Das Auto für das Frühjahr fit machen

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Deutsche Presse-Agentur

Für Autofahrer ist das Schlimmste bald überstanden - jedenfalls im Hinblick auf den Winter. Denn die Fahrzeuge hatten in der dunklen Jahreszeit einiges zu bewältigen.

Sie mussten über vereiste oder verschneite Straßen rollen, die Karosserie hatte Attacken von ätzendem Streusalz oder aufgewirbeltem Splitt abzuwehren. Selbst am Innenraum ging der Winter nicht spurlos vorbei, da die Insassen immer wieder neue Feuchtigkeit hineinschleppten. Der beginnende Frühling bedeutet allerdings nicht, dass sich Autobesitzer entspannt zurücklehnen können. Das Gegenteil ist der Fall: Es gilt, mögliche Schäden zu beseitigen, kommenden Problemen vorzubeugen - und den Wagen auf die Fahrten im Frühling und Sommer vorzubereiten.

In den ersten wärmenden Tagen des Jahres wird vor allem daran gedacht, dass die Winterreifen nun ihre Schuldigkeit getan haben und der Wechsel auf sommertaugliches Profil ansteht. Allerdings empfehlen Experten, je nach Region nicht übereilt zu handeln: „Den Wechsel auf Sommerreifen sollte man vor allem in bergigerem Gebiet nicht vor Ende April durchführen“, sagt Manfred Groß vom ADAC-Technikzentrum im bayerischen Landsberg. Denn die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass es noch zu plötzlichen Witterungsumschwüngen kommen kann.

Sinnvoll kann es dagegen schon im frühen Frühjahr sein, den Lack genauer in Augenschein zu nehmen. Experten empfehlen, nah mit den Augen an den Lack heranzugehen und diesen detailliert zu prüfen. Dabei geht es unter anderem um Schäden, die von hochgeschleuderten Steinchen oder Splitt verursacht worden sind. „Diese Einschläge sind oft nur so groß wie ein Stecknadelkopf“, so Manfred Groß. Jedenfalls am Anfang noch: Oft haben die Einschläge den Lack bis zur Grundierung durchschlagen. Wird nicht schnell ausgebessert, kann aus dem winzigen Schaden im Laufe der Zeit ein problematischer Rostfleck werden.

Weg sollte auch der typische Winterschmutz, der sich in vielen Bereichen angesammelt hat: „Typische winterliche Dreckecken am Auto bilden sich an den unteren Türrahmen und an den Innenflanken der Kofferraum- und Motorhauben“, sagt Rainer Hillgärtner, Sprecher des Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. Ein Frühjahrsputz sollte aber nicht dort enden: Gummidichtungen sind zu überprüfen, ob sie noch weich, sauber und frei von Rissen und Löchern sind. Außerdem kann sich Feuchtigkeit in den Fußbodenbelägen des Fahrzeugs eingenistet haben - meist reicht es dann schon aus, ein Weile eine alte Zeitung auf den feuchten Bereich zu legen, die dann Feuchtigkeit aufnimmt.

Nicht selten hat der Winter Spuren hinterlassen, die kaum auffallen, technisch keinerlei Bedeutung haben - aber doch die Sicherheit beeinträchtigen. Denn auch in einem Nichtraucher-Fahrzeug bildet sich durch die Lüftung und andere Faktoren über die Monate ein dünner Schmutzfilm an der Scheibeninnenseite. „Das kann zu gefährlichen Sichtbehinderungen zum Beispiel bei Blendung durch Sonne oder den Gegenverkehr führen“, warnt Werner Sauerhöfer vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) in Bonn. Daher sollten die Scheiben von innen gereinigt werden.

Wer schon dabei ist, kann auch gleich überprüfen, ob die Scheibenwischer nach dem harten Winterseinsatz noch schlierenfrei arbeiten - wenn nicht, sollte für Ersatz gesorgt werden. Und auch wenn die Tage jetzt wieder länger werden, gibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt: Es ist zu kontrollieren, ob nach dem Winter alle Leuchten und Lampen noch so funktionieren, wie sie sollen.

Mehr Gewicht im Auto erhöht den Verbrauch - daher sollte nach dem Winter auch der Kofferraum entrümpelt werden, weil sich dort oft überflüssige Ladung und damit zusätzliches Gewicht angesammelt hat. Ebenfalls ratsam ist es, etwaige Dachträger oder Dachboxen schnellstmöglich zu demontieren, wenn sie nicht benutzt werden. Nach Angaben des ADAC in München kann zum Beispiel ein Fahrradträger auf dem Dach bei Tempo 100 den Verbrauch um bis zu zehn Prozent erhöhen.

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