Devisen: Euro bleibt deutlich unter 1,29 US-Dollar - Schwäche setzt sich fort

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Der Euro hat am Freitag seine

"Die Konjunkturdaten aus den USA haben trotz des insgesamt ernüchternden Bildes leicht positiv überrascht", sagte Devisenexperte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). So sei die US-Wirtschaft im Schlussquartal 2008 nicht ganz so stark geschrumpft wie allgemein befürchtet. Nach Angaben des US-Handelsministeriums war die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal annualisiert um 3,8 Prozent zurückgegangen und damit so stark wie seit 27 Jahren nicht mehr. Volkswirte hatten aber ein noch größeres Minus erwartet. Auf das Jahr hochgerechnet wurde mit einer Rate von minus 5,4 Prozent gerechnet.

Am Markt werde immer noch auf eine raschere Erholung der US-Wirtschaft gesetzt, sagte Wortberg. Grund sei die extrem expansive Geldpolitik der US-Notenbank und deren Bereitschaft zu außergewöhnlichen Maßnahmen sowie das umfangreiche Konjunkturpaket des neuen Präsidenten. Im Vergleich dazu erscheine die Haltung in der Eurozone doch "eher zögerlich". So dürfte die EZB in der kommenden Woche zunächst eine Zinspause einlegen, bevor der Zinssenkungskurs im März wieder aufgenommen werde. "Dies spricht weiter nicht für den Euro", betonte Wortberg.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89785 (0,91725) britische Pfund , 114,98 (118,07) japanische Yen und 1,4871 (1,5063) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 919,50 (892,25) Dollar gefixt.

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