Deutsche U 21 will mit Leidenschaft zur EM

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Deutsche Presse-Agentur

Schwer, aber nicht unmöglich: Um das Ticket zur U 21-Europameisterschaft 2009 zu lösen, müssen die deutschen Fußball-Junioren zwar eine sehr schwere Aufgabe bewältigten. Doch der Optimismus ist ungebrochen.

„Wir haben eine hohe Qualität im Kader und trotz des Schocks im Hinspiel gute Chancen auf die EM-Teilnahme“, sagte DFB-Trainer Dieter Eilts vor dem entscheidenden Playoff-Rückspiel in Metz gegen Frankreich. Im Hinspiel war die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nicht über ein 1:1 hinausgekommen.

Nur die Sieger der sieben Playoff-Paarungen qualifizieren sich neben Gastgeber Schweden für die EM-Endrunde (15. bis 29. Juni 2009). Um zu diesem Kreis zu gehören, muss sich die DFB-Elf im Stadion Saint Symphorien in Metz steigern. Bereits im ersten Vergleich in Magdeburg am vergangenen Freitag bewiesen die Franzosen ihre spielerische Klasse, traten kompakt in der Abwehr und mit offensiven Akzenten auf. „Es kommt für uns darauf an, Frankreich möglichst wenig Raum zu geben und selbst ein Tor zu schießen“, sagte DFB-Kapitän Marc-Andre Kruska. „Das wird gegen deren starken Angriff nicht leicht, ist aber machbar“, glaubt der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund.

Eilts, der von DFB-Sportdirektor Matthias Sammer für die Relegationspartien U-20-Trainer Horst Hrubesch als Assistenten an die Seite gestellt bekam, muss die verletzten Jungprofis Sami Khedira (VfB Stuttgart) und Marko Marin (Borussia Mönchengladbach) ersetzen, verzichtete aber auf Nachnominierungen. „Wir müssen uns in den Zweikämpfen besser behaupten und mit Leidenschaft auftreten, auch Frankreich steht unter Druck“, meinte Eilts.

Die berufliche Zukunft des in der Kritik stehenden Trainers hängt auch vom Match an der Mosel ab. Sein Vertrag läuft im Juni 2009 aus, alle Gespräche bezüglich einer eventuellen Verlängerung wurden vertagt. Denn die Diskrepanz zwischen Eilts' Bilanz mit 29 Siegen und elf Unentschieden in 48 Spielen als Verantwortlicher der U 21 und dem tatsächlichen Ertrag wäre im Falle eines Scheiterns groß. Bereits die EM 2007 wurde verpasst, bei der EM 2006 schied die Eilts-Elf schon in der Vorrunde aus.

Vermutlich rückt Toni Kroos wieder in die Startformation. Der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler des FC Bayern München hatte nach seiner Einwechslung im Hinspiel für etwas Schwung gesorgt und ist zudem als Schütze für die Standard-Situationen gefragt. Unabhängig von den Umstellungen hat Eilts einen leistungsstarken Kader, den auch DFB- Sportdirektor Matthias Sammer auf das Nahziel einstimmt. „Die Marschroute muss lauten, dass wir auf alle Schwierigkeiten eine Antwort finden“, sagte Sammer, der in Metz vor Ort sein will. Er setzt somit Prioritäten zum am gleichen Abend stattfindenden WM- Qualifikationsspiel der A-Nationalmannschaft in Mönchengladbach gegen Wales.

Weil auch in der EM-Relegation die Europacup-Wertung angewendet wird, muss die deutsche Elf mindestens ein Tor schießen. „Wir haben uns zwei Jahre auf dieses Ziel vorbereitet, wollen unbedingt zur EM und sind hoch motiviert“, erklärte DFB-Torwart Manuel Neuer (Schalke 04).

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