Newsblog 1./2.1.: Lauterbach rechnet mit Beschlüssen zu neuen Corona-Regeln am Freitag

Digital-Redakteur
Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Corona-Inzidenz steigt im Südwesten auf 238,4 (20.32 Uhr)

  • Auch Corona-Fälle beim VfB Stuttgart (11.31 Uhr)

  • Fünf Corona-Fälle beim FC Bayern (09.26 Uhr)

  • Inzidenz steigt erneut an (07.38 Uhr)

Wir beenden unseren Corona-Newsblog für heute. Das waren die wichtigsten Nachrichten vom Sonntag: 

++ Lauterbach: „Es wird auf jeden Fall neue Beschlüsse geben“

(21.23 Uhr) Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet damit, dass Bund und Länder bei ihren Beratungen am kommenden Freitag neue Corona-Regeln vereinbaren. „Es wird auf jeden Fall neue Beschlüsse geben, weil wir müssen uns Gedanken dazu machen, wie verändern wir die Quarantäne-Verordnung“, sagte Lauterbach am Sonntagabend im Interview von RTL/ntv.

Die Frage sei, wie lang die Quarantäne zum Beispiel für diejenigen dauern müsse, die in der kritischen Infrastruktur arbeiteten, in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern. Geklärt werden müsse etwa, inwieweit die Fristen für diejenigen verkürzt werden könnten, die schon eine Auffrischungsimpfung erhalten hätten.

Um zu verhindern, dass die Omikron-Welle zu groß werde, werde man auch beraten müssen, welche Kontaktbeschränkungen angemessen seien. Eine Durchseuchung könne man sich in Deutschland wegen der hohen Zahl an Ungeimpften nicht leisten, betonte Lauterbach. „Die Fallzahlen werden sehr stark steigen, und das wird dann auch viele Ungeimpfte treffen, und die sind nicht geschützt. Daher mache ich mir da große Sorgen.“

Gesundheitsminister Karl Lauterbach.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach warnt bereits vor einer fünften Corona-Welle aufgrund der neuen Omikron-Variante des Virus. (Foto: Ronny Hartmann/AFP)

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hatte vor Weihnachten vor einer extremen Belastung des Gesundheitssystems und der gesamten kritischen Infrastruktur wie Kliniken, Feuerwehr oder Stromversorgung gewarnt, sollten viele Menschen zeitgleich krank werden oder in Quarantäne müssen. Aus diesem Grund wird über eine Verkürzung der Isolations- oder Quarantänefristen debattiert.

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte kürzlich eine Befreiung von der Quarantäne für geboosterte Kontaktpersonen ins Gespräch gebracht.

++ Würden vier Wochen Corona-Pause der Sportwelt nützen?

(21.16 Uhr) Viele bekannte Profisportler wie Bayerns Torwart Manuel Neuer oder Fußball-Star Lionel Messi wurden zuletzt positiv auf das Coronavirus getestet.

Angesichts der Omikron-Welle dürften viele Athleten in den kommenden Wochen ausfallen. Sollte die Sportwelt deswegen eine Pause einlegen? Darüber streiten sich zwei unserer Redakteure, wie Sie hier lesen können.

++ Corona-Inzidenz steigt im Südwesten auf 238,4

(20.32 Uhr) Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg am Sonntag auf 238,4 gestiegen. Am Vortag hatte der Wert bei 235,1 gelegen. Er gibt die Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche an.

Anfang der Woche war die Inzidenz noch mehrere Tage infolge gesunken - womöglich auch wegen weniger Tests an den Feiertagen und Verzögerungen bei der Übermittlung von Daten durch manche Gesundheitsämter.

Auf den Intensivstationen im Südwesten wurden 505 Covid-19-Erkrankte behandelt. Das waren 3 mehr als einen Tag zuvor. Die Zahl der nachgewiesenen Fälle der neuen Omikron-Variante stieg auf 3574 (Vortag: 3328). Dabei handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Infektionen, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der aktuellen Verdachtsfälle macht die Behörde keine Angaben.

Seit Beginn der Pandemie wurde den Angaben zufolge inzwischen bei 1.025.166 Menschen im Südwesten eine Corona-Infektion registriert. Das waren 1384 mehr als am Samstag. 13.040 Erkrankte sind inzwischen an oder im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gestorben. Das heißt, seit dem Neujahrstag gab es 20 solcher Todesfälle.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gab es in Pforzheim mit 382,5, gefolgt vom Zollernalbkreis mit 309,7. Die niedrigsten Werte hatten der Rhein-Neckar-Kreis (168,7) und der Ostalbkreis 165,5.

