Deutlicher Mitgliederrückgang im Tennis-Bezirk

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Für gute Jugendarbeit im Tennis-Bezirk E wurden 22 Vereine bei der Mitgliederversammlung geehrt - darunter auch der TB Weilheim.
Für gute Jugendarbeit im Tennis-Bezirk E wurden 22 Vereine bei der Mitgliederversammlung geehrt - darunter auch der TB Weilheim. (Foto: Wolfgang Fritz)

Bei den Mitgliederzahlen hat es im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang im Tennis-Bezirk E gegeben. Das teilte der Bezirksvorsitzende Dieter Kinkelin (Tuttlingen) bei der Mitgliederversammlung vor über hundert Vereinsvertretern in Horb mit. Derzeit sind noch 25 000 Mitglieder in 162 Vereinen aktiv.

Lag der Tennis-Bezirk vor einem Jahr in dieser Statistik noch an der Spitze, ist die Region nun ans Ende gerutscht. Ursache für die unerfreuliche Entwicklung ist wohl die Tatsache, dass sich zwei Vereine ganz aufgelöst haben. In seinem Jahresrückblick erklärte Kinkelin, dass die Planung der Winterhallenrunde immer schwieriger werde, weil nicht genügend Hallen vorhanden sind. Weitere Probleme würden nach Abschluss der Runde mit den Hallenbesitzern besprochen.

Horbs Oberbürgermeister Peter Rosenberger erklärte, dass seine Stadt in der Tennisplatzdichte wohl führend sei. Auf 25 000 Einwohner kommen in Horb 35 Tennisplätze. Tennis-Höhepunkte sind jedes Jahr die Stadtmeisterschaften und das mit 25 000 Dollar dotierte Damen-Turnier in Bildechingen. Neidisch wurden die Vereinsvertreter als Rosenberger von der Vereinsförderung der Gemeinde berichtete. Die Ten-

nisclubs werden pro Platz und lizenziertem Trainer gefördert. Ebenso wird der Einsatz bei der Aktion Schule-Verein belohnt. Neu ist auch ein Bundesfreiwilligen-Dienst, der den Vereinen helfen kann.

Mitgliedsbeiträge werden erst einmal nicht erhöht

Ulrich Lange, Präsident des Württembergischen Tennisverbands, betonte, dass sich der Tennissport im Land in „ruhigem Fahrwasser“ befinde. Dafür hätten sowohl die Verantwortlichen des Deutschen Tennis Bundes als auch die sportlichen Erfolge der deutschen Spitzenspieler gesorgt. Lange versprach, dass wegen der Sanierung des Landesleistungszentrums in Stammheim zumindest in den nächsten drei Jahren keine Beitragserhöhung notwendig sei. Er wies auf den Fed-Cup-Partie gegen Tschechien in der Stuttgarter Porsche-Arena hin. Der Verband bezuschusst jede Karte für Jugendliche, sodass diese für 15 Euro Spitzentennis mit den besten Damen der Welt sehen können.

Schatzmeister Berthold Göbes (Dettingen) erwähnte, dass die Geschäftsstelle des WTB die Kasse führt und auch den Budgetplan erstellt. Er selbst prüft alle Rechnungen auf sachliche Richtigkeit und weist Zahlungen an. Göbes wurde einstimmig entlastet.

Mit der Ehrennadel „Bronze Versilbert“ des Verbandes wurden Richard Riedlinger (Rosenfeld) für seine Arbeit als Referent für Breitensport und Günter Braun (Freudenstadt), der sich seit 2002 um die Kooperation Schule-Verein kümmert, ausgezeichnet. In diesem Bereich ist der Tennissport mit 600 Kooperationen im Land führend.

Verbandssportwart Rolf Schmid (Biberach) informierte über die Mitgliederbefragung des DTB zur geplanten Leistungsklassen-Reform, an der 8000 Tennisspieler teilgenommen haben. Es gab deutliche Unterschiede zwischen den Meinungen von Alt und Jung sowie von Turnier- und Freizeitspieler. Einig war man sich darin, dass bei Format und Zählweise sich nichts ändern dürfe. Positiv bewertet wird, dass alle Mannschaften nach der LK ihrer Spieler aufgestellt werden müssen. Bei den Themen Maluspunkte für Niederlagen, getrennte Wertung fürs Doppel, häufigeres Erscheinen der LK-Listen gab es unterschiedliche Meinungen. Gelobt wurde auch die Absicht des DTB, eine in allen Verbänden gleich lautende Wettspielordnung zu schaffen. „Aber das wird zäh“, meinte Schmid.

Kleinigkeiten sollen bei der Delegiertenversammlung des WTB an der Wettspielordnung geändert werden. Einige Anträge, auch von Dieter Kinkelin, befassen sich mit der Wertung von Verbandsspielen. Im Anschluss wurden mit Angelika Kopf (Ebingen), Claus Eberwein (Tübingen), Gerhard Frommer (Hechingen), Herwig Klein (Spaichingen), Conny Link (Gomaringen) und Martin Sülzle (Rosenfeld) die sechs Delegierten gewählt, die zusammen mit dem Bezirksvorsitzenden und Bezirkssportwart Wolfgang Fritz (Trossingen) den Bezirk bei der Versammlung in Nürtingen vertreten.

Gut besucht waren die vier Arbeitskreise. Lange sprach mit den Vorsitzenden über die Sportreform in Deutschland. Im Gespräch mit den Sportwarten informierten Schmid und Fritz über die Durchführung der Hallenrunde, die Wettspielordnung und die Veranstaltung von Turnieren. Jugendwartin Birgitt Blümer beantwortete Fragen zur Verbandsrunde, die wegen der Ganztagsschule immer mehr zum Problem wird. Braun gab Anregungen zum Thema Schule-Verein. Im Arbeitskreis Breitensport sprach Riedlinger über Änderungen der Hobbyrunde und gab die Gruppeneinteilung sowie Spielpläne aus. Übungsleiter Thomas Schmid (Oberndorf) wies auf seine Lehrgänge für Tennis-Assistenten hin.

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