeginn fortgesetzt. Im Januar sind so viele Beschäftigte entlassen worden wie seit rund 34 Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosenquote stieg dementsprechend kräftig um 0,4 Punkte auf 7,6 Prozent an. Seit Ende 2007 wurden damit 3,6 Millionen Arbeitsplätze abgebaut, davon allein zwei Millionen Stellen seit Herbst 2008.

"Trotz der Wirtschaftsschwäche in den USA dürfte der Dollar seinen Erholungskurs zunächst fortsetzen", schränkte Keller ein. So fungiere die US-Währung nach wie vor als "sicherer Hafen". Mittel- bis langfristig sagt das Bankhaus Metzler indes eine kräftige Erholung des Euro voraus. Als Grund verweisen die Experten darauf, dass die Wirtschaftskrise ihren Ausgangspunkt in den USA hat. Ende 2009 rechnet das Bankhaus mit einem Eurokurs von 1,70 Dollar. Damit würde der Euro sein bisheriges Rekordhoch von rund 1,60 Dollar klar übertreffen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87060 (0,87800) britische Pfund , 116,70 (115,04) japanische Yen und 1,5012 (1,4919) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 913,0 (920,0) Dollar gefixt.

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