Corona-Newsblog: Inzidenz in Baden-Württemberg steigt auf über 500

Digital-Redakteur
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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Österreich wird wieder Corona-Hochrisikogebiet (17.51 Uhr)
  • Erneut Ausgangsbeschränkung in der Region (16.04 Uhr)
  • Inzidenz in Baden-Württemberg steigt auf über 500 (20.53 Uhr)

++ Inzidenz in Baden-Württemberg steigt auf über 500

(20.53 Uhr) Nach mehr als einem Monat ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg wieder über die 500er-Marke gestiegen. Am Freitag teilte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mit, dass sich in den vergangenen sieben Tagen landesweit 519,4 Menschen je 100 000 Einwohner nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt hätten (Stand 16.00 Uhr). Zuletzt hatte der Wert am 8. Dezember über 500 gelegen.

Der Grenzwert ist wichtig, weil bei zweimaligem Überschreiten infolge in den Regionen schärfere Maßnahmen ergriffen werden. So verkündeten unter anderem die Städte Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg und Ulm sowie die Landkreise Ravensburg, Biberach, Rastatt, Waldshut und Schwarzwald-Baar, dass ab Samstag Ausgangsbeschränkungen zwischen 21.00 und 5.00 Uhr für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene gelten. Ausnahmen gibt es, wenn triftige Gründe vorliegen - wie Arbeit oder der Besuch von Lebenspartnern. Über 500 liegt die Inzidenz nach Angaben des Landesgesundheitsamts nunmehr in 24 der 44 Stadt- und Landkreise.

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++ Österreich wird wieder Corona-Hochrisikogebiet

(17.51 Uhr) Die Bundesregierung stuft das Nachbarland Österreich wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an erneut als Hochrisikogebiet ein.

Ausgenommen davon sind die Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Rißtal im Gemeindebiet von Vomp sowie Eben am Achensee. Das teilte das Robert Koch-Institut mit.

Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger äußert sich wegen besorgt über die Auswirkungen auf die Wintersaison. Die konservative Politikerin kritisierte, dass nach der deutschen Regelung ungeimpfte Kinder unter 12 Jahren bei der Rückkehr aus Österreich künftig mindestens fünf Tage in Quarantäne bleiben müssen. Für Geimpfte gilt dies bei der Rückkehr nicht. „Wer geimpft ist, kann jederzeit einen sicheren und erholsamen Urlaub in Österreich verbringen“, meinte Köstinger.

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++ Erneut Ausgangsbeschränkungen in der Region

(16.04 Uhr) Im Landkreis Biberach gilt ab Samstag, 15. Januar, eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für nichtimmunisierte Personen. Das teilt das Landratsamt in einer Pressemeldung mit.

Demnach hat das Kreisgesundheitsamt am Freitag festgestellt, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Biberach am zweiten Tag in Folge über 500 liegt. „Daher treten im Landkreis in der Nacht von Freitag auf Samstag, 15. Januar 2022, 0 Uhr, die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen für nichtimmunisierte Personen wieder in Kraft“, heißt es in der Mitteilung.

Auch für den Stadtkreis Ulm gilt ab Samstag eine nächtliche Ausgangssperre. Auch hier lag die Inzidenz an zwei Tagen in Folge über 500.

Da die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Ravensburg den zweiten Tag in Folge über 500 liegt, tritt auch hier erneut eine nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte und Nichtgenesene in Kraft. Wie die Sprecherin des Landratsamtes, Selina Nußbaumer, bestätigte, gilt diese Ausgangssperre bereits mit Beginn von Samstag, 15. Januar, 0 Uhr.

++ Jeder vierte Job in der Gastronomie ist verschwunden

(14.01 Uhr) Im deutschen Gastgewerbe ist während der Corona-Pandemie nahezu jeder vierte Job verloren gegangen.

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts arbeiteten in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres 23,4 Prozent weniger Menschen in der Branche als im gleichen Zeitraum des Vorkrisenjahres 2019. Da auch die Zahl der Auszubildenden weiter schmilzt, erwarten die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) und der Verband Dehoga einen überaus schwierigen Neustart.

