Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz gibt im Franziskaner Konzerthaus ein Konzert mit dem Pianisten Matthias Kirschn
Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz gibt im Franziskaner Konzerthaus ein Konzert mit dem Pianisten Matthias Kirschnereit. (Foto: Stefan Wildhirt)
Schwäbische Zeitung

Beim ersten Meisterkonzert im neuen Jahr geben sich Pianist Matthias Kirschnereit und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz die Ehre. Am Samstag, 19. Januar, um 20 Uhr präsentieren sie im Franziskaner Konzerthaus Werke von Barber, Beethoven und Elgar. Eine Konzerteinführung findet um 19.15 Uhr im Raum „Aktionen 1“ statt.

„Beethovens vielleicht größtes Klavierkonzert“, pries Robert Schumann, als er das Musikstück zum ersten Mal gehört hatte. Wie er orientierten sich später viele bedeutende Komponisten daran. Erstmals verschmolzen in dem Werk Sinfonie und Klavierkonzert, was eine neue Ära der Gattung Solokonzert bedeutete.

Beethovens viertes Klavierkonzert stellt große Anforderungen an den Solisten – eine Herausforderung, die Matthias Kirschnereit annimmt. Der ECHO-Klassik-Preisträger zählt zu den spannendsten und erfolgreichsten deutschen Pianisten und wird als „Poet am Klavier“ gefeiert.

Dabei beginnt seine Biografie sehr ungewöhnlich: Geboren in Westfalen, wanderte er im Alter von neun Jahren mit seiner Familie nach Namibia aus. So sehr ihn die dortige Kultur faszinierte, so bewusst wurde ihm bald, dass er seinen Traum, Pianist zu werden, nur in Deutschland würde in die Tat umsetzen können.

Er kehrte als 14-Jähriger allein zurück und wurde Jungstudent an der Musikhochschule – während gleichaltrige Musiktalente schon ihre ersten Wettbewerbe hinter sich hatten. Um sich nur auf die Musik zu konzentrieren, verließ er mit 16 Jahren sogar die Schule. Kirschnereits mutige Entscheidungen machten sich bezahlt: Der junge Pianist gewann schon bald mehrere Wettbewerbe, die ihm den Weg zu einer internationalen Konzertkarriere ebnete.

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