Newsblog: Corona-Inzidenz geht im Südwesten nach oben

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Corona-Inzidenz geht im Südwesten nach oben (20.30 Uhr)
  • Omikron trifft die Lindau Islanders, die Ravensburg Towerstars bleiben isoliert (18.15 Uhr)
  • Polizeigewerkschaft: Corona-Demos zeigen Personalnot (16.21 Uhr)

++ Proteste in der Region

(21.22 Uhr) In zahlreichen Städten in der Region haben sich am Montagabend Gegner der Coronamaßnahmen zu sogenannten "Spaziergängen" verabredet, um gegen die Maßnahmen in der Pandemie zu protestieren.

In Bad Saulgau haben sich rund 250 Menschen auf dem Kaufland-Parkplatz getroffen und sind dann schweigend durch die Stadt marschiert. (Mehr dazu lesen Sie hier.) In Sigmaringen versammelten sich rund 500 Menschen auf dem Karlsplatz und zogen anschließend durch die Innenstadt. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

In Lindau "spazierten" rund 100 Menschen über die Insel (Mehr dazu lesen Sie hier), in Friedrichshafen musste die Polizei rund 350 "Spaziergänger" durch die Stadt eskortieren. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

In Tuttlingen sind 420 „Spaziergänger“ durch die Innenstadt gezogen. Der Marsch vom Rathaus zum Landratsamt und zurück verlief friedlich. Die Teilnehmenden liefen weitestgehend geordnet in Gruppen und mit Abstand. In Trossingen zogen rund 150 „Spaziergänger“ durch die Innenstadt. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

Auch auf der Ostalb, in Aalen, wurde demonstriert. (Mehr dazu lesen Sie hier.) Ebenso in Biberach, Ulm und Ehingen. (Mehr dazu lesen Sie hier.) Im Landkreis Ravensburg hatten sich die "Spaziergänger" auf die Stadt Wangen im Allgäu konzentriert. (Mehr dazu lesen Sie hier).

++ Corona-Inzidenz geht im Südwesten nach oben

(20.30 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist im Südwesten weiter nach oben gegangen. Wie das Landesgesundheitsamt (LGA) am Montag in Stuttgart mitteilte, betrug der Wert (Stand 16.00 Uhr) pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche 324,0. Am Vortag hatte er bei 320,6 gelegen, vor einer Woche betrug er noch 238,7. Die Behörde schränkte ein, dass die Gesundheitsämter wegen Störungen des Webservices beim Robert Koch-Institut nicht alle Meldefälle an das LGA übermitteln konnten.

Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg im Vortagesvergleich um 4128 auf nun 1.066.160. Es wurden 37 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet, die Gesamtzahl beträgt nun 13.260, wie die Behörde am Abend mitteilte.

Bisher wurden 13.764 Fälle der Omikron-Variante (B.1.1.529) aus Baden-Württemberg an das Landesgesundheitsamt übermittelt - das waren 1707 mehr als am Vortag. Bei den vom LGA täglich ausgewiesenen Omikron-Fällen handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Fälle, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der aktuellen Verdachtsfälle machten die Behörden keine Angaben.

Die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten auf baden-württembergischen Intensivstationen lag bei 426 - das waren im Vergleich zum Vortag 5 weniger. Die Hospitalisierungsinzidenz verharrte mit 2,7 weiter deutlich unter dem für die Alarmstufe II relevanten Wert von 6,0. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden.

Wie schon angekündigt, soll in Baden-Württemberg die Alarmstufe II in Kraft bleiben - auch wenn die Zahl der mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten und die Krankenhauseinweisungen unter den Grenzwerten bleiben. Im Land besteht etwa in der Gastronomie oder in Fitnessclubs bereits eine Testpflicht für Geimpfte und Genesene, die noch nicht „geboostert“ sind - also noch keine Auffrischungsspritze bekommen haben.

++ Omikron trifft die Lindau Islanders

(18.15 Uhr) Auch die EV Lindau Islanders hat die Omikron-Variante des Coronavirus erwischt. Das teilte der Eishockey-Oberligist am Montagnachmittag mit. Während die Islanders nun geschlossen in Quarantäne müssen und weitere Spiele abgesagt haben, dürfen die Ravensburg Towerstars ihre Isolation wider Erwarten noch nicht verlassen.

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++ Polizeigewerkschaft: Corona-Demos zeigen Personalnot

(16.21 Uhr) Die zahlreichen Einsätze bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik haben die Polizei in Baden-Württemberg aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft ans Limit geführt. „Wir haben eine angespannte Lage“, sagte Landeschef Ralf Kusterer der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Infolge von „Querdenker“-Demos und „Spaziergängen“ von Gegnern der Corona-Maßnahmen sammelten sich Überstunden an. Diese könnten nicht immer ausgeglichen werden; Ruhezeiten würden manches Mal nicht eingehalten.

Neben der Bereitschaftspolizei sind laut Kusterer auch sogenannte Alarmhundertschaften mit Kollegen aus den Revieren und anderen Bereichen im Einsatz bei Versammlungen.

Am vergangenen Wochenende etwa begleitete die Polizei landesweit 33 Zusammenkünfte mit rund 13 500 Teilnehmern. Dabei waren laut Innenministerium 1300 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz. Das Ressort von Minister Thomas Strobl (CDU) hat noch keine konkreten Zahlen für Mehrarbeit im Jahr 2021 vorliegen.

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++ Sorgen um Schulen und Kitas zum Start nach den Ferien

(14.33 Uhr) Während sich die Omikron-Variante des Coronavirus schnell ausbreitet, sind Kinder und Jugendliche am Montagmorgen in ganz Baden-Württemberg wieder an die Schulen zurückgekehrt. Auch die Kitas haben nach dem Ende der Weihnachtsferien wieder ihre Betreuung aufgenommen.

Um Ansteckungen aufzudecken wird nun zunächst sechs Wochen lang an Schulen und Kitas stärker getestet. Außerdem hat die Landesregierung den Kreis der Menschen erweitert, der sich regelmäßig testen muss.

Auf eine einfache Formel gebracht heißt es künftig: Getestet wird nun, wer noch nicht geboostert ist. Nach den Plänen der Ministerien sollen alle Schülerinnen und Schüler ohne eine Auffrischungsimpfung („Booster“) in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien täglich getestet werden, sofern an ihren Einrichtungen Antigenschnelltests angeboten werden.

Von der zweiten Woche bis zu den Faschingsferien (ab 25. Februar) sind laut Ministerien drei Antigenschnelltests oder zwei PCR-Testungen für ungeboosterte Kinder und Jugendliche verpflichtend. Für Personal ohne Auffrischungsimpfung sind Tests an jedem Präsenztag vorgeschrieben.

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++ Ulmer Dekan erhält Drohbriefe nach Impfaktion im Münster

(13.56 Uhr) Nach einer Impfaktion im Ulmer Münster hat der Dekan der Evangelischen Kirche, Ernst-Wilhelm Gohl, nach eigenen Angaben anonyme Drohbriefe erhalten.

In den Schreiben, von denen der Dekan eine Kopie auch auf seinem Facebook-Konto zeigt, werde das Impfen kritisiert, es gehe aber auch um Verschwörungsthemen und Kritik an der Initiative Seebrücke, die sich der Seenotrettung von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer verschrieben hat, sagte Gohl. [Mehr lesen]

++ Baden-Württemberg legt Stichtag für verkürzte Quarantäne fest

(13.22 Uhr) Ab Mittwoch, 12. Januar, sollen in Baden-Württemberg die Quarantäne für Kontaktpersonen und die Isolierung Infizierter vereinfacht und verkürzt werden. Damit setzt das Land den Beschluss der Bund-Länder-Konferenz vom 7. Januar um. Was genau dann gilt und was zu beachten ist, steht hier.