Besonders hart hat es die Beschäftigten von Bars und Kneipen getroffen: Hier musste seit 2019 fast die Hälfte (44,7 Prozent) der Belegschaft gehen. Bei Betrieben mit Essensangebot lief es bei einem Rückgang um 22,5 Prozent etwas besser. Am sichersten waren die Jobs noch bei den Caterern, die lediglich 17,1 Prozent weniger Leute hatten als vor der Krise. Kurzarbeitende wurden weiterhin als Beschäftigte gezählt.

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++ Gericht: Handel muss Corona-Zutrittskontrollen weiter zahlen

(13.14 Uhr) Nach einer Entscheidung des baden-württembergischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) müssen Einzelhändler im Südwesten zunächst die Kosten für die Corona-Zutrittskontrollen weiter bezahlen. Die Mannheimer Richter lehnten mit dem am Freitag veröffentlichten Beschluss den Eilantrag einer Einzelhändlerin ab, die für die Kontrollpflicht keine rechtliche Grundlage im Infektionsschutzgesetz sieht.

Laut dem Eilantrag hält die Einzelhändlerin die Kontrollpflicht für unverhältnismäßig. Sie führe zu erheblichem zusätzlichem Personalaufwand. Überdies seien ihre Mitarbeiter Übergriffen an den Check-Punkten ausgesetzt, gaben die Richter die Argumente der Antragstellerin wieder. Sie betreibt in Baden-Württemberg mehrere Filialen im Textileinzelhandel.

Dem VGH zufolge gilt die den Händlern auferlegte Prüfung von Impfstatus und Ausweispapieren noch bis zum 19. März, dem Ende der vom Bundestag festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Ohne Kontrollpflichten würden Nachweisverpflichtungen und Zugangsbeschränkungen für nicht-immunisierte Personen unwirksam.

Bei einem Verzicht auf Kontrollen sei zu erwarten, dass nicht-immunisierte Kunden das Infektionsgeschehen deutlich verstärken. Dies sei auch bei einer nur stichprobenartigen Kontrolle zu befürchten, die die Antragstellerin für ausreichend halte.

Der 1. Senat schloss sich auch dem Argument des Landes an, dass eine nur stichprobenartige Kontrolle das Konfliktpotenzial deutlich vergrößern könnte. Der Beschluss des VGH ist unanfechtbar (1 S 3805/21).

++ Veränderte Quarantäne-Regeln passieren den Bundesrat

(11.32 Uhr) Die neuen Quarantäneregeln für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen können in Kraft treten. Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat einer Verordnung zugestimmt, die dafür einen rechtlichen Rahmen schafft.

Sie sieht unter anderem vor, dass sich dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr in Quarantäne begeben müssen. Außerdem werden damit kürzere Quarantänezeiten im Fall von Infektionen ermöglicht, um bei stark steigenden Infektionszahlen den personellen Zusammenbruch wichtiger Versorgungsbereiche zu verhindern.

++ Grünen-Fraktion erwägt FFP2-Maskenpflicht für ältere Schüler 

(11.16 Uhr) Angesichts der wieder stark steigenden Corona-Zahlen im Südwesten hat Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz eine FFP2-Maskenpflicht für ältere Schülerinnen und Schüler ins Gespräch gebracht.

„FFP2-Masken bieten ein wesentlich höheres Schutzniveau“, sagte Schwarz am Freitag in Stuttgart. Deswegen seien diese Masken seit Mittwoch auch in Innenräumen wie Geschäften und Museen vorgeschrieben.

Er könne sich gut vorstellen, dass etwa Berufsschüler künftig FFP2-Masken tragen sollten. Bei der Frage, ob Jugendliche an weiterführenden Schulen ebenfalls eine solche Maske tragen sollten, wollte er sich zunächst nicht festlegen. Das müsse man noch beraten. In Grundschulen soll es indes bei einer einfachen Maske bleiben, erklärte Schwarz.

