Der EV Lindau fährt zum langjährigen Rivalen

 Nach dem Heimsieg gegen den HC Landsberg (re. Florian Reicheneder) und dem guten Auftritt in Rosenheim hoffen die EV Lindau Isl
Nach dem Heimsieg gegen den HC Landsberg (re. Florian Reicheneder) und dem guten Auftritt in Rosenheim hoffen die EV Lindau Islanders (li. Fabian Birner, Goalie Matthias Nemec) auch in Höchstadt auf Punkte. (Foto: Christian Flemming)
Lindauer Zeitung

Drei Punkte gegen Landsberg ergattert, den Starbulls in Rosenheim erst nach starkem Kampf knapp unterlegen: Die Formkurve der EV Lindau Islanders in der Eishockey-Oberliga Süd zeigt nach oben. Dies ist vor dem kommenden Spiel laut Mitteilung der Islanders auch sehr wichtig, denn es geht gegen die Höchstadt Alligators, die nur wenige Punkte vor den Islanders liegen.

Am Freitag (20 Uhr) gastieren die Islanders beim langjährigen Konkurrenten aus Höchstadt im Aischgrund. Das Spiel gibt es wie gewohnt bei Sprade TV zu sehen – beim Streaminganbieter gibt es aufgrund der verschärften Situation speziell der bayerischen Vereine eine leichte Preiserhöhung.

Starke Verstärkungen für die Alligators

Die Alligators aus Höchstadt sind für die Lindauer keine Unbekannten. In der vergangenen Saison waren die Alligators die Überraschungsmannschaft der Oberliga Süd. Vom prognostizierten Kellerkind eilten sie von Sieg zu Sieg und am Schluss bis in die Halbfinal-Play-offs der Oberliga Süd. Die Mannschaft von Trainer Mikhail Nemirosky blieb in großen Teilen zusammen. Seit dem letzten Aufeinandertreffen Ende Oktober, das die Islanders im Penaltyschießen gewannen, hat sich im Team der Alligators personell aber ein bisschen was getan. Stürmer Daniel Maul verließ die Alligators ebenso wie der US-amerikanische Importspieler Austin Albrecht. Als Ersatz haben die Höchstadter aber namhafte Verpflichtungen präsentiert. Von den Krefeld Pinguinen aus der Deutschen Eishockey-Liga kam als neuer Importspieler der Russe Nikita Shatsky und vom DEL2-Aufsteiger Selber Wölfen wechselte der junge Stürmer Maxim Kryvorutskyy nach Höchstadt.

„Man sieht also schon: Die Alligators haben sich zum ersten Aufeinandertreffen sicherlich nicht verschlechtert“, teilen die Islanders mit. Beide Mannschaften sollten, um den Anschluss ans Mittelfeld zu halten, am besten dreifach punkten. Beide Mannschaften lieferten sich in der Vergangenheit oft enge Duelle mit dramatischen Spielverläufen. Nach den guten Eindrücken in den jüngsten Begegnungen – Siege gegen Füssen und Landsberg sowie der gute Auftritt in Rosenheim – hoffen die Lindauer darauf, dass sie die drei Punkte an den Bodensee mitnehmen können.

Übertragungen bei SpradeTV kosten mehr

Die Höchstadter haben zwei Erfolgserlebnisse im Rücken: Am vergangenen Sonntag bezwangen die Alligators auswärts den HC Landsberg mit 6:3, am Dienstagabend gab es im Nachholspiel beim EV Füssen einen 6:4-Sieg. Am Sonntag (18 Uhr) empfangen die Islanders den SC Riessersee im Lindauer Eichwald.

Für die Eishockeyclubs in der Oberliga werden die Zeiten noch schwieriger. In Bayern dürfen ab sofort nur noch 25 Prozent und in Baden-Württemberg 50 Prozent der eigentlich möglichen Besucher in die Oberligahallen. Es gilt die 2G-Plus-Regel. Nur Genesene und Geimpfte haben Zutritt, sie benötigen zudem einen aktuellen negativen Schnelltest und müssen während der Spiele konsequent den Mund-/Nasenschutz tragen.

Das alles sind finanzielle Herausforderungen für die Oberligisten, die aber immerhin den Spielbetrieb aufrechterhalten können. Alle Partien werden weiterhin bei SpradeTV übertragen. „Die Situation erfordert eine Preisanpassung für die Einzelbuchung auf 8,90 Euro“, teilte der Streaminganbieter mit. „Die gesamte Liga und jeder einzelne Verein hofft und zählt weiterhin auf die Unterstützung aller Eishockey-Begeisterten und Fans.“ Die Preisanpassung stelle einen wichtigen Baustein dar, um die wirtschaftliche Lage der Oberliga nicht zu gefährden. „Die Oberligisten hoffen, dass die Maßnahme mit Verständnis von den Zuschauern bei SpradeTV angenommen wird“, heißt es.

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