Haben die Gründung der ZÄLB mit ihren Unterschriften notariell beurkundet: Oberbürgermeister Gerold Rechle (links), Sana-Geschäf
Haben die Gründung der ZÄLB mit ihren Unterschriften notariell beurkundet: Oberbürgermeister Gerold Rechle (links), Sana-Geschäftsführerin Beate Jörißen und Kreiskämmerer Holger Adler. (Foto: Stadt Laupheim)
Schwäbische Zeitung

Die Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH hat gemeinsam mit dem Landkreis und der Stadt Laupheim die Gründung der Zentrum für Älterenmedizin im Landkreis Biberach GmbH (ZÄLB) am vergangenen Donnerstag formal vollzogen. Darüber informieren die Sana-Kliniken in einer Pressemitteilung. Ein weiterer Meilenstein zur Neuordnung der klinischen Strukturen im Landkreis Biberach werde mit diesem Schritt erreicht.

Was sich mit der Neuausrichtung der Gesundheitsversorgung im Landkreis Biberach für den Standort Laupheim ändert? „Eine bedarfsgerechte, wohnortnahe stationäre und ambulante medizinische Versorgung soll zukünftig bekanntermaßen mit dem Neubau des Gesundheitszentrums sichergestellt werden“, heißt es in der Mitteilung. Das Konzept fuße auf vier sektorenübergreifenden Säulen, bestehend aus niedergelassenen Ärzten, medizinnahen Einrichtungen und therapeutischen Praxen, dem Wohnparkkonzept der St. Elisabeth Stiftung sowie dem klinischen Bereich der ZÄLB. Die klinische Säule des Zentrums für Älterenmedizin werde aus einer internistischen Hauptabteilung mit 30 Betten sowie einer geriatrischen Rehabilitation mit 50 Betten bestehen.

Die neue Gesellschaft soll mit der Inbetriebnahme des Klinikneubaus in Biberach den operativen Betrieb in Laupheim aufnehmen, teilen die Sana-Kliniken mit. Mit der notariellen Beurkundung und der damit verbundenen Gründung der ZÄLB könnten nun die notwendigen Schritte eingeleitet werden.

Den Gründungsvertrag unterzeichneten Sana-Geschäftsführerin Beate Jörißen, Laupheims Oberbürgermeister Gerold Rechle und Kreiskämmerer Holger Adler. In einem nächsten Schritt sollen die Vorbereitungen für die bauliche Umsetzung des neuen Laupheimer Gesundheitszentrums starten.

„Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei allen Projektbeteiligten über alle Institutionen hinweg für das Engagement, den konstruktiven Austausch und die Tatkraft für die gemeinsame Sache bedanken“, kommentierte Sana-Regionalgeschäftsführer Andreas Ruland.

Die medizinischen Bedürfnisse von älteren Menschen hob Landrat Heiko Schmid hervor: „Medizinische Eingriffe erfordern besondere Expertise, Heilprozesse dauern mitunter länger, die Rehabilitation gestaltet sich aufwändiger“, sagte er. Laut Prognosen des Statistischen Landesamts werde 2030 jeder vierte Kreisbewohner über 65 Jahre alt sein. Eine auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtete medizinische Versorgung werde entsprechend immer wichtiger.

„Durch diesen Schritt kann der Bau des neuen Gesundheitszentrums in Laupheim weiter tatkräftig verwirklicht werden, auf den wir nun viele Monate und trotz unzähliger Hindernisse erfolgreich hingearbeitet haben“, sagte OB Rechle. „Gerne will ich nun die Laupheimer Ärzteschaft dazu aufrufen, sich bei Interesse an möglichen Praxisflächen im Gesundheitszentrum bei mir zu melden, damit wir schnellstmöglich das Projekt weiter voranbringen können.“

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