Das Eremännle wird erweckt

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Das Eremännle wird am 10. Januar wieder erweckt.
Das Eremännle wird am 10. Januar wieder erweckt. (Foto: Fetzenhexen)
Lindauer Zeitung

Zum vierten Mal heißt es in Bösenreutin wieder „Eremännle – Wo bisch na?“. Denn am Freitag, 10. Januar, erwecken die Fetzenhexen Bösenreutin das Eremännle wieder zum Leben.

Die Legende besagt, dass das im Bösenreutiner Tobelwald liegende Eremännleloch einst als dessen Zuflucht gedient haben soll, schreiben die Fetzenhexen. Man erzähle sich, dass das Eremännle an schönen Tagen seine gesammelten Schätze vor die Höhle holte, sie polierte und sich an dessen Glanz erfreute. Das durch die „Ere“ – eine ansteckende Krankheit – entstellte Männlein, sei bei den Bauern im Umkreis sehr beliebt gewesen, da es ihnen bei der täglichen Hofarbeit geholfen habe. Für seine verrichtete Arbeit sei das Eremännle ab und an zum Essen eingeladen worden. „Dann holte es einen seiner silbernen Löffel hervor und aß mit diesem. Ein neidischer Dorfhauptmann soll eines Tages eine Gans in das Eremännleloch gejagt haben. Während die Gans nach einiger Zeit in der Hangnach wieder auftauchte, wurde das Eremännle seit dem nie wieder gesehen“, schreiben die Fetzenhexen.

Vor einigen Jahren machten sich dann fünf Bösenreutiner die Mühe, diese Sage wieder aufleben zu lassen – zumindest während der fünften Jahreszeit. An den kommenden Wochenenden kann das Eremännle auf den Fasnachtsumzügen in der Umgebung bestaunt werden.

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