Devisen: Euro sinkt wieder unter die Marke von 1,29 US-Dollar

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Der Kurs des Euro ist am Mittwoch erneut

Die Risikoaversion bleibt aus Sicht von Devisenexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) weiterhin bestimmend. Während die zwischenzeitliche Beruhigung an den Märkten nach den Turbulenzen am Vortag den Euro zunächst etwas gestützt habe, geriet die Gemeinschaftswährung mit den neuerlichen Verlusten an den Aktienmärkten wieder unter Druck. Die Verunsicherung sei nur vorübergehend etwas gewichen. In unruhigen Zeiten sei der Dollar als "sicherer Hafen" gefragt. Dies habe sich am Dienstagabend erneut gezeigt, als das neue Rettungspaket für die US-Finanzbranche die Investoren stark verunsichert hatte.

US-Finanzminister Timothy Geithner hatte zwar Grundzüge des neuen Plans skizziert, allerdings kaum Details genannt. "Möglicherweise wäre es besser gewesen, abzuwarten, bis die Einzelheiten des Plans ausgearbeitet sind", sagte der Chefvolkswirt der UniCredit, Marco Annunziata. Politisch wäre ein Abwarten aber nicht vertretbar oder zumindest unklug gewesen. Auch für Folker Hellmeyer, Chef-Analyst der Bremer Landesbank, waren die Aussagen Geithners zu ungenau, um für eine Beruhigung zu sorgen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,9000 (0,8771) britische Pfund , 116,50 (118,39) japanische Yen und 1,4972 (1,5061) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 938,00 (909,75) Dollar gefixt.

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