„Das hilft uns natürlich enorm weiter“

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. Auch im laufenden Jahr trägt das Land Baden-Württemberg 90 Prozent der Betriebskosten für die Psychosoziale Krebsberatungsstelle des Fördervereins Onkologie Ostwürttemberg. Das gab Vereinsvorsitzender Martin Redenbacher gestern bekannt.

Nur acht solcher Beratungsstellen (plus fünf in den Unikliniken) gibt es in den 43 Landkreisen Baden-Württembergs, erklärte Martin Redenbacher. Die Einrichtung des Fördervereins Onkologie Ostwürttemberg erhalte 2018 den Betrag von 139 950 Euro vom Sozialministerium. Das entspreche 90 Prozent des Gesamtbudgets.

„Den Rest muss der Förderverein über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Veranstaltungen erwirtschaften, aber das hilft uns natürlich enorm weiter“, freute sich der frühere Chefarzt. Er sei von Herzen dankbar und die Förderung sei nicht selbstverständlich. Es gebe sie erst seit 2015; in den sechs Jahren zuvor hatte der Verein das gesamte – damals allerdings noch kleinere – Beratungsangebot aus eigenen Mitteln stemmen müssen.

Angebot kommt zu den Menschen

„Es ist gut, dass die Politik erkannt hat, dass die Krebsberatungsstellen nur so ihren Aufgaben sorgenfrei nachkommen können“, erklärte Landrat Klaus Pavel. Und es schaffe die Möglichkeit, diese Arbeit weiterzuentwickeln. Deshalb werde es ab Oktober eine Beratungs-Außenstelle in Aalen geben. Es gelte, mit dem Angebot zu den Menschen zu kommen, nicht umgekehrt, meinte Pavel.

Professor Holger Hebart, Onkologie-Chefarzt und stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins verwies auf über 100 Krebspatienten pro Tag allein am Stauferklinikum. Über 400 Menschen pro Jahr benötigten die psychosoziale Beratungsstelle. Deshalb habe er die Hoffnung, dass es spätestens ab 2020 eine Regelfinanzierung geben werde.

Historisch bedingt liege der Sitz des Fördervereins in Mutlangen und damit am Rand des Ostalbkreises. Deshalb sei es schon lange der Wunsch gerade auch des Landrates gewesen, auch in Aalen Beratung anbieten zu können. „Zielführend war dann neben dem Zuschussbescheid aus Stuttgart auch das Angebot, einen Raum für die Beratung im Ostalbkreishaus einzurichten. Das mache es den Menschen im Osten des Kreisgebiets leichter, zur Beratung zu kommen. Sie werde zum Beginn einmal pro Woche stattfinden. Durch die personelle Aufstockung im vergangenen Jahr könne dieses Zusatzangebot ins Programm genommen werden. Für das Jahr 2019 sei aus Stuttgart der gleiche Zuschuss signalisiert.

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