Das Windrad bei Birkenzell hat mit Rotoren eine Gesamthöhe von knapp 100 Metern. Die Anlage ist mittlerweile fertig montiert un
Das Windrad bei Birkenzell hat mit Rotoren eine Gesamthöhe von knapp 100 Metern. Die Anlage ist mittlerweile fertig montiert un (Foto: hbl)
Redakteurin Virngrund

Lange wurde darum gerungen, jetzt steht sie: die kleine Windkraftanlage bei Birkenzell. Zur großen Freude und Erleichterung von Bauherr Alois Erhardt, der lange auf diesen Tag warten musste.

Der Grund: Erhardts Vorhaben war durch einen Beschluss des Gemeindeverwaltungsverbands Tannhausen (GVV) ein Jahr lang auf Eis gelegt worden (wir berichteten).

In dem Gremium sind die Gemeinden Unterschneidheim, Tannhausen und Stödtlen zusammengeschlossen. Während sich die Vertreter aus Stödtlen im GVV stets für den Bau dieser Anlage stark gemacht hatten, lehnten die Vertreter aus Unterschneidheim – die im GVV die Mehrheit bilden – das Windrad ab. Sie verwiesen in diesem Zuge auf die Regelung des Teilflächennutzungsplans „Windenergie“, demzufolge Windräder nur auf ausgewiesenen Konzentrationsflächen, gebündelt, errichtet werden dürfen.

Und so musste sich Erhardt lange in Geduld üben. Bis zum März dieses Jahres: Da erteilte das Landratsamt als übergeordnete Behörde eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung für den Bau und Betrieb des kleinen Einzelwindrades.

Alois Erhardt, der dem Stödtlener Gemeinderat angehört, regt dieser Vorgang noch heute auf. Es sei einfach nicht in Ordnung, wenn der Gemeinde Stödtlen von der Nachbargemeinde Unterschneidheim diktiert werden könne, wie sie sich zu verhalten habe. Es sei zu überdenken, ob Stödtlen im GVV noch gut aufgehoben sei, fügt Erhardt an. Und betont, dass er diese Kritik nicht als Gemeinderat, sehr wohl aber als Bürger der Gemeinde Stödtlen formuliere.

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