Devisen: Euro bleibt unter Druck - Risikoscheu stützt Dollar weiterhin

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Der Euro hat sich am Dienstag nicht von

"Die US-Konjunkturdaten haben enttäuscht und damit ist die Risikoscheu der Anleger wieder gestiegen", sagte Devisenexperte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die wachsende Risikoscheu stütze den Dollar weiterhin und verhindere eine deutliche Erholung des Euro. Vor dem Hintergrund der nach wie vor ernüchternden Konjunkturdaten für die US-Wirtschaft sei der Kursrückgang des Euro aber vergleichsweise verhalten ausgefallen. "Dies spricht dafür, dass allmählich wieder ein Boden eingezogen wird", sagte Wortberg. Das Pulver an negativen Konjunkturnachrichten sei nun zumindest vorerst verschossen.

Der überraschende Rückgang des ifo Geschäftsklimas in Deutschland wirkte sich unterdessen nicht nachhaltig auf die Wechselkurse aus. Die weltweite Konjunktur-Talfahrt drückte die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Februar nach einem kurzen Hoffnungsschimmer im Vormonat wieder in den Keller. Der Geschäftsklimaindex des Münchner ifo Instituts für Wirtschaftsforschung sank von 83,0 Punkten im Vormonat auf 82,6 Punkte und damit wieder auf seinen historischen Tiefstand aus dem Dezember. Viele Experten hatten dagegen mit einem leichten Anstieg gerechnet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8797 (0,8780) britische Pfund , 122,40 (121,09) japanische Yen und 1,4805 (1,4908) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 984,25 (985,75) Dollar gefixt.

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