++ Ehinger Klinikum kritisiert "Spaziergänger"

(11.08 Uhr) Unschöne Szenen spielten sich am Montagabend vor dem Ehinger Klinikum ab. Ein Teil der Spaziergänger skandierte wohl vor der Klinik „Friede, Freiheit und Selbstbestimmung“. Das geht zu weit findet das Klinikum und reagiert nun mit einer deutlichen Stellungnahme. 

++ Was Dr. Markus Brucke, Chefarzt der Anästhesieabteilung im Alb-Donau Klinikum und das Klinikum von der Aktion halten, lesen Sie hier ++

++ Maskengegnerin schlägt Polizistin mit Faust ins Gesicht 

(10.45 Uhr) Eine Maskenverweigererin hat in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) eine Polizistin attackiert. Die 47-Jährige betrat am Donnerstag einen Supermarkt ohne den erforderlichen Mund-Nasen-Schutz, wie die Beamten am Freitag mitteilten.

Eine Mitarbeiterin forderte sie auf, entweder eine Maske zu tragen oder den Laden zu verlassen. Da die Kundin sich weigerte, rief die Mitarbeiterin die Polizei. Als die Beamten eintrafen, wollte die 47-Jährige aber immer noch nicht gehen.

Statt ihre Personalien anzugeben, filmte sie die Polizisten mit ihrem Handy. Als diese sie mit aufs Revier nehmen wollten, wehrte sie sich massiv, beleidigte die Beamten — und schlug einer Polizistin mit der Faust ins Gesicht. Nun wird gegen die Frau ermittelt.

++ Bei Corona-Protest in Dresden 22 Verfahren gegen Gegendemonstranten

(08.57 Uhr) Die Dresdner Polizei hat 22 Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Menschen eingeleitet, die am Donnerstag einen Corona-Protest am Universitätsklinikum verhindern wollten. Dabei gehe es um Verstöße gegen die zu diesem Zeitpunkt geltende sächsische Corona-Verordnung, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Demnach waren am Donnerstag nur zehn Teilnehmer bei Versammlungen erlaubt. Die Menschen, die vor dem Uniklinikum beieinander standen, hätten somit ebenfalls gegen diese Verordnung verstoßen. Seit Freitag sind unabhängig von der Inzidenz oder Überlastungsstufe 200 Teilnehmer gestattet.

Am Donnerstagabend stellten sich Medizinstudierende in weißen Kitteln und mit Schildern wie „Impfen statt Schimpfen“ schützend vor das Gelände des Klinikums.

Protest an der Uniklinik
Gegendemonstranten riefen zum impfen auf. (Foto: Sebastian Kahnert / DPA)

In mehreren Telegram-Gruppen war zuvor zu einem sogenannten Spaziergang in der Nähe aufgerufen worden. Die Polizei unterband nach eigenen Angaben einen größeren Aufzug. Später waren mehrere Gruppen im Stadtgebiet unterwegs. Insgesamt wurden über 200 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

In sozialen Netzwerken entbrannte Kritik daran, dass die Polizei auch Personalien der Gegenprotestanten aufnahm. Ein Polizeisprecher sagte dazu: „Unabhängig der politischen Motivation ist die Polizei an Recht und Gesetz gebunden.“ Die Beamten seien gehalten gewesen, die zu diesem Zeitpunkt geltende Corona-Notfallverordnung durchzusetzen.

Auch wurde unter anderem auf Twitter gemutmaßt, dass die in weiße Kittel gekleideten Gegenprotestierer Anzeigen wegen eines Uniformierungsverbots auf Versammlungen erhielten. Das war laut Polizeisprecher nicht der Fall.

++ Auch in Ulm wollen sich Medizinstudierende gegen einen geplanten "Spaziergang" auf einer Gegendemonstration versammeln. Mehr dazu lesen Sie hier ++

++ Kinderinfektiologe: Impfung für Fünf- bis ElfJährige gut verträglich 

(07.49 Uhr) Eltern müssen sich aus Sicht des Freiburger Kinderinfektiologen Roland Elling keine Sorgen wegen einer Impfung ihrer jüngeren Kinder gegen das Coronavirus machen. Man habe eine US-Analyse von 8,7 Millionen Impfungen bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren sehr positiv wahrgenommen, sagte Elling der „Badischen Zeitung“.