++ Gesundheitsminister beraten über mögliche vierte Impfung

(13.12 Uhr) Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten bei ihrer ersten regulären Konferenz in diesem Jahr voraussichtlich über eine mögliche vierte Impfung gegen das Coronavirus.

Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus der Tagesordnung für die Runde am Montag hervor. Bisher läuft in Deutschland die Booster-Impfkampagne mit Auffrischungsimpfungen. Israel impft zum Beispiel bereits das vierte Mal.

Die Gesundheitsminister wollen sich den Informationen zufolge auch über die aktuelle Infektionslage und über neue Erkenntnisse zur Omikron-Virusvariante sowie über den Stand von Corona-Tests austauschen. Zudem geht es um die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz vom Freitag und um den Stand der Impfungen bei Apotheken, Zahn- und Tierärzten. In der vergangenen Woche kamen die Gesundheitsminister bereits zu einer Sondersitzung zusammen.

++ Ministerium will erst Ende Februar über Zukunft von Luca-App entscheiden

(11.21 Uhr) Erst Ende Februar und damit kurz vor der Ende der Frist soll in Baden-Württemberg über die weitere Nutzung der Luca-App für die Corona-Kontaktdatenverfolgung entschieden werden. „Über eine mögliche Verlängerung wird in den nächsten Wochen unter anderem mit den baden-württembergischen Gesundheitsämtern, die Luca nutzen, beraten“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montag.

Der Vertrag mit den Betreibern der Software läuft nach früheren Angaben des Ministeriums Ende März aus und verlängert sich ohne eine fristgerechte Kündigung automatisch. Eine Evaluation sei noch nicht abgeschlossen. Zuletzt gab es vermehrt Kritik an der App - nachdem Luca-Daten für polizeiliche Ermittlungen genutzt wurden und Warn- und Nachverfolgungsfunktionen nicht zweckmäßig erschienen. [Mehr lesen]

++ Was ist aus der deutschen Impfstoffhoffnung Curevac geworden?

(11.15 Uhr) Im ersten Corona-Jahr waren die Tübinger noch ganz vorne mit dabei bei der Entwicklung eines ersten Impfstoffs – inzwischen ist es um das Biotech-Unternehmen Curevac recht still geworden.

Mit dem Rückzieher des Impfstoffkandidaten CVnCoV wegen vergleichsweise schwacher Wirksamkeit aus dem Zulassungsverfahren war der Hersteller Curevac weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Dabei plant das Unternehmen schon die nächsten Schritte zur Bekämpfung von Covid-19. [Mehr lesen]

++ 219 Kinder lassen sich in Tuttlingen gegen Corona impfen

(10.49 Uhr) Die Impfoffensive gegen Corona läuft in ganz Deutschland auf Hochtouren. Dazu trägt auch der Landkreis Tuttlingen bei – und das erstmals mit einem speziellen Angebot. Am vergangenen Sonntag konnten sich auch Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren in der Kreisimpfstation in Tuttlingen impfen lassen. 219 Kinder kamen mit ihren Eltern. [Mehr lesen]

Der zehnjährige Hannes Jäger bekommt in der Kreisimpfstation seine erste Corona-Schutzimpfung von der medizinischen Fachangestel
Der zehnjährige Hannes Jäger bekommt in der Kreisimpfstation seine erste Corona-Schutzimpfung von der medizinischen Fachangestellten Sylvia Keller. Heike Zepf steht unterstützend zur Seite. (Foto: Fotos: Simon Schneider)

++ Polizei warnt vor Überlastung durch Anti-Corona-Proteste

(9.56 Uhr) Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat vor einer Überlastung der Polizei durch die zunehmenden Anti-Corona-Proteste gewarnt. „Dass wir das ganze Thema rund um Corona nicht zusätzlich brauchen, um Arbeit für die Polizei zu schaffen, ist ja auch klar. Wir müssen dann unsere Prioritäten neu setzen, andere Aufgaben bleiben dann liegen“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ von Montag.

