Den großen Worten folgen die Taten

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Es sind die wichtigen Punkte, die einen Gegner zermürben können. Lukas Divis blockte im zweiten Spielabschnitt mit einer Hand den kubanischen Außenangreifer Salvador Hidalgo zum13:11 für den VfB. Idi verwertete ein gutes Zuspiel von Lukas Tichacek zum 16:14. Beide Außenangreifer des VfB sorgten damit für die Wende im zweiten Durchgang. Solche Punkte kamen gestern in allen Sätzen fast immer zum richtigen Zeitpunkt und hinterließen beim Gegner Ratlosigkeit.

Schöpferische Pause

VfB-Cheftrainer Stelian Moculescu gab Georg Grozer eine schöpferische Pause und brachte Lukas Divis für ihn. Ansonsten spielten die üblichen Verdächtigen (Lukas Tichacek, Sung-Min Moon, Juliano Bendini, Joao José, Idi und Libero Markus Steuerwald). Lukas Divis hatte sich vor der Partie mit seinen Äußerungen weit aus dem Fenster gelehnt: "Wir sind zehnmal besser als die Netzhoppers und gewinnen zu 15,16,15", sagte er.

Vielleicht haben die Gäste diese Aussage gestern gelesen und waren deshalb hochmotiviert und konzentriert. Mirko Culic konnte auf Matthias Böhme zurückgreifen, Florian Karl und Sebastian Prüsener waren nicht dabei. Der Rest der Mannschaft ärgerte den VfB im ersten Spielabschnitt gewaltig. Kein Team konnte einen Vorsprung halten. Beim Stande von 21:21 machten die Gäste drei Angriffsfehler und Idi blockte Böhme, den besten Angreifer der Gäste - wieder so ein wichtiger Punkt. Der zweite Durchgang war bis zu den Schlüsselszenen ebenfalls ausgeglichen. Danach spielte der VfB konstanter und ließ nichts mehr anbrennen. Netzhoppers Coach Mirko Culic wechselte kräftig durch, um seine Stammspieler zu schonen. Stelian Moculescu brachte kurz vor Schluss im Zuspiel Lukas Kampa für Lukas Tichacek.

Im dritten Spielabschnitt setzte Marc Anthony Honore die Akzente. Beim Stande von 6:6 kam er für Bendini und der Mittelblocker machte nicht nur sechs Punkte, sondern verwertete auch den Matchball. "Wir haben ganz ordentlich gespielt, sicher gab es die eine oder andere kritische Phase. Die Netzhoppers haben eine gute Feldabwehr gezeigt. Marc hat seine Sache, als er reinkam, ganz gut gemacht und Lukas (Divis) hat gespielt, weil er unter der Woche gut trainiert hat. Er hat sich mit seinem Interview selbst unter Druck gesetzt. Es ist aber erfrischend, wenn einer mal so einen raushaut - er hat seine Sache einfach ordentlich gemacht, auch wenn er im Ergebnis etwas daneben lag", sagte Stelian Moculescu.

"Wir mussten ohne Karl und Prüsener auskommen. Gut, dass Böhme spielen konnte und seine Sache ordentlich gemacht hat. Ich hoffe, dass alle drei am Wochenende gegen den SCC wieder voll einsatzfähig sind. Aber wir haben eigentlich ganz gut ausgesehen, gerade auch in der Feldabwehr", meinte Mirko Culic.

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