Das neue Buch der Kißlegger Autorin Armgard Schörle ist ein Roman

Lesedauer: 6 Min
Armgard Schörle (Foto: gh)
Gabriele Hoffmann

Die Lust am Fabulieren, am Schreiben und Texte verfassen begleitet Armgard Schörle schon seit Kindertagen. Mit ihrem Mann, ihren zwei Söhnen und ihren Therapiepferden lebt Armgard Schörle auf einem idyllischen Hof in Oberriedgarten bei Kißlegg. Anfang 2000 kam ihr erstes Buch „Pferdeträume“, heraus, in dem sie ganzheitliche Ansätzen im Reitunterricht mit Kindern thematisiert. „Pferdeträume“ hat sich mittlerweile als Standardwerk zur Reittherapie etabliert und wurde 2009 von der Strategic Book Groupe New York in englischer Übersetzung veröffentlicht.

Vor fünf Jahre hat Armgard Schörle ein neues Projekt in Angriff genommen und begann an ihrem ersten Roman zu arbeiten, der jetzt im Buch und Bildverlag Nagold veröffentlicht und auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde.

„Julie und der Klang des Meeres“ ist der Titel des umfangreichen Werkes über Liebe und die Suche nach dem Sinn des Lebens, von der Entdeckung der Freiheit zu Sein, dem Geschenk der Lebendigkeit und der verbindenden Kraft der Musik.

Geboren wurde die Idee zum Roman schon vor 20 Jahren im Urlaub auf einer kleinen Insel im Mittelmeer, mit Stephanies Frage nach dem Salz im Meer, erzählt Armgard Schörle. Doch sollte noch viel Zeit vergehen, ehe sie intensiv in die Geschichte des Romans eintauchte und den gigantischen Zettelberg, der sich im Lauf der Jahre angesammelt hatte, in Romanform brachte. „Immer wieder habe ich an mir gezweifelt und gefragt, kann ich das überhaupt und will ich es wirklich. Doch der innere Druck war einfach zu groß.“

Junge, kühle Geophysikerin

Julie, die Titelheldin des Romans, eine junge, rational gesteuerte, kühle Geophysikern, beginnt, sich brennende Gedanken über den Zusammenhang der Welt zu machen und bricht aus ihrem bisherigen Leben aus, auf der Suche die tieferen Zusammenhänge zu erfassen.

Es ist eine Reise, die sie aus dem Süden Frankreichs über Baltimore, Berlin, Zürich die Plitvicer Seen in Kroatien, über St. Petersburg und Novosibirsk bis ins mongolische Altaigebirge führt. Zu Beginn der Reise lernt Julie auf der Fahrt nach Zürich Andrej kennen, der aus dem Altai stammt und ähnlich wie sie auf einer inneren Reise zu sich selbst ist. Es ist der Beginn einer leidenschaftlichen Liebe, und für beide beginnt eine lange, spannende Zeit des Fragens und Erkennens. Durch die Begegnung mit Julie keimt in Andrej der drängende Wunsch sich seinen Wurzeln wieder zu nähern und die Orte seiner Kindheit zu besuchen.

Heißer Süden, quirliges Berlin

Armgard Schörle beschreibt die einzelnen Orte der Reise gefühlvoll, ausdrucksstark und atmosphärisch. Wechselt vom heißen Süden ins quirligen Berlin, bis in die Weiten Russlands. Wie der Titel verrät, spielt die Musik in diesem Roman eine wichtige Rolle. Zum einen durch die musikalischen Auftritte der beiden Protagonisten, zum anderen durch viele eingestreute, zur Erzählung passende Songtexte. So von den Scorpions, Cat Stevens, Anne Clarc oder Sade Adu.

„Um die Songtexte im Buch abdrucken zu können, brauchte ich die Genehmigung der Musiker“,erklärt Armgard Schörle, „und das war ein langer und steiniger Weg. Lange Zeit habe ich nicht mehr daran geglaubt die Genehmigung zu bekommen. Wichtig waren vor allem die Scorpions. Sehr geholfen hat mir da mein Bruder Hajo, der in einem persönlichen Brief an die Scorpions die entsprechenden Textstellen aus dem Roman den Songs beifügte, und wirklich, nach zwei Wochen bekamen wir die Genehmigung zum Abdruck.“ Als sie ihr Buch auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt hat, sei ihre Aufregung „riesengroß“ gewesen, erzählt die Autorin. Doch dann sei auf einmal alles ganz einfach gegangen.

„Sehr gefreut habe ich mich über die vielen positiven Rückmeldungen der Testleser aus dem Leseforum Lovelybooks, die mich auch ermuntert haben mit dem Schreiben fortzufahren“, so Armgard Schörle mit Stolz, und sie sagt: „Vielleicht habe ich auch schon eine Idee für einen neuen Roman.“

Das Buch „Julie und der Klang des Meeres“ ist im Buchhandel erhältlich. Kosten: 19,95 Euro.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen