Devisen: Euro steigt an Marke von 1,30 US-Dollar - wachsender Risikoappetit

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Die wieder etwas wachsende Risikobereitschaft der

"Der Risikoappetit der Anleger ist wieder etwas gestiegen", begründete Devisenexperte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die etwas festere Verfassung des Euro. Auch die jüngsten Daten vom US-Häusermarkt seien ein "leichter Hoffnungsschimmer" für eine wieder anziehende Nachfrage am arg gebeutelten US-Immobilienmarkt. Die Daten hätten wieder etwas Zuversicht in die Märkte getragen. Insgesamt verlaufe der Handel aber weiter sehr schleppend. Auch das grundsätzlich für den Euro eher negative Bild bleibe bestehen.

"Die Risikobereitschaft wird nicht nachhaltig zunehmen", erwartet Wortberg. So dürfte der US-Arbeitsmarktbericht an diesem Freitag erneut enttäuschen. Die Rezession hinterlasse in den USA immer tiefere Spuren auch auf dem Arbeitsmarkt. Doch auch die Eurowirtschaft befinde sich in einer Rezession. Vor diesem Hintergrund dürfte die EZB nach der erwarteten Zinspause am Donnerstag die Zinsen im März weiter senken. Damit bröckelt der erwartete Zinsvorteil des Euro zum Dollar. Das stütze ebenso den Dollar wie das im Vergleich zum Euroraum entschiedenere US-Krisenmanagement. Der Euro dürfte weiter zu Schwäche neigen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90290 (0,90335) britische Pfund , 115,02 (114,04) japanische Yen und 1,4898 (1,4872) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 904,50 (918,25) Dollar gefixt.

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