Devisen: Euro pendelt sich über 1,29 Dollar ein - Risikoneigung etwas erhöht

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Der Euro hat sich am Freitag nach einem

"Die Stabilisierung an den Aktienmärkten bleibt weiter der bestimmende Faktor", sagte Devisenexperte Lothar Hessler vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Der Euro profitiere nach wie vor von der verminderten Risikoscheu der Anleger. Doch auch nach dem jüngsten Anstieg bleibe der Euro im Niemandsland. "Noch ist keine klare Entscheidung über die künftige Richtung gefallen", sagte Hessler. Die Aktienmärkte tendierten zum Wochenausklang sehr fest. Dies ist ein Zeichen der wieder wachsenden Risikobereitschaft der Anleger. Auch in den kommenden Tagen könnte der Euro vor diesem Hintergrund seine Erholung fortsetzen. Auf die vergleichsweise robusten US-Konjunkturdaten reagierte der Euro kaum.

Die Ankündigung der Schweizer Notenbank zur Intervention am Devisenmarkt vom Donnerstag sorgt unterdessen weiter für Gesprächsstoff. Aus Sicht von Hessler ist damit die Gefahr eines Abwertungsrennens unter den großen Währungsblöcken gegeben. Mit dem Vorgehen der Schweizer erhöht sich auch aus Sicht der Commerzbank die Wahrscheinlichkeit, dass auch andere Länder zu Währungsmarktinterventionen greifen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Sollte eine Währungsabwertung an den internationalen Märkten aber vermehrt zum Einsatz kommen, dürfte dies Erinnerungen an die Abwertungswettläufe der Vergangenheit wachrufen, womit die Gefahr von allgemeinem Protektionismus steigen würde. Vor diesem Hintergrund dürften ein Abwertungswettlauf aus Sicht von Hessler letztlich ausbleiben.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,9220 (0,9308) britische Pfund , 127,03 (124,30) japanische Yen und 1,5360 (1,5225) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 928,00 (925,25) Dollar gefixt.

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