Es habe keine Hinweise auf gehäuft relevante Nebenwirkungen gegeben. Auch über eine Herzmuskelentzündung sei bei 8,7 Millionen Impfungen nur in 11 Fällen berichtet worden. „Ich war ohnehin recht optimistisch, was die Verträglichkeit der Impfung bei Kindern angeht, und es ist schön zu sehen, dass sie tatsächlich so gut verträglich ist“, sagte Elling.

Nach einer ärztlichen Aufklärung könnten sich Eltern ohne Sorge für die Impfung entscheiden, sagte der Infektiologe — auch wenn die Ständige Impfkommission (Stiko) bislang Impfungen für Fünf- bis Elfjährige nur eingeschränkt empfiehlt.

Der Kenntnisstand zur Sicherheit der Impfung habe sich aber zuletzt positiv verändert, sagte Elling. Wie effektiv die Impfung vor Omikron schütze, wisse man allerdings nicht — aber analog zu den Erwachsenen könne man auch bei Kindern von einer guten Schutzrate vor schweren Infektionsverläufen ausgehen.

++ Virologe hält nichts mehr von der Corona-Kontaktnachverfolgung 

(07.00 Uhr) Die Kontakt-Nachverfolgung nach Corona-Infektionen ist aus Sicht eines Virologen nicht mehr angemessen. „Von der Inzidenz her ist es von den Gesundheitsämtern nicht mehr zu stemmen“, sagte der Wissenschaftler Klaus Stöhr in dem Podcast „Die Wochentester“ des „Kölner Stadt-Anzeigers“ und des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.

„Wenn ein Großteil der Bevölkerung mild und asymptomatisch infiziert ist und Antikörper hat, wird eine sogenannte Kontaktnachverfolgungs-Quarantäne sinnlos“, so der frühere Leiter des Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation.

Der beste Weg aus der Pandemie wäre nach Stöhrs Worten hingegen, wenn sich Geimpfte infizierten. „Im Paket wird es dann einen langanhaltenden Immunschutz geben“, sagte der Wissenschaftler. „Die Kombination aus Impfschutz und Infektion ist eigentlich der Weg.“

++ Veränderte Quarantäne-Regeln passieren den Bundestag

(06.17 Uhr) Der Bundestag hat den Weg für die zwischen Bund und Ländern verabredeten neuen Quarantäneregeln in der Corona-Pandemie freigemacht.

Die Verordnung, die am Donnerstagabend gebilligt wurde, schafft unter anderem den rechtlichen Rahmen dafür, dass sich dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr isolieren müssen. Außerdem werden damit kürzere Quarantänezeiten ermöglicht, um bei stark steigenden Infektionszahlen den personellen Zusammenbruch wichtiger Versorgungsbereiche zu verhindern.

Bevor die Verordnung in Kraft treten kann, muss am Freitag noch der Bundesrat zustimmen. Konkret umgesetzt werden die Regeln dann anschließend von den einzelnen Bundesländern. Damit werden Vereinbarungen der Ministerpräsidentenkonferenz aus der vergangenen Woche umgesetzt.

++ Corona-Neuinfektionen überschreiten erstmals Schwelle von 90 000

(06.07 Uhr) Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 90 000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben vom Freitagmorgen 92 223 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.35 Uhr wiedergeben.

Am Mittwoch war die Zahl erstmals größer als 80 000 gewesen. Vor genau einer Woche waren es 56 335 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte mit 470,6 einen Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 427,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 303,4 (Vormonat: 375,0).

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 286 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 264 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7 835 451 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 3,09 an (Mittwoch 3,13; Dienstag mit 3,34).

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitagmorgen mit 6 914 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115 337.

