Devisen: Euro klettert kurz über 1,36 Dollar – Geithner-Aussagen überraschen

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Aussagen des US-Wirtschafts- und Finanzministers

US-Finanzminister Timothy Geithner hat sich positiv zum chinesischen Vorschlag zur Änderung des internationalen Währungssystems geäußert. Er sei gegenüber einer Ausdehnung der Sonderziehungsrechte des IWF "ziemlich offen", sagte Geithner in New York. Dies könnte nach Einschätzung von Experten zu einer Schwächung des US-Dollar als Reservewährung führen. Geithner sieht hingegen keine Änderung der Rolle des Dollar als Weltreservewährung. Die Sonderziehungsrechte bestehen aus einen Währungskorb aus Dollar, Euro, Pfund und Yen. Der chinesische Notenbankchef Zhou Xiaochuan hatte vorgeschlagen, diese Sonderziehungsrechte als Weltreservewährung zu nutzen.

"Diese Aussagen haben die Märkte überrascht", sagte Devisenexperte Marc Burgheim von der Bayerischen Landesbank. Geithner wolle wohl gegenüber China demonstrieren, ein guter Partner zu sein. "Allerdings bewegt er mit seinen Aussagen die Märkte doch sehr stark und sollte da etwas vorsichtiger sein." Es zeige sich, dass in den Märkten doch viel Verunsicherung herrsche und das sei nicht positiv für den Dollar. "Sobald Zweifel aufkommen, geht der Dollar in die Knie", so Burgheim. Die Konjunkturdaten wie der gesunkene deutsche ifo-Index hätten unterdessen "erschreckend wenig" bewegt. "Aktuell wird der jüngste Anstieg des Euro weiter konsolidiert. Derzeit ist die Gemeinschaftswährung aber bei 1,34 Dollar gut unterstützt".

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,92425 (0,92060) britische Pfund , 132,24 (132,68) japanische Yen und 1,5230 (1,5267) Schweizer Franken festgesetzt. Die Feinunze Gold wurde in London mit 929,00 (923,75) Dollar gefixt.

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