Wir müssen dann unsere Prioritäten neu setzen, andere Aufgaben bleiben dann liegen. 

GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow

Malchow sagte: „Wir haben die Diskussion um Corona, trotzdem geht das normale Leben weiter.“ Es mache etwas mit dem Sicherheitsgefühl der Menschen, wenn die Polizei nicht sofort zur Verfügung stehe, weil sie an anderer Stelle eingesetzt sei. „Es darf nicht dazu kommen, dass die Bürger an der Funktionstüchtigkeit des Staates zweifeln. Das könnte eine Gefahr sein.“

Der Gewerkschaftschef warnte die Bundesländer davor, aufgrund von Haushaltsnotlagen Personal bei der Polizei zu reduzieren. Das vorhandene Personal sei generell zu wenig. „Und wenn die ersten Länder aufgrund der knappen Haushalte durch Corona darüber nachdenken, Personal zu reduzieren, dann kann ich nur sagen: Hände weg.“ Es sei unübersehbar: „Wir haben definitiv keinen Personalüberschuss.“

++ Trautner verteidigt neue Test-Regeln für die Jüngeren

(9.45 Uhr) Bayerns Sozialminister Carolina Trautner (CSU) hat den Start der Corona-Tests für Krippen- und Kindergartenkinder abermals verteidigt. „Ich glaube, dass es wirklich funktionieren wird, weil die Eltern ja auch größtes Interesse daran haben, dass die Sicherheit in den Kitas sehr hoch ist“, sagte sie am Montag dem Bayerischen Rundfunk. Schummelei durch die Eltern lasse sich zwar nicht ausschließen. „Aber ich baue wirklich darauf, dass das größte Interesse auch bei den Eltern daran besteht, dass die Kinder in einer sicheren Umgebung betreut werden.“

Seit dem 10. Januar gilt in Bayern zwar keine Testpflicht in den Räumen der Kitas, aber eine Testnachweispflicht für die Sorgeberechtigten. In den Kitas zu testen, würde laut Trautner das Erziehungspersonal überfordern. „Die Kinder sind noch sehr klein, sie schaffen es nicht alleine, dies zuverlässig an sich selber durchzuführen. Insofern wäre es für die Beschäftigten nicht leistbar.“ Bayernweit gibt es etwa 10 200 Kitas.

Eltern müssen nun dreimal in der Woche glaubhaft versichern, dass sie alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr mit negativem Ergebnis selbst zu Hause getestet haben.

Die vom Freistaat per Berechtigungsschein bezahlten Tests müssen grundsätzlich montags, mittwochs und freitags erfolgen. Ist ein Kind an einem dieser Tage nicht anwesend, muss ein Test an dem Tag gemacht werden, an dem es wieder betreut wird. Die Einrichtungen können selbst entscheiden, ob die Eltern als Nachweis des Tests die Testkassette mit der negativen Ergebnisanzeige oder aber ein jedes Mal mit dem aktuellen Datum neu unterschriebenes Formular mitbringen müssen.

++ Bilanz: Ärzte impfen 2000 Menschen im Tettnanger Impfzentrum

(08.57 Uhr) Das Impfzentrum in den Räumen der Autofabrik Bodensee ist immer als Angebot auf Zeit ausgelegt gewesen. Und als solches war es durchaus ein Erfolg, wie die Bilanz des Landratsamts Bodenseekreis zeigt. Die hat Sprecher Robert Schwarz auf Anfrage von Schwäbische.de gezogen. Die Schätzung beläuft sich auf rund 2000 Impfungen an 14 Betriebstagen.

++ Mehr zur Bilanz des Tettnanger Impfzentrums lesen Sie HIER ++

++ Cichutek: 80 Prozent der Corona-Schnelltests erkennen Omikron

(08.21 Uhr) Der Großteil der in Deutschland angebotenen Corona-Schnelltests sind nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) auch zum Nachweis der neuen Omikron-Variante geeignet. Der Präsident des Institut, Klaus Cichutek, verwies am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“ darauf, dass das Institut mittlerweile über 250 Test-Produkte auf ein höheres Level an Sensitivität bewertet habe und mindestens 80 Prozent dieses Niveau auch schaffen.