Das waren die letzten Meldungen am Donnerstag

++ Omikron-Variante legt in Deutschland weiter rasch zu

(21.19 Uhr) Die Omikron-Variante des Coronavirus hat sich in Deutschland weiter rasant ausgebreitet. In der ersten Kalenderwoche 2022 wurden laut Meldedaten aus den Bundesländern 73 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise Omikron zugeordnet. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagabend hervor.

Damit sei laut dieser Datenquelle Omikron die vorherrschende Corona-Variante in Deutschland, schreibt das RKI. Als Vergleichswert für die Woche zuvor wird ein Anteil von 51 Prozent angegeben. Berücksichtigt werden bei diesen Daten sowohl Nachweise per Erbgutanalyse als auch Verdachtsfälle durch sogenannte variantenspezifische PCR-Tests.

Aussagekräftiger, aber weniger aktuell als die Meldedaten, sind Erkenntnisse aus einer weiteren Quelle, einer Stichprobe: Hier fließen ausschließlich Ergebnisse vollständiger Erbgutanalysen von zufällig ausgewählten Proben ein. Der Omikron-Anteil in der letzten Woche 2021 lag demnach laut RKI-Bericht bei rund 40 Prozent. Dies entspricht etwa einer Verdopplung im Vergleich zur Woche zuvor.

Die Delta-Variante, auf deren Konto die vierte Welle ging, verliert unterdessen weiter an Boden. Das RKI verwies jedoch auf große regionale Unterschiede beim Omikron-Stand: Der Anteil liege zwischen 11 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 96 Prozent in Bremen. Generell werde in den nächsten Wochen mit einer starken Zunahme von Infektionen „mit der auch bei Geimpften und Genesenen leichter übertragbaren Omikronvariante gerechnet“, hieß es.

++ Inzidenz in Baden-Württemberg verdoppelt sich innerhalb einer Woche

(21.10 Uhr) Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist zuletzt extrem gestiegen und liegt nun bei 478,6. Die Zahl der neu registrierten Corona-Infektionen binnen einer Woche auf 100.000 Einwohner erhöhte sich im Vergleich zum Vortag um 131,1, teilte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag (Stand: 16.00 Uhr) mit.

Die Behörde erläuterte allerdings, der sprunghafte Anstieg sei auch dadurch zu erklären, dass wegen einer technischen Störung am Mittwoch die Meldedaten teilweise nicht in der Datenbank ankamen. Der Zuwachs komme auch durch die nachgemeldeten Daten zustande. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 256,3.

Der Anstieg bei Ansteckungen spiegelt sich jedoch nicht auf den Intensivstationen der Krankenhäuser wider. Die Zahl der Menschen, die dort wegen des Coronavirus behandelt werden, sank weiter auf 378, das sind 9 Patienten weniger als am Vortag. Vor einem Monat hatten noch 653 Menschen auf den Intensivstationen gelegen, weil sie sich mit dem Virus infiziert hatten.

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg seit Beginn der Pandemie laut Statistik im Vergleich zum Vortag um 19.024 auf nun 1.103.445. Es wurden 64 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Die Gesamtzahl beträgt nun 13.385.

Die Hospitalisierungsinzidenz stieg um 0,9 auf 3,1. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden.

Bisher wurden 24.026 Fälle der hoch ansteckenden Omikron-Variante (B.1.1.529) aus Baden-Württemberg an das Amt übermittelt - das waren 6079 mehr als am Vortag. Bei den vom LGA täglich ausgewiesenen Omikron-Fällen handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Fälle, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der aktuellen Verdachtsfälle machten die Behörden keine Angaben.

++ Corona-Inzidenzwert liegt im Kreis Ravensburg über 500

(19.10 Uhr) Nach den technischen Störungen bei der Erfassung der registrierten Corona-Neuinfektionen im Kreis Ravensburg am Mittwoch, die zu sinkenden Inzidenzwerten geführt hatten, ist es wenig überraschend, dass die Werte am Donnerstag erneut anstiegen. Weil Fehler korrigiert wurden.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 548,8. Das ist Rekord für den Landkreis Ravensburg; zudem liegen nur in sehr wenigen anderen Kreisen im Land die Zahlen höher.

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++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Donnerstag ++

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