Der Große Preis von Singapur

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Schwäbische Zeitung

Ort: Singapur Offizieller Name: Singapore F1 Grand Prix Street Circuit Streckenlänge: 5,067 km Rundenzahl: 61 Renndistanz insgesamt: 309,087 km Internet: www.singaporegp.sg Letzter Sieger: 2008 Fernando Alonso (Renault)

Spektakuläre Bilder, volle Zuschauerränge, hohe Einschaltquoten und meist zufriedene Fahrer lieferten 2008 einen hervorragenden Einstand Singapurs in den Rennzirkus der Formel 1.

Das Konzept Flutlichtrennen ging für Veranstalter und Teams voll auf. Das Echo war weltweit positiv. Alleine der ungewohnt freie Blick in die Visiere der Fahrer lieferte völlig neue Aufnahmen, dazu die sensationelle und perfekt inszenierte Hafenkulisse in Singapur ? einen nette Abwechslung zu den neuen Wüstenstrecken.

Dennoch gab es auch Kritik. Viele Fahrer monierten die bucklige Strecke mit harten Bodenwellen. Außerdem gebe es zu wenige Überholmöglichkeiten. An beiden Punkten wurde bereits gearbeitet. Die Bodenwellen wurden entschärft und zwei Kurven angepasst um zusätzlichen Platz für Überholmanöver zu bieten. Insgesamt entspricht Singapur einem typischen Stadtkurs: Eng mit vielen winkeligen Kurven, ohne lange Topspeed-Strecken und nur geringen Auslaufzonen.

Fahrfehler haben in Singapur meist einen direkten Einschlag in die Streckenbegrenzung zur Folge. Zweimal musste das Safety Car bei der Premiere ausrücken, um „gestrandete“ Fahrer wie Nelson Piquet oder Adrian Sutil zu bergen. Davon profitierte Renault-Pilot Fernando Alonso. Der Spanier fuhr - von hinten getsratet - ein souveränes Rennen und konnte die Safety Car-Phasen ideal nutzen.  Er gewann als erster Fahrer ein Nachtrennen in der Formel 1. Auch der Wiesbadener Nico Rosberg hatte im Williams Grund zum Jubeln. Mit Rang zwei erzielte er sein bestes Saisonergebnis.

Ferrari sorgte mit einem total vermasselten Tankstopp für die Negativschlagzeilen in Singapur. Felipe Massa war in Führung liegend noch mit eingeklingtem Tankschlauch beim Boxenstopp losgefahren. Am Ende der Boxengasse musste der abgerissene Schlauch dann mühsam von den Technikern entfernt werden und Massa verlor mit Rang 13 am Ende wichtige Punkte im WM-Kampf.

(Stand: März 2009)

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