Deutscher wegen Djerba-Anschlag vor Gericht

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Deutsche Presse-Agentur

Fast sieben Jahre nach dem Terroranschlag auf eine Synagoge im tunesischen Djerba mit 21 Toten müssen sich in Paris ein Deutscher und zwei weitere Männer als Komplizen vor Gericht verantworten.

Der Deutsche Christian Manfred Ganczarski wird beschuldigt, von dem Anschlag auf der Ferieninsel Djerba am 11. April 2002 vorab gewusst und ihn gebilligt zu haben. Mitangeklagt sind ein Bruder des tunesischen Attentäters sowie der in Guantánamo inhaftierte Kuwaiter Chalid Scheich Mohammed, der auch hinter den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 stehen soll.

Bei dem Anschlag auf der Ferieninsel Djerba waren am 11. April 2002 auch 14 deutsche Touristen ermordet und 17 weitere schwer verwundet worden. Ein in Frankreich lebender 24-jähriger Tunesier war mit einem mit Flüssiggas beladenen Kleinlaster gegen die Mauer der bei Touristen beliebten Synagoge La Ghriba gerast.

In den Tagen zuvor hatte der Selbstmordattentäter über ein Satellitentelefon mit Ganczarski und Scheich Mohammed telefoniert. Ganczarski hat in einem öffentlichen Brief Bundeskanzlerin Angela Merkel um Hilfe für eine „faire Verhandlung“ gebeten. Er erklärte, er sei unschuldig und der französische Staat habe ihn vorverurteilt.

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