Newsblog: Technisches Problem lässt Corona-Inzidenz im Kreis Ravensburg sinken

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Scholz spricht sich für Corona-Impfpflicht für alle Volljährigen aus (14.37 Uhr)
  • Gericht lehnt Eilantrag von Schuhgeschäft gegen 2G-Regel ab (17.08 Uhr)
  • Neue Corona-Regeln in Baden-Württemberg treten in Kraft (06.15 Uhr)

++ Technisches Problem lässt Corona-Inzidenz im Kreis Ravensburg sinken

(20.47 Uhr) Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen im Kreis Ravensburg dürfte am Mittwoch deutlich über 175 gelegen haben. Diese Zahl hat das Landesgesundheitsamt am Mittwochabend zwar mitgeteilt, allerdings mit dem Hinweis versehen, dass ab 13 Uhr aufgrund einer technischen Störung keine Meldungen der regionalen Gesundheitsämter mehr berücksichtigt werden konnten.

Somit dürfte also nur etwa ein halber Tag abgebildet sein. Am Vortag waren mit 427 positiven Tests im Kreis Ravensburg so viele Neuinfektionen an einem Tag gemeldet worden wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

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++ Corona-Regeln für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen werden aktualisiert

(17.44 Uhr) Das baden-württembergische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration passt die „Corona-Verordnung Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen“ an die aktuelle Infektionslage an. Die Änderungen sind am Mittwoch notverkündet worden und treten größtenteils am kommenden Montag, 17. Januar, in Kraft, um den Einrichtungen die Umstellung zu erleichtern.

Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen müssen sich arbeitstäglich testen (Ausnahme: geimpfte und genesene Personen für die Dauer von drei Monaten sowie Personen mit Auffrischungsimpfung).

Nicht-immunisierte Besucherinnen und Besucher von Pflegeeinrichtungen müssen einen Antigentest, der maximal 6 Stunden alt ist, oder einen PCR-Test, der maximal 24 Stunden alt ist, vorlegen. Dieser Besucher-Testpflicht unterliegen auch nicht-immunisierte Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres. Kinder bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres sind von der Testpflicht ausgenommen.

Pflegeeinrichtungen dürfen von nicht-immunisierten Besucherinnen und Besuchern auch eine Testung vor Ort in der Einrichtung verlangen, wenn die Einrichtung die Testung während der Besuchszeiten anbietet.

++ Gericht lehnt Eilantrag von Schuhgeschäft gegen 2G-Regel ab

(17.08 Uhr) Ein Schuhgeschäft ist mit einem Eilantrag gegen die 2G-Regel vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg gescheitert. Die Forderung, nicht nur Genesenen und Geimpften als Kunden Zutritt zu gewähren, sei abgelehnt worden, weil die Infektionszahlen derzeit stark anstiegen, teilten die Mannheimer Richter am Mittwoch mit. Im Nachbarland Bayern ist die Regelung hingegen anders. Der dortige VGH hatte für das Nachbarland entschieden, dass für Bekleidungs-, Bücher und Blumenläden die 2G-Regel nicht gilt.

In dem aktuellen Fall in Baden-Württemberg verwiesen die Richter in Mannheim nun auf Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, für den Zugang zu Ladengeschäften die 2G-Regelung, für den Zugang zu Geschäften des täglichen Bedarfs die 3G-Regelung anzuwenden. 3G bedeutet Zutritt für Genesene, Geimpfte und negativ Getestete. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) begrüßte die Entscheidung der Richter. Er verwies auf die Omikron-Variante. In den nächsten Wochen werde mit einem starken Anstieg der Infektionszahlen gerechnet und infolge komme es zu einer damit einhergehenden weiteren Belastung des Gesundheitssystems.

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++ Scholz spricht sich für Corona-Impfpflicht für alle Volljährigen aus

(14.37 Uhr) Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich für eine weit reichende Corona-Impfpflicht für alle Erwachsenen ausgesprochen. Die Impfpflicht solle sich an „alle Volljährigen, alle über 18-Jährigen“ richten, sagte Scholz am Mittwoch in der Fragestunde des Bundestags. Dabei halte er es für richtig, eine „möglichst unbürokratische Lösung“ zu finden, sagte der Kanzler. Er bat den Bundestag, „zügig“ ein entsprechendes Gesetz zu verabschieden.

Mit seiner Festlegung ging der Kanzler auf Distanz zu Vorschlägen, eine allgemeine Impfpflicht nur für Ältere oder für Menschen mit Vorerkrankungen einzuführen. Dies sieht einer der Gesetzentwürfe vor, die gerade von Abgeordneten erarbeitet werden. Ein weiterer Antrag sieht die Ablehnung einer Impfpflicht vor.

Scholz warnte davor, das geplante Impfpflicht-Gesetz zu kompliziert zu gestalten. Es dürfe bei dem Gesetzgebungsverfahren nicht darum gehen, einen Entwurf mit Regelungen „bis in die letzte Verästelung“ zu erarbeiten, sagte er. Das neue Gesetz müsse schlichtweg klarstellen: „Hier ist eine Pflicht.“

++ Die Towerstars sind zurück im Training

(14.16 Uhr) Zum ersten Mal seit dem Spiel beim EHC Freiburg am 2. Januar hat Trainer Peter Russell seine Mannschaft wieder auf dem Eis begrüßen dürfen. Nach dem Ende der Quarantäne durften alle negativ getesteten Eishockeyprofis der Ravensburg Towerstars wieder in den Trainingsbetrieb starten.

Nur zwei Profis, bei denen die Tests noch nicht abgeschlossen waren, fehlten in der ersten Einheit nach der zehntägigen Zwangspause. Am kommenden Wochenende sollen beide Partien der Towerstars in der Deutschen Eishockey-Liga 2 – bei den Selber Wölfen (Fr., 19.30 Uhr/SpradeTV) und gegen den EV Landshut (So., 18.30 Uhr/CHG-Arena) – stattfinden.

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++ Faeser droht Telegram mit möglicher Abschaltung

(12.51 Uhr) Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) droht dem Chatdienst Telegram mit der Abschaltung, sollte das Unternehmen weiterhin deutsche Gesetze missachten. „Wir können auch das nicht per se ausschließen“, sagte die Ministerin dem Wochenblatt „Die Zeit“ zu einem solchen Schritt.

Ein Abschalten wäre allerdings „sehr schwerwiegend und ganz klar ultima ratio“. Deshalb müssten sich zuvor alle anderen Optionen als erfolglos erwiesen haben.

Es sei offenkundig, dass die bisherigen Maßnahmen, darunter ein Mahnschreiben des Bundesjustizministeriums, zu nichts geführt hätten, sagte Faeser. „Zu sagen, am Ende schalten wir den Dienst ab - das wäre für jeden Anbieter ein empfindliches Übel.“

Auf Telegram können Extremisten bislang ungehindert Hass verbreiten und Anschlagspläne schmieden, ohne dass sie mit einem Eingreifen der Betreiber rechnen müssen.

Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz verpflichtet Anbieter sozialer Netzwerke aber dazu, offensichtlich rechtswidrige Inhalte nach einer Beschwerde rasch zu beseitigen. „Ich halte es für einen der wichtigsten Punkte überhaupt, hier das Recht auch durchzusetzen“, sagte die Innenministerin.

Faeser strebt eine europäische Lösung an, um Telegram zur Kooperation zu zwingen. „Heute sitzt Telegram in Dubai, morgen vielleicht auf den Cayman Islands“, betonte die Ministerin. „Wir werden bei der Durchsetzung des Rechts viel Stärke brauchen. Als deutscher Nationalstaat alleine schaffen wir das nicht.“ Darüber sei sie mit ihren europäischen Amtskollegen im Gespräch.

