Der Vorsitzende Jochen Wehrle über die Eisenbahnfreunde Bad Waldsee: Die Freude am Hobby verbindet

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Schwäbische Zeitung

Frage: Herr Wehrle, warum lohnt es sich, bei den Eisenbahnfreunden Bad Waldsee Mitglied zu werden?

Jochen Wehrle: Für jeden, der sich dem Eisenbahnmodellbau verschrieben hat, gibt es in der Gemeinschaft Anregungen und Tipps, fachliche Beratung für sein Hobby an den wöchentlichen Clubabenden, die er dann auch zu Hause verwenden kann. Sollten dort beim Bau Probleme auftreten, kann in der Gemeinschaft eine Problemlösung herbeigeführt werden. Die Gemeinschaft trägt auch dazu bei, dem Alltagsstress zu entfliehen und beim gemeinsamen Hobby zu entspannen.

SZ: Was ist das Besondere an Ihrem Verein?

Wehrle: Das Besondere bei den Eisenbahnfreunden ist die lockere Atmosphäre und wie Probleme angegangen werden. Des Weiteren ist gewährleistet, mit Gleichgesinnten im Club und in der Schwabenrunde zusammenzukommen, um fachsimpeln zu können. Freude bereitet auch, am Anlagenbau mitzuwirken und somit stolz auf das Geleistete sein zu können. Gleichzeitig erfährt man auch bei Ausstellungen, wie vor kurzem in Fürstenfeldbruck, Anerkennung über das Geleistete, sei es im Geländebau, Digitalisierung oder PC-Steuerung.

SZ: Muss ein Interessierter eigentlich besondere Voraussetzungen erfüllen, um bei Ihnen Mitglied zu werden?

Wehrle: Nur zwei Voraussetzungen sollte ein Mitglied mitbringen. Zunächst sollte ein gewisser Integrationswille vorhanden sein und zum Zweiten die Freude am Hobby. Alles andere ergibt sich dann von selbst. Gerne können Interessierte am Dienstagabend bei uns zum Schnuppern in den Vereinsraum, hinter der Gaststätte Schwarzer Vere in der Steinenberger Straße ab 19.30 Uhr kommen.

SZ: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft der Eisenbahnfreunde Bad Waldsee?

Wehrle: Die erstellte Anlage weiterzuentwickeln im Anlagenbau sowie der Elektronik. Auch wollen wir uns weiter auf Ausstellungen zeigen. Und in jedem Jahr – diesmal am 13. Dezember – ist es uns ein Anliegen, in der Stadthalle mit einer Börse präsent zu sein und dabei unsere Anlage der Bevölkerung vorstellen zu können. Gerne nehmen wir noch Mitglieder in unseren Reihen auf.

SZ: Was gibt es denn noch über die Eisenbahnfreunde Bad Waldsee zu berichten?

Wehrle: Die Eisenbahnfreunde setzten sich zum Ziel, eine clubeigene Anlage zu erstellen. Diese sollte nach der Norm „Nordmodul“ gebaut werden. Nordmodule sind Anlagenteile, Abmessungen sind festgelegt (genormt). Die einzelnen Module können beliebig zusammengesetzt werden. Der Auf- und Abbau kann somit schnell erfolgen. Nachdem ein geeigneter Raum in der Steinenenberger Straße gefunden werden konnte, begann die Erstellung der Anlage in einer abgewandelten Form des Nordmodules. Bis zum heutigen Tage verfügen wir über 20 Module, die zusammengesetzt bis zu einer Länge von circa 30 Metern führen. Betrieben werden kann die Anlage mit Gleich- und Wechselstrom, allerdings digital und zusätzlich über PC-Fahrstraßensteuerung.

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