Der FC Wangen will unbequem sein

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 Der FC Wangen spielt in der Verbandsliga in Leinfelden-Echterdingen.
Der FC Wangen spielt in der Verbandsliga in Leinfelden-Echterdingen. (Foto: colourbox.com)

Der FC Wangen gastiert am Sonntag um 15 Uhr in der Fußball-Verbandsliga bei Calcio Leinfelden-Echterdingen. Die Wangener benötigen als Tabellenelfter weiterhin jeden Zähler, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Diese Saison haben sich sowohl der FC Wangen als auch Leinfelden-Echterdingen anders vorgestellt. Als Vorjahresfünfter hat Wangen das Ziel Nichtabstieg ausgegeben – dass es so eng werden würde, hätten sich die Allgäuer natürlich nicht gewünscht. Leinfelden-Echterdingen liegt als Tabellenachter zwar fünf Zähler vor Wangen, hat sich aber auch deutlich mehr erhofft. Aller Sorgen im Abstiegskampf haben sich die Gastgeber noch nicht entledigt, „Calcio braucht noch einen Sieg, um ganz sicher zu gehen“, sagt Wangens Trainer Adrian Philipp. Mit Jose Alex Ikeng hat sich Calcio in der Winterpause deutlich verstärkt, um nicht doch den Gang in die Landesliga antreten zu müssen. Der 31-jährige Kameruner hat seine fußballerische Ausbildung beim VfB Stuttgart genossen und beim FC Ingolstadt Zweitligaluft geschnuppert.

Ziel ist der Aufstieg

Dass der Verein in den kommenden Jahren um die Meisterschaft mitspielen und in die Oberliga aufsteigen will, daraus macht Trainer Francesco Di Frisco kein Geheimnis. „Auf Dauer will ich nicht um die goldene Ananas spielen, sondern um Titel.“ Aber erst mal gilt es für Calcio, in der laufenden Saison den Klassenerhalt zu schaffen. Am vergangenen Spieltag geriet Leinfelden-Echterdingen beim Ligaprimus Dorfmerkingen nach vier Siegen in Folge mit 1:5 unter die Räder. „Toller Fußball von uns, überragend. Spielerisch der beste Auftritt, seit unsere Mannschaft in der Verbandsliga ist“, sagte Di Frisco dennoch.

Dass man Calcio nicht an dem Ergebnis in Dorfmerkingen messen darf, weiß Adrian Philipp. „Die haben für mich den individuell bestbesetzten Kader in der Verbandsliga.“ Wangen muss am Sonntag eine Topleistung abrufen, um in Leinfelden-Echterdingen bestehen zu können. „Wir müssen deren Qualität in den Griff bekommen und läuferisch viel investieren.“ Dass die Wangener dazu in der Lage sind, haben sie beim 4:0-Heimsieg, was zugleich der erste Saisonsieg am zehnten Spieltag war, eindrucksvoll unter Beweis gestellt. „Wir können und müssen am Sonntag eklig spielen“, fordert Philipp. „Calcios Trainer rotiert brutal viel, da werden schon mal sechs Spieler in der Startelf getauscht, daher sind sie schwer berechenbar.“ So viel Auswahl hat Philipp nicht. Djamel Eddine Yachir hat sich beim Spiel der zweiten Mannschaft die Achillessehne gerissen. Erik Biedenkapp musste gegen Tübingen zur Halbzeit ausgewechselt werden und fehlt ebenfalls. Philipp will die lange Heimreise dennoch nicht ohne Zähler antreten. „Ein Punkt wäre in Ordnung, aber der sollte es auch mindestens sein.“

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