++ Gericht lehnt Eilantrag von Schuhgeschäft gegen 2G-Regel ab 

(12.00 Uhr) Ein Schuhgeschäft ist mit einem Eilantrag gegen die 2G-Regel vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg gescheitert. Die Forderung, nicht nur Genesenen und Geimpften als Kunden Zutritt zu gewähren, sei abgelehnt worden, weil die Infektionszahlen derzeit stark anstiegen, teilten die Mannheimer Richter am Mittwoch mit.

Sie verwiesen auf Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, für den Zugang zu Ladengeschäften die 2G-Regelung, für den Zugang zu Geschäften des täglichen Bedarfs die 3G-Regelung anzuwenden. 3G bedeutet Zutritt für Genesene, Geimpfte und negativ Getestete.

Das Gericht folgte der Argumentation der Filiale eines Unternehmens mit Sitz außerhalb Baden-Württembergs nicht, im Einzelhandel komme es nur in geringem Umfang zu Infektionen. Die Ursachen des Infektionsgeschehens seien derzeit vielmehr diffus. Die Luca-App, auf deren Daten sich die Antragstellerin berufe, werde im Einzelhandel vielfach gar nicht eingesetzt.

Die Klägerin machte auch geltend, Schuhgeschäfte dienten der Grundversorgung der Bevölkerung. Dem hielt der 1. Senat entgegen: „Üblicherweise dürfte jeder Bürger über ausreichend Schuhe verfügen, um einen gegebenenfalls auch kurzfristig entstehenden Neuanschaffungsbedarf zu überbrücken.“

++ Impfquote in Alten- und Pflegeheimen bei rund 90 Prozent

(11.40 Uhr) In Baden-Württemberg haben rund 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und  Pflegeheimen eine Erst- oder Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das geht aus einer Auswertung des Landesgesundheitsamtes für das Sozialministerium hervor.

Schlechter sieht es hingegen bei den Booster-Impfungen aus: nur 68 Prozent hätten bis Ende des Jahres eine Corona-Auffrischung erhalten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums hervor. Diese niedrige Quote nahm Gesundheitsminister Manne Lucha zum Anlass, den Einrichtungen einen Brief zu schicken, mit der Bitte die bestehenden Angebote wahrzunehmen. 

„In letzter Zeit erreichen uns leider wieder vermehrt Berichte über verstorbene Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen. Die Mehrzahl der Verstorbenen waren nicht oder nicht vollständig gegen Covid-19  geimpft. Ich appelliere deshalb noch einmal eindringlich an die Einrichtungen," so Lucha in dem Schreiben. 

Seit Mitte Dezember 2021 wurden in Baden-Württemberg 39 Corona-Ausbrüche mit insgesamt 411 Fällen,  hierunter 21 Todesfälle, aus Einrichtungen der stationären Altenpflege an das Landesgesundheitsamt übermittelt. 

Lucha sicherte den Einrichtungen volle Unterstützung bei der Organisation von Impfterminen zu. Etwa durch mobile Impfteams oder, wo das nicht möglich ist, auch durch die Taskforce Impfen des Sozialministeriums. 

++ Gerangel um Impfpflicht – wann und für wen sie kommt

(10.42 Uhr) Klar ist, die Impfpflicht kommt. Ab dem 15. März für alle Beschäftigten in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen, Arztpraxen, Entbindungseinrichtungen und bei Rettungsdiensten.

Heftig umstritten ist dagegen eine allgemeine Impfpflicht. Lange hieß es, eine solche werde es keinesfalls geben. Dann sollte sie plötzlich doch im Februar eingeführt werden. Doch der Termin ist nicht zu halten.

++ Wie die Positionen der Parteien sind und was der Ethikrat zu Impfpflicht sagt, lesen Sie hier ++

++ BGH-Urteil: Keine pauschale Regel für gewerbliche Mietzahlungen im Lockdown

(09.34 Uhr) Mieter gewerblich genutzter Räume können in Folge des Corona-Lockdowns nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs Anspruch auf eine Anpassung der Miete haben. Es müssten aber immer sämtliche Umstände des Einzelfalls berücksichtigt werden, entschieden die Richter am Mittwoch in Karlsruhe (Az. XII ZR 8/21).

