Der Vorsitzende Julius Storkenmaier über den Schalmeienverein Aulendorf: "Man muss ein musikalisches Gehör besitzen"

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Schwäbische Zeitung

SZ: Herr Storkenmaier, welche Kostüme trägt der Schalmeienverein Aulendorf?

Julius Storkenmaier: Als lokalen Bezug zum Schloss Aulendorf haben wir als Motiv für unsere Umzugstracht die des Musketiers gewählt. Die Fasnetkostüme dagegen haben wir frei nach unserer Fantasie entwickelt. Wir schneidern unsere farbenfrohen Kostüme selber, alle Vereinsmitglieder helfen da zusammen.

SZ: Welche Fähigkeiten muss man mitbringen, wenn man in den Verein eintreten möchte?

Storkenmaier: Noten lesen muss man nicht können, aber ein musikalisches Gehör besitzen. Wichtig ist mir, dass die Mitglieder pünktlich und zuverlässig die Musikproben besuchen. Ansonsten legen wir in unserem Verein auch Wert auf Geselligkeit.

SZ: Was ist eine Schalmei?

Storkenmaier: Eine Schalmei ist ein Instrument, dass aus acht Hörnern besteht. Es hat für jeden Ton ein Horn. Ein gutes neues Schalmeiinstrument kostet zwischen 800 und 1200 Euro. Ursprünglich sind die heutigen Schalmeien von den Signalhupen der Berliner Radvereine aus der 1930er-Jahren abgeleitet. Die Schalmeienmusik kann mit halben oder ganzen Tönen gespielt werden.

SZ: Auf welchen Veranstaltungen spielt der Schalmeienverein?

Storkenmaier: Wir sind jedes Jahr bei der Aulendorfer Stadtfasnet dabei, beim Bürgermeister Absetzen und Schulauskehren sowie auch bei anderen Fasnetumzügen. Im Jahr 2000 haben wir auf Einladung der ungarischen Gemeinde Balaton-Szarso am Plattensee gespielt, sowie 2003 in Dresden. Auch das Aulendorfer Stadtfest ist ein fester Termin. Dort veranstalten wir die größte Tombola in Oberschwaben mit etwa 2500 Preisen.

SZ: Treffen sich die Vereinsmitglieder auch privat?

Storkenmaier: Ja, natürlich. Der Zusammenhalt der Vereinsmitglieder ist uns wichtig. Geburtstage feiern wir gemeinsam. Am 1. Mai machen wir immer einen Ausflug mit dem Fahrrad oder gehen wandern. Im Sommer treffen wir uns zu Grillfesten.

SZ: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Storkenmaier: Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir mehr jugendlichen Nachwuchs bekommen und unseren Verein vergrößern können. Ich hoffe, dass die Kameradschaft und das schöne Miteinander in unserem Verein erhalten bleiben.

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