Devisen: Euro springt erstmals seit Mitte Februar wieder über 1,30 US-Dollar

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Die weiter wachsende Risikobereitschaft der Anleger

"Die Wechselkurse hängen weiter zu einem großen Teilen am Grad der Risikoneigung der Investoren", sagte Experte Eugen Keller vom Bankhaus Metzler. Die sich in festeren Aktienmärkten manifestierende höhere Risikobereitschaft der Anleger stütze den Euro. Darüber hinaus habe der Euro von Spekulationen profitiert, dass die US-Notenbank bereits am Mittwoch dem Beispiel der Bank of England (BoE) folgen könnte und ebenfalls direkt Staatsanleihen aufkaufen könnte. Der Dollar sei daraufhin etwas abgestraft worden. Mit dem Sprung des Euro über die Marke von 1,30 Dollar habe sich die Bewegung noch verstärkt.

Unterdessen machten die jüngsten US-Konjunkturdaten wenig Hoffnung auf eine rasche Stabilisierung der Wirtschaft. Sowohl die Industrieproduktion als auch der Empire-State-Index hätten zu Wochenbeginn die Erwartungen enttäuscht. Dies zeige, wie trügerisch die Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Konjunktur im Frühjahr seien, sagte Keller. Vor diesem Hintergrund habe der Euro derzeit einfach "die Nase vorn". Schließlich verhalte sich die EZB weiter zögerlich. Für die Eurozone gelte derzeit offenbar eine Leitzins-Untergrenze von einem Prozent.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,92055 (0,92200) britische Pfund , 128,51 (127,03) japanische Yen und 1,5421 (1,5360) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 919,50 (928,00) Dollar gefixt.

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