++ Impfaktion am Aalener Rathaus: Resonanz beim Boostern letztlich doch wieder riesig

(20.07 Uhr) Die nächste Impfaktion des Kocher-Rems-Verbunds des DRK ist an diesem Sonntag veranstaltet worden. Nach schleppendem Anmeldebeginn unter der Woche ist es beim Boostern, das diesmal im Aalener Rathaus stattgefunden hat, am Ende doch wieder recht voll geworden.

++ Mehr lesen Sie hier. ++

++ Warum Apotheken auf der Alb nicht impfen wollen

(18.30 Uhr) Die Minister der Länder haben sich in ihrer Konferenz Anfang Dezember darauf geeinigt, ab Januar die Apotheken in die Impfkampagne miteinzubeziehen. Die Arztpraxen und die mobilen Impfteams sollen dadurch entlastet werden.

Bei einer Umfrage der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände erklärt sich jede zweite der 18 700 Apotheken in Deutschland dazu bereit, seine Kundinnen und Kunden gegen Covid-19 zu impfen. Anders bei den Apotheken auf der Alb.

++ Mehr zu den Gründen erfahren Sie hier. ++

++ Drei weitere Menschen im Kreis Ravensburg sterben an Covid

(18.13 Uhr) Trauriges Silvester-Wochenende: Gleich drei weitere Menschen aus dem Kreis Ravensburg sind binnen der letzten drei Tage an Covid-19 gestorben. Wie das Landesgesundheitsamt weiter mitteilt, stieg zudem die Sieben-Tages-Inzidenz wieder deutlich an. 

++ Mehr dazu lesen Sie hier. ++

++ Medikament gegen schwere Corona-Verläufe soll bald einsatzbereit sein

(16.07 Uhr) Mit dem Medikament Paxlovid soll möglichst noch im Januar ein neues Mittel zur Behandlung schwerer Covid-19-Verläufe in Deutschland eingesetzt werden können. „Ich bin zuversichtlich, dass wir bis Ende dieses Monats das dafür notwendige Paket geschnürt haben, dass wir also Lieferungen des Medikaments erhalten und eine Notfallzulassung erreicht haben“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach der „Welt am Sonntag“.

Laut dem SPD-Minister bereitet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) derzeit eine solche nationale Zulassung des Medikament des US-Pharmakonzerns Pfizer vor. Deutschland solle so bereits vor der noch ausstehenden Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA in der Lage sein, Paxlovid einzusetzen.

Vor knapp einer Woche hatte Lauterbach die Bestellung von einer Million Packungen Paxlovid bekanntgegeben. Der SPD-Politiker geht davon aus, dass damit der absehbare Bedarf ausreichend abgedeckt werde. „Das Mittel eignet sich insbesondere für die Behandlung ungeimpfter Risikopatienten.“  Nach Angaben von Pfizer von Anfang November verhindern die Corona-Pillen sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten.

Mehr über das neue Medikament Paxlovid erfahren Sie hier:

++ Erste Omikronfälle im Ostalbkreis bestätigt

(15.44 Uhr) Am Sonntag sind die ersten vier Coronafälle mit der Omikronvariante des Virus im Ostalbkreis durch Labornachweis bestätigt worden. Dies teilt der Geschäftsbereich Gesundheit des Landratsamts mit. 

++ Mehr dazu lesen Sie hier. ++

++ Impfen bis Mitternacht in Erolzheim

(15.08 Uhr) In den Impfstützpunkten Riedlingen und Erolzheim wird jeweils bei einer Sonderimpfaktion bis Mitternacht geimpft, um möglichst vielen Menschen eine Impfung zu ermöglichen. Das Angebot richtet sich an alle ab zwölf Jahren. Es werden Erst-, Zweit- und Drittimpfungen durchgeführt. 

++ Mehr dazu lesen Sie hier. ++

++ Aiwanger fordert mehr Hilfe für Bars, Clubs und Diskotheken

(14.32 Uhr) Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat vom Bund mehr finanzielle Unterstützung für die Betreiber von Bars, Clubs und Diskotheken gefordert. Sie müssten bei den Überbrückungshilfen Schaustellern und Marktkaufleuten gleichgestellt werden, sagte Aiwanger laut Mitteilung vom Sonntag.

Er gehe davon aus, „dass sich aktuell mehrere hundert Betreiber von Clubs, Bars und Diskotheken in Bayern aufgrund der Dauerschließung in akuter Existenznot befinden und bald das Handtuch werfen, wenn sie nicht besser unterstützt werden“. Gerade für die Attraktivität der Innenstädte und der Tourismusregionen seien diese Betriebe wichtig. „Deshalb müssen wir jetzt ihre Existenz sichern.“

Im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung sind im Freistaat derzeit Clubs, Diskotheken und Kneipen