Der richtige Bildaufbau: Auf das Auge kommt es an

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Deutsche Presse-Agentur

Die Qualität eines Fotos hängt nicht allein vom Motiv ab, sondern vor allem von den gestalterischen Fähigkeiten des Fotografen. Dieser könne den althergebrachten Regeln der Bildgestaltung folgen oder sie bewusst brechen.

Das erläutert der Photoindustrie-Verband in Frankfurt. Entscheidend sei es, Punkte, Linien, Flächen und Kontraste im Bild so zu platzieren, dass der Aussagewert des Motivs, aber auch die Aufmerksamkeit des Betrachters erhöht werden.

Der Fotograf sollte sich den Experten zufolge die übliche Bild-Betrachtungsweise des Menschen zu Nutze machen: Beim Abtasten eines Bildes gehe das Auge in der Regel von links nach rechts sowie von links oben nach rechts unten. Ebenso wie beim Lesen beginne man also bei der Betrachtung einer Aufnahme in der linken oberen Ecke. Wenn das Auge durch dunkle Partien am normalen beziehungsweise gewohnten Eintritt in die Bildfläche gehindert wird, entsteht ein überraschender und fremdartiger Eindruck, wodurch der Betrachter in den Bann gezogen werden kann.

Allerdings führe das theoretische Wissen um die Bildkomposition nicht automatisch zu einem guten Foto. Übung mache auch in der Fotografie den Meister, so die Experten. „Wer unsicher ist, der sollte immer wieder mit der Perspektive spielen.“ Mit der Zeit bekomme man ein Gefühl für den wirkungsvollsten Bildaufbau.

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