Generell können Schnelltests eine Infektion nur dann detektieren, wenn zum Testzeitpunkt eine hohe Viruslast besteht. Dies gilt für Omikron ebenso wie für andere Varianten.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte eine Positivliste für Corona-Schnelltests angekündigt, welche die neue Omikron-Variante gut erkennen. „Ich habe am Nachmittag das Paul-Ehrlich-Institut veranlasst, eine Positivliste vorzubereiten mit Tests, die für Omikron besonders geeignet sind beziehungsweise Omikron früh erkennen“, sagte der SPD-Politiker dem ARD-Hauptstadtstudio am Sonntagabend.

Das Paul-Ehrlich-Institut hatte bereits Ende des Jahres Angaben zu den in Deutschland angebotenen Corona-Schnelltests veröffentlicht. Die große Mehrheit dieser Tests schlage auf ein Protein des Virus an, dass von den Omikron-Mutationen vergleichsweise wenig betroffen sei, hieß es. Die Prüfergebnisse sind auf den Seiten des PEI im Internet einsehbar. 

++ Zahl der Corona-Infektionen steigt in Bayern weiter

(07.48 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen steigt in Bayern rasant. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie am Montagmorgen bei 321,8 pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag hatte das RKI einen Wert von 295,1 gemeldet.

Die bayerischen Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 5876 Corona-Neuinfektionen. Es wurden 10 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet.

++ Einspruch von Djokovic gegen verweigerte Einreise stattgegeben

(07.32 Uhr) Dem Einspruch des serbischen Tennisprofis Novak Djokovic gegen seine verweigerte Einreise nach Australien ist stattgegeben worden. Das entschied ein Gericht am Montag in Melbourne. Welche Folgen das für die Teilnahme des Titelverteidigers an den in einer Woche beginnenden Australian Open hat, war zunächst unklar.

++ Mehr zu Novak Djokovics verweigerter Einreise nach Australien lesen Sie HIER ++

++ Schulstart in Bayern: Neue Test-Regeln für die Jüngeren

(07.00 Uhr) An diesem Montag beginnt in Bayern wieder die Schule. Auch die meisten Kindertagesstätten öffnen nach den Weihnachtsferien ihre Türen. Die Kleinen und ihre Eltern müssen sich dabei umstellen. Für sie heißt es fortan drei Mal in der Woche: testen.

Zwar gilt weiterhin keine Testpflicht in den Räumen der Kitas, aber eine Testnachweispflicht für die Sorgeberechtigten: Sie müssen drei Mal in der Woche „glaubhaft versichern“, dass sie alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr mit negativem Ergebnis selbst zu Hause getestet haben.

Die vom Freistaat per Berechtigungsschein bezahlten Tests müssen grundsätzlich montags, mittwochs und freitags erfolgen. Ist ein Kind an einem dieser Tage nicht anwesend, muss ein Test an dem Tag gemacht werden, an dem es wieder betreut wird.

Für Schülerinnen und Schüler ändert sich mit Blick auf die Testmodalitäten nur insofern etwas, als sich nun auch geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler wieder regelmäßig testen müssen. Ansonsten bleibt es dabei, dass an den Grund- und Förderschulen zweimal pro Woche ein PCR-Pooltest gemacht wird, bei dem die Kinder an einem Tupfer lutschen - daher auch die Bezeichnung „Lollitest“.

Weil das Ergebnis des Pool-Tests erst mit einiger zeitlicher Verzögerung vorliegt, wird an den Grund- und Förderschulen am Montagmorgen zu Unterrichtsbeginn zusätzlich ein Selbsttest durchgeführt. An allen anderen Schulen testen sich die Schülerinnen und Schüler dreimal pro Woche selbst. Alternativ wird jeweils auch ein negativer PCR- oder POC-Antigen-Schnelltest akzeptiert.

