Die knapp 50 Musiker bieten einen hochwertigen und vielseitigen Musikabend.
Die knapp 50 Musiker bieten einen hochwertigen und vielseitigen Musikabend. (Foto: Tanja Schittenhelm)
Tanja Schittenhelm

Am Samstagabend war es wieder soweit, der Musikverein Niederstaufen lud zu seinem traditionellen Jahreskonzert nach Schlachters ein. Eröffnet wurde das Konzert – welches den musikalischen Höhepunkt im Jahresverlauf des Musikvereins bildet – auch in diesem Jahr wieder von der Jugendkapelle Leiblachtal. Das erste Stück „Young Fanfare“, eine einfache aber klangvolle Fanfare vom Tiroler Komponisten Martin Scharnagl, wurde unter der Leitung von Carolin Traut dargeboten. Mit dem folgenden Stück, einem interessanten Medley von Pink, arrangiert von Alecia Moore, übernahm Oliver Stohr den Taktstock und schenkte, gemeinsam mit seinem jungen Orchester, den Zuhörern mit „A Song for you“ von Otto M. Schwarz noch eine Zugabe. Mit viel Applaus bedacht, konnte jeder im Saal sehen, dass im Leiblachtal ein sehr talentierter Nachwuchs heranreift.

Gottschalk blickt zurück

Neu-Vorstand Matthias Gottschalk begrüßte im Anschluss alle Gäste und gab einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr. Das mit einem Generationenwechsel in der Vorstandschaft und dem Dirigentenwechsel so einiges zu bieten hatte. Sein Debüt, und das beim Jahreskonzert, gab an diesem Abend Fabian Börner, der die Leitung in diesem Jahr von Silvia Drews übernommen hat. Mit dem Thema „Das Wasser – Leben und Tod, Gefahr und Hoffnung“ waren die Neugier und die Erwartungen auf das bevorstehende Konzert groß. Auch dazu sagte Gottschalk ein paar Worte, der den Vorstand von seinem Vater übernommen hat und nun zusammen mit Tanja Höß und Daniel Motz den Verein anführt. Das Thema also, eine Zusammenfassung des Aktuellen, ohne die Verluste und das Vergangene zu vergessen, mit Blick in die Zukunft.

Durch das Programm an diesem Abend führte Fabian Frey, der anhand einer fiktiven Geschichte über die Tagebuchaufzeichnungen eines britischen Kapitäns aus dem 18. Jahrhundert die einzelnen Stücke beschrieb.

Den Anfang machte „Water Music“ von Georg Friedrich Händel, eine klassische und festliche Fanfare arrangiert von Robert Longfield. Das zweite Stück „Blue Hole“ von Thomas Asanger beschrieb die Gefahren des Meeres, hier benannt nach dem bekannten und gefährlichen Tauchspot im Roten Meer. Darauf folgten sehr fließende Töne bei James Swearingens „Follow the River“.

Der Ehrungsmarsch „Mit vollen Segeln“ von Klaus Strobl spann den Bogen zu den verdienten Ehrungen in diesem Jahr, wobei Christoph Kick für zehn Jahre, Andrea Fuchs für 25 Jahre sowie Albert Sutter und Lothar Schneider für jeweils 40 Jahre aufopferungsvolle und treue Mitgliedschaft geehrt wurden.

Nach der Pause ging es, dem Thema des Abends entsprechend, stimmungsvoll mit „Die Moldau“ weiter, einem anspruchsvollen Stück von Bedrich Smetana, das von Willy Hautvast arrangiert wurde. Danach wurde es interessant und abwechslungsreich mit der ruhigen und schwer anmutenden Komposition „Loch Ness“, einer schottischen Melodie von Johan de Meij. Was gibt es besseres als „Ein Abend am Meer“, in Vaclav Vackars Stück machen schwere Töne den Anfang, bevor es in etwas leichtere und stimmungsvollere Klänge übergeht. Den Abschluss machte die Ballade „Bridge over troubled Water“ von Paul Simon, hier arrangiert von Marcel Saurer. Ein begeistertes Publikum im vollbesetzten Haus des Gastes wollte noch mehr, und so gab es mit „Down by the Riverside“ und „Sieben Brück-en“ noch zwei Zugaben, bevor ein kurzweiliger Abend zu Ende ging, an dem wieder einmal klar wurde, dass ein Musikverein weit mehr zu bieten hat als klassische Blasmusik zum Frühschoppen.

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