Dazu zählten zum Beispiel die Umsatzeinbußen für das konkrete Objekt, staatliche Hilfen oder Versicherungsleistungen. Beide Seiten — Mieter und Vermieter — seien durch die staatlichen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie belastet, keine Seite trage alleine Verantwortung. Halbe/Halbe-Aufteilungen der Miete seien aber zu pauschal.

++ Einen ausführlichen Bericht zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts, lesen Sie hier ++

Im konkreten Fall ging es um eine Filiale des Textil-Discounters Kik im Raum Chemnitz, die vom 19. März bis zum 19. April 2020 schließen musste und für die der Vermieter die volle Miete von rund 7850 Euro will. Das Oberlandesgericht Dresden hatte entschieden, dass Kik nur etwa die Hälfte zahlen muss. Der Bundesgerichtshof hob dieses Urteil auf, das Gericht in Dresden muss die Sache noch einmal verhandeln.

++ DRK bietet im Landkreis Biberach Impftermine für Kinder an

(09.27 Uhr) Das mobile Impfteam des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Biberach bietet spezielle Impftermine für Kinder zwischen fünf und elf Jahren in Laupheim, Riedlingen und Erolzheim an.

In Riedlingen wird am Samstag, 15. Januar, von 10 bis 13 Uhr im Impfstützpunkt in der Cafeteria der Geschwister-Scholl-Realschule geimpft. Am Freitag, 21. Januar, ist zwischen 14 und 18 Uhr der Impfstützpunkt Erolzheim, DRK-Haus, an der Reihe, und zum Abschluss wird am Samstag, 22. Januar, von 14 bis 18 Uhr im Impfstützpunkt Laupheim im ehemaligen Rentschler-Gebäude, Mittelstraße geimpft. Zum Einsatz kommt der Kinderimpfstoff von Biontech-Pfizer. 

++ Mehr dazu lesen Sie hier ++

++ Kritik und auslaufende Verträge: Zukunft der Luca-App auf der Kippe

(08.21 Uhr) Die Luca-App zur Nachverfolgung von Kontaktdaten bei Corona-Infektionen galt vielen im vergangenen Jahr als Hoffnungsträger in der Pandemiebekämpfung. Die Idee dahinter: Nutzer können per QR-Code in Restaurants oder bei Veranstaltungen einchecken und später im Falle von Infektionen vom Gesundheitsamt kontaktiert werden.

Dreizehn Bundesländer ließen sich den Service Millionenbeträge kosten, im Frühjahr besteht die Chance zur Verlängerung. Doch besonders jetzt wird vermehrt Kritik laut an Sicherheit und Nutzen. Die Entwickler glauben allerdings daran, dass Luca besonders in Zeiten der Omikron-Ausbreitung nützlich sein kann.

Jüngster Aufreger rund um die Luca-App ist ein Vorfall in Nordrhein-Westfalen. In Mainz hat die Polizei offenbar Daten der App genutzt, um einen Todesfall aufzuklären. Nachdem im November dort ein Mann durch einen Sturz nach einem Gaststättenbesuch ums Leben gekommen war, hatten die Beamten damit versucht, Zeugen ausfindig zu machen.

++ Die Hintergründe zur Kritik an der Luca-App lesen Sie HIER ++

++ Wegen 3G: Mann bedroht Mitarbeiter von Amt mit Pistole 

(07.56 Uhr) In Weimar hat ein Mann einen Mitarbeiter des Thüringer Landesverwaltungsamtes mit einer Pistole bedroht — Grund soll Unmut über die 3G-Regel in der Corona-Pandemie gewesen sein. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde bei dem Vorfall am Dienstagnachmittag am Eingang des Gebäudes niemand verletzt.