++ Pandemie stellt Sportvereine vor große Herausforderungen

(06.34 Uhr) In wenigen Wochen jährt sich der Pandemiebeginn zum zweiten Mal. In einer besonderen Situation sind Sportvereine: Bei ihnen liegt sowohl der Ligabetrieb in Wettkampfsportarten, aber auch der Grundlagen- und Freizeitsport. Im Sommer war teils Normalbetrieb möglich, aber die Grenzen setzen immer die Coronaverordnungen.

Positiv sehen Harald Franzen vom TSV Tettnang, Wolfgang Klemm von der SG Argtental und Daniel Baumann vom SV Tannau die jüngste Erhöhung der Fördermittel durch die Stadt gerade bei Kindern und Jugendlichen. Auch wenn es mittlerweile Hallengebühren gebe, stehe am Ende ein Plus. Allerdings sagen alle drei, dass Corona die Vereine vor große Herausforderungen stellt.

++ Mehr zur Situation der drei Sportvereine lesen Sie HIER ++

++ Schulen und Kitas öffnen trotz Sorgen wegen Omikron

(06.08 Uhr) Während sich die Omikron-Variante des Coronavirus schnell ausbreitet, kehren Kinder und Jugendliche am Montagmorgen in ganz Baden-Württemberg wieder an die Schulen zurück. Auch die Kitas werden nach dem Ende der Weihnachtsferien wieder geöffnet. Aus Sorge vor Ansteckungen wird aber für die kommenden zunächst sechs Wochen an Schulen und Kitas stärker getestet. Außerdem hat die Landesregierung den Kreis der Menschen erweitert, der sich regelmäßig auf das Virus testen lassen muss.

Auf eine einfache Formel gebracht heißt es künftig: Getestet wird nun, wer noch nicht geboostert ist. Nach den Plänen der Ministerien sollen alle Schülerinnen und Schüler ohne eine Auffrischungsimpfung („Booster“) in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien täglich getestet werden, sofern an ihren Einrichtungen Antigenschnelltests angeboten werden.

Schulen, die auf PCR-Pooltests setzen, sollen wenn möglich weitere Antigenschnelltests anbieten. Von der zweiten Woche bis zu den Faschingsferien (ab 25. Februar) sind laut Ministerien drei Antigenschnelltests oder zwei PCR-Testungen für die Kinder und Jugendlichen verpflichtend, sofern sie nicht geboostert sind.

Auch für das Personal an Schulen, in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege wird die Teststrategie erweitert, sollten die Betreffenden nicht geboostert sein. Demnach sind Tests an jedem Präsenztag vorgeschrieben.

++ Mehr zum Thema: Die Lehrer-Gewerkschaft GEW warnt zum Schulstart ++

Während die Kinder und Jugendlichen in Baden-Württemberg erst von Montag an zurückerwartet werden, hat der Unterricht in mehreren anderen Bundesländern bereits vor einer Woche begonnen. Am vergangenen Dienstag und am Mittwoch folgten weitere Länder.

++ RKI registriert 25.255 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 375,7

(05.48 Uhr) Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 375,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 362,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 232,4 (Vormonat: 389,2).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 25.255 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 18.518 Ansteckungen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 52 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 68 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.535.691 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montagmorgen mit 6.745.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 114.029.

++ Eishockey-Weltverband diskutiert über Olympia-Turnier

(05.31 Uhr) Eine Absage des olympischen Eishockey-Turniers im Februar in Peking scheint angesichts der weltweiten Corona-Situation nicht mehr völlig undenkbar. Am Donnerstag treffen sich die Spitze des Weltverbandes IIHF mit den nationalen Verbänden und Ligen-Vertretern, um die aktuellen Probleme zu erörtern.

