Deutsche buchen weniger Wellnessurlaub

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Deutsche Presse-Agentur

Angesichts der Wirtschaftskrise sparen die Deutschen offenbar auch am Wellnessurlaub: Die Zahl der Buchungen für solche Reisen ist in der Zeit von Februar bis April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent zurückgegangen.

Das geht aus einer Studie der GfK-Marktforschung hervor, die auf der Reisemesse ITB (11. bis 15. März) in Berlin vorgestellt wurde. Damit ist der Rückgang bei Wellnessreisen aber geringer als bei den Reisebuchungen insgesamt - hier liegt der Wert im Zeitraum von Februar bis April bei minus acht Prozent.

Für 58,2 Prozent der Wellnessurlauber steht der Preis an erster Stelle, wenn es um die Wahl ihrer Reise geht. Sie gaben im vergangenen Jahr im Schnitt etwas weniger für einen Wohlfühlurlaub aus: Waren es in der Saison 2005/2006 noch 486 Euro, sank der Wert im Urlaubsjahr 2007/2008 auf 476 Euro.

Unter wohlhabenderen Haushalten mit einem Monatseinkommen ab 3250 Euro sind Wellnessreisen dagegen zunehmend gefragt: Für diese Gruppe errechneten die Marktforscher ein Buchungsplus von sieben Prozent für Reisen im kommenden Sommer im Vergleich zum Vorjahr. Vom allgemeinen Trend hebt sich dies deutlich ab: Insgesamt wollen in diesem Jahr 3,5 Prozent weniger Deutsche in der Zeit von Mai bis Oktober verreisen als 2008.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Wellnessurlauber stetig gestiegen. Waren es in der Saison 2003/2004 noch 1,5 Millionen, machten im Tourismusjahr 2007/2008 bereits 2,2 Millionen einen Wellnessurlaub mit mehr als einer Übernachtung. Drei von vier Reisen gehen derzeit ins Inland: Spitzenreiter darunter sind Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg. Für die repräsentative Studie werden regelmäßig 20 000 Haushalte in Deutschland befragt. Zusätzlich hat die GfK Antworten von 5000 Haushalten zum Thema Wellness ausgewertet.

Informationen zur ITB: www.itb-berlin.de

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