Demnach arbeitet der Mann selbst im Landesverwaltungsamt, wollte etwas abholen und beschwerte sich über die 3G-Regelung, wonach nur Geimpfte, Genesene und negativ Getestete Zutritt haben.

Nachdem der 60-Jährige wegen eines fehlenden 3G-Nachweises vorerst nicht reingelassen wurde, drohte er laut Polizei dem anderen Mann mit der Pistole und damit, mit einem Sturmgewehr wiederzukommen. Daraufhin ließ ihn der Mitarbeiter rein — und rief die Polizei.

Noch am selben Tag fand die Polizei weitere Waffen in der Wohnung des 60-Jährigen und stellte diese sicher. Der Mann hat eine Erlaubnis zum Besitz dieser Waffen. Nachdem er vorläufig festgenommen worden war, wurde er auf Weisung der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt. Es wurde Anzeige wegen Bedrohung erstattet.

++ Bundesgerichtshof entscheidet zu Mietzahlungen im Lockdown

(06.39) Der Bundesgerichtshof will sich am Mittwoch zu der Frage äußern, ob Geschäftsinhaber im Corona-Lockdown weiter die volle Miete zahlen mussten. Bei der Verhandlung im Dezember hatte sich abgezeichnet, dass Einzelhändler voraussichtlich nicht auf eine pauschale Halbe/Halbe-Regelung hoffen können. Möglicherweise müssen sämtliche Fälle vor Gericht einzeln genau geprüft werden.

Die obersten Zivilrichterinnen und -richter in Karlsruhe waren der Ansicht, dass zum Beispiel mitberücksichtigt werden muss, ob der Geschäftsinhaber staatliche Hilfen oder Leistungen aus einer Betriebsschließungsversicherung bekommen hat.

Grundlage ist ein Musterfall aus Sachsen. Es geht um eine Filiale des Textil-Discounters Kik im Raum Chemnitz, die vom 19. März bis zum 19. April 2020 schließen musste und für die der Vermieter die volle Miete von rund 7850 Euro will.

Omikron breitet sich rasant in Deutschland aus – und mit der Virusvariante die Unsicherheit. Wir haben uns bei den Menschen auf der Straße nach ihrem Befinden erkundigt.

Das Oberlandesgericht Dresden hatte jedoch entschieden, dass Kik nur etwa die Hälfte zahlen muss. Es gehe um „weitgehende staatliche Eingriffe in das soziale und wirtschaftliche Leben aufgrund einer Pandemie“. Das Risiko einer solchen Systemkrise könne nicht einer Vertragspartei allein zugewiesen werden.

Kik steht nicht alleine da. Mit den behördlich angeordneten Schließungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie waren vielen Geschäften von einem Tag auf den anderen die Einnahmen weggebrochen. Feste Kosten wie die Miete fielen hingegen weiter an. Manche Vermieter zeigten Entgegenkommen, andere nicht.

++ Neue Corona-Regeln in Baden-Württemberg

(06.15 Uhr) Von heute an gelten in Baden-Württemberg neue Corona-Regeln. Die wichtigste Änderung dürfte das verpflichtende Tragen einer FFP2-Maske in Geschäften des Einzelhandels und in der Gastronomie sein. Alle Erwachsenen werden verpflichtet, beim Besuch solcher Einrichtungen eine solche Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Eine normale OP-Maske ist nicht mehr ausreichend. Auch auf die Schülerinnen und Schüler im Land kommen Änderungen zu, gleiches gilt für die Dauer der Quarantäne. 

++ Alle Regeländerungen für Baden-Württemberg, lesen Sie hier ++

++ Erstmals über 80 000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages

(06.00 Uhr) Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 80 000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach RKI-Angaben von Mittwochmorgen 80 430 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Der letzte Höchstwert der Neuinfektionen stammt von Mitte November. Da lagen die Zahlen bei rund um 70.000. Nun sind es etwa 10.000 bis 12.000 mehr. 

