Deutsches Quartett mit Kurs auf UEFA-Gruppenphase

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Deutsche Presse-Agentur

Die Gegner sind von höchst unterschiedlichem Kaliber, doch das Ziel ist gleich: Mit einem couragierten Start will sich das deutsche Bundesliga-Quartett eine gute Basis für den Sprung in die UEFA-Cup-Gruppenphase schaffen.

Der VfB Stuttgart muss als einziges Team auswärts, beim bulgarischen Verein Cherno More Warna, antreten. Auf den Heimvorteil setzen im Hinspiel der Hamburger SV gegen Unirea Urziceni, Borussia Dortmund gegen Udinese Calcio und der VfL Wolfsburg gegen Rapid Bukarest.

Nach 1757 Tagen betritt der BVB endlich wieder die europäische Bühne. Die internationale Abstinenz, die einen Platz im Lostopf der ungesetzten Mannschaften nach sich zog, bescherte der Borussia mit Udinese Calcio aber den wohl stärksten Gegner aller deutschen UEFA-Cup-Starter. Inständig hofft Michael Zorc, dass die Partie gegen den Vorjahres-7. aus Italien nicht der vorerst letzte Festtag vor heimischer Kulisse bleibt: „Der Einzug in die Gruppenphase dieses Wettbewerbs ist viel wichtiger als jedes Derby“, sagte der Sportdirektor mit Bezug auf das berauschende 3:3 gegen den Erzrivalen FC Schalke 04.

Auch der ramponierte Ruf des UEFA-Pokals kann die Vorfreude von VfB-Trainer Armin Veh auf Europas kleine Fußball-Bühne nicht mindern. „Für den FC Bayern ist es vielleicht ein Cup der Verlierer. Für uns ist es ein Cup der Gewinner, weil wir unsere Ziele darauf ausgerichtet haben“, sagte Veh vor dem Erstrunden-Hinspiel des Bundesliga-Fünften im Kurort Warna. Nach zwei mühsamen Qualifikationsrunden ist auch der Außenseiter vom Schwarzen Meer in Vehs Reiseplänen nur Durchgangsstation: „Wir wollen mit aller Macht in die Gruppenphase.“ Ein Trumpf: Nach mehr als achtwöchiger Verletzungspause kann der VfB-Coach in Bulgarien wieder auf Angreifer Cacau zurückgreifen.

Unirea Urziceni - unbekannt, unattraktiv, unangenehm. So recht weiß der HSV nicht, was auf ihn in Gestalt der rumänischen Provinz- Mannschaft zukommt. Wer nach sieben Spieltagen die Divizia Nationala A vor Rumäniens Rekordmeister und Bayern Münchens Champions-League- Rivalen Steaua Bukarest anführt, der muss Fußball spielen können. Dass der Bundesliga-Tabellenführer an dem Verein aus der 17 000- Einwohner-Stadt nordöstlich von Bukarest scheitern könnte, zieht kein Fan ernsthaft in Erwägung. Auch HSV-Vorsitzender Bernd Hoffmann nicht. „Mit der Qualität unseres Kaders müssen wir mindestens soweit kommen wie in der vergangenen Saison“, meinte er. Damals war im Achtelfinale Schluss.

Wolfsburg muss zum Auftakt wohl mit einer „Spaßbremse“ vorlieb nehmen. Der rumänische Vizemeister Rapid Bukarest scheint nicht der Kontrahent zu sein, der fußballerischen Glanz in der Volkswagen Arena verbreiten wird. „Die werden sich hinten rein stellen und auf Konter lauern“, meinte Verteidiger Sascha Riether. Diego Benaglio fürchtet ein Déjà-Vu. Der Torhüter zog mit seinem ehemaligen Club Nacional Funchal gegen den rumänischen Pokalsieger vor zwei Jahren in der ersten UEFA-Pokal-Runde den Kürzeren. „Zu Null zu spielen wäre sehr wichtig“, sagte der Schweizer Nationaltorwart.

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