Das wird nicht einfach

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Das wird nicht einfach
Das wird nicht einfach

Ein „gemähtes Wiesle“ wird das für den neuen Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin im Kulturbüro nicht: Die Aufgabe lautet, die Kultur im Bahnhof Fischbach neu zu erfinden. Wie kann es gelingen, allen bestehenden Angeboten aus dem Weg zu gehen sowie mit neuen Konzepten ein großes Publikum anzusprechen? Anders als das k42 kriegt man den Bahnhof Fischbach mit 100 Leuten nicht voll. Die Latte, die über Erfolg oder Misserfolg der neuen Konzepte entscheidet, hängt also ziemlich hoch.

Ein Programm zu entwickeln, das keinem anderen „Kulturmacher“ in Friedrichshafen ins Gehege kommt, grenzt an die Quadratur des Kreises. Nicht leichter wird es, weil das von der Stadt ebenfalls gewollte und geförderte Kulturquartier im Fallenbrunnen seine künftigen Programmstrukturen erst noch entwickeln muss. Zur etablierten Kleinkunst des Theaters Atrium und dem Filmprogramm des Kinos Studio 17 dürften sich im Fallenbrunnen noch weitere Formate gesellen. Man kann davon ausgehen, dass es noch vieler Gespräche bedarf, bis beide Seiten wissen, was sie machen wollen und wie sie sich inhaltlich aus dem Weg gehen können.

Richtig ist aber auch: Mit seinem Programm im Kiesel hat das Kulturbüro schon vor Jahren bewiesen, dass sich neue Kulturspielorte mit neuen Konzepten in Friedrichshafen etablieren lassen. Freilich war damals im Fallenbrunnen noch nicht der große Aufbruch angesagt und das GZH wurde noch nicht von Matthias Klingler geleitet, der sich ebenfalls Gedanken um ein innovatives Kulturprogramm seines Hauses macht. Dem Anspruch gerecht zu werden, mit neuen Angeboten keinem auf die Füße zu treten, wird schwieriger, je mehr Akteure sich auf dem kulturellen Parkett tummeln und je bewegter es darauf zugeht.

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