Vor genau einer Woche waren es 58 912 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 407,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 387,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 258,6 (Vormonat: 390,9).

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 384 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 346 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7 661 811 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 3,34 an (Montag mit 3,37). Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwochmorgen mit 6 836 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 114 735.

Das waren die letzten Meldungen am Dienstag

++ Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter an

(20.42 Uhr) Im Südwesten ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut nach oben gegangen. Wie das Landesgesundheitsamt (LGA) am Dienstag in Stuttgart mitteilte, betrug der Wert (Stand 16.00 Uhr) pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche nun 357,1. Am Vortag hatte er bei 324,0 gelegen, vor einer Woche betrug er nach früheren Angaben des Amts 251,7.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte bereits zuvor gewarnt, dass die Inzidenz weiter steige. Im Land gibt es eine neue Corona-Verordnung, die von diesem Mittwoch an gilt. Demnach müssen Erwachsene beispielsweise beim Einkaufen eine FFP2-Maske tragen.

Bisher wurden 16 375 Fälle der hoch ansteckenden Omikron-Variante (B.1.1.529) aus Baden-Württemberg an das Amt übermittelt - das waren 2611 mehr als am Vortag. Bei den vom LGA täglich ausgewiesenen Omikron-Fällen handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Fälle, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der aktuellen Verdachtsfälle machten die Behörden keine Angaben.

Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg laut LGA im Vortagesvergleich um 11.820 auf nun 1.078.002. Es wurden 48 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Die Gesamtzahl beträgt nun 13.309.

Die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten auf baden-württembergischen Intensivstationen lag bei 402. Das waren im Vortagesvergleich 24 Menschen weniger. Die Hospitalisierungsinzidenz verharrte mit stabil 2,7 weiter deutlich unter dem für die Alarmstufe II relevanten Wert von 6,0. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden. Im Südwesten bleibt die Alarmstufe II in Kraft - auch wenn die Zahl der mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten und die Krankenhauseinweisungen unter den Grenzwerten bleiben.

++ Kreis Ravensburg ist wieder Corona-Hotspot

(18.15 Uhr) Der Landkreis Ravensburg ist wieder ein Corona-Hotspot im Land. 427 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages meldete das Landesgesundheitsamt am Dienstag – so viele wie noch nie im Laufe der Pandemie.

Der bisherige „Rekord“ lag bisher bei 385 Fällen am 1. Dezember 2021. Entsprechend schnellte auch die Sieben-Tage-Inzidenz nach oben: Von 385,8 am Montag auf 453 am Dienstag. Der Inzidenzwert gibt an, wie viele Ansteckungen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche festgestellt wurden.

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++ Apotheker rechnen mit Impfstart in spätestens zwei Wochen

(16.09 Uhr) Die Apotheken rechnen damit, spätestens in zwei Wochen mit Corona-Impfungen beginnen zu können.

Die erforderliche Änderung der Impfverordnung ist am Montag im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und damit heute in Kraft getreten. „Bis zum Impfstart in den Apotheken werden noch etwa ein bis zwei Wochen vergehen. Die Apotheken müssen jetzt erst einmal Impfstoffe bestellen“, sagte das Vorstandsmitglied des Deutschen Apothekerverbands, Thomas Preis, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Das Impf-Interesse der Apotheken sei „sehr groß“, berichtete Preis aus seiner eigenen Region Nordrhein. „Im Rheinland sind bereits 1000 Apotheker in 500 Apotheken bereit, die Impfungen durchzuführen. Sie sind schon im Rahmen der Grippeimpfungen geschult worden. Wir rechnen damit, dass bis zum Februar noch weitere 1000 Apotheker geschult werden.“

Die Verordnung verlangt den Nachweis einer Impf-Schulung und legt fest, dass die Apotheker für die Impfungen genau so wie Ärzte entlohnt werden.

++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Dienstag ++

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