„Es sind schon noch Fragen zu klären. Was passiert zum Beispiel, wenn sich Spieler vor Ort oder bei der Rückreise infizieren?“, sagte Gernot Tripcke, der Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga, der Deutschen Presse-Agentur. In der DEL sind die Nöte gerade besonders groß, da es immer mehr Corona-Ausbrüche gibt und aktuell vier Teams nicht spielfähig sind. Angesichts der vielen Nachholspiele wird die Spielplangestaltung inzwischen knifflig.

Allerdings können die DEL-Clubs wegen bestehender Verträge anders als die Teams der NHL die Spieler-Freigabe nicht verweigern. Die nordamerikanische Profiliga hatte ebenfalls wegen etlicher Corona-Fälle und Team-Quarantänen zuletzt bereits entschieden, ihre Spieler nicht nach Peking reisen zu lassen.

Das waren die letzten Meldungen am Sonntag:

++ Corona-Zahlen bleiben weiter unter Schwelle für Alarmstufe II

(18.17 Uhr) Während die Inzidenz in Baden-Württemberg weiter deutlich steigt, sind die für schärfere Corona-Einschränkungen relevanten Zahlen auch am dritten Tag in Folge unter den Schwellenwerten geblieben. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes (LGA) ging die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen am Sonntag um 11 auf 431 zurück. Der Wert liegt somit weiter unter der wichtigen Marke von 450. Die Hospitalisierungsinzidenz verharrte mit 2,6 weiter deutlich unter dem für die Alarmstufe II relevanten Wert von 6,0. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden.

Sollten beide Zahlen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter den Grenzwerten der derzeit geltenden Alarmstufe II bleiben, wären eigentlich Lockerungen der Maßnahmen möglich. Zum Beispiel dürften dann Diskotheken und Clubs wieder öffnen, in mehreren Einrichtungen würde die 2G-plus-Regel fallen. Allerdings hat das Staatsministerium bereits am Freitagabend mitgeteilt, dass die in der Alarmstufe II geltenden Regeln am Dienstag wegen der hoch ansteckenden Omikron-Variante „bis auf Weiteres“ verlängert werden sollen.

Auch das Sozialministerium hatte Hoffnungen bereits gebremst: „Generell müssen wir weiter sehr vorsichtig bleiben, da noch nicht vollumfänglich klar ist, wie die Omikron-Variante das Infektionsgeschehen in Deutschland und Baden-Württemberg verschärfen wird“, hatte ein Ministeriumssprecher am Freitag gesagt.

Die Inzidenz - also die Zahl der registrierten Infektionen binnen sieben Tagen und auf 100 000 Einwohner - legte am Sonntag zu von 299,6 auf 320,6. Bislang wurden laut Bericht 12 057 Fälle der Omikron-Variante aus Baden-Württemberg an das Landesgesundheitsamt übermittelt. Dabei handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Infektionen, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der Verdachtsfälle macht die Behörde keine Angaben.

++ Corona-Inzidenz im Landkreis Ravensburg steigt wieder an

(17.43 Uhr) Die Corona-Sieben-Tage-Inzidenz, die die Zahl der neu registrierten Covid-19-Erkrankten pro 100 000 Einwohner angibt, ist im Landkreis Ravensburg über das Wochenende deutlich angestiegen. Das teilte das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mit. Nach Informationen des Gesundheitsamts lag die Inzidenzzahl am späten Sonntagnachmittag in Baden-Württemberg bei 320,6.

Für den Landkreis Ravensburg gab die Behörde einen Wert von 376,0 an. Nur im benachbarten Landkreis Sigmaringen ist diese Zahl mit 297,8 niedriger. Biberach liegt aktuell bei 378,2, der Bodenseekreis bei 390,5. Zum Vergleich: Am 9. Dezember, also vor einem Monat, gab das Landesgesundheitsamt für den Kreis Ravensburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 505,4 an.

++ Hier geht es zum Corona-Newsblog vom Wochenende ++

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