Der Fürst erhebt Stempelgebühren

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Die Stempel-Gebühr war erlassen worden, um schriftlichen Dokumenten einen höheren Grad an Beweiskraft und Authentizität zu geben. Laut Verordnung „soll dahier ein eigenes Stempelamt errichtet werden, bey welchem die benöthigten Gattungen von Stempelpapier zu erheben sind, welchem gegen vierteljähriger Rechnung und erfolgende Baarzahlung mit einem Rabatt jedes unserer Aemter sich die gehörige Quantität anzuschaffen hat“.

Bezüglich der verschiedenen Stempel und ihres Gebrauchs sowie bezüglich der Stempelgebühren enthält die Verordnung zahlreiche Bestimmungen, und vor Mißbrauch wird gewarnt: „Wer unsem Stempel nachzugraben sich erkühnt, wird als ein Verfälscher landesherrlicher Insiegel peinlich bestraft“.

Eine Stempel-Einteilung war erfolgt in „Steigerungsstempel“ und ,,Klassenstempel“. Zu den „Steigerungsstempeln„ zählte man ,jene Instrumente, Urkunden und Fertigungen, welche auf eine bestimmte Geldsumme oder auf einen bestimmten Geldwerth lauten“. Dazu gehörten unter anderem Kauf-, Tausch-, Pfand-und Stiftungsbriefe, Privatschuldscheine, Privatschuldverschreibungen, Heiratsbriefe oder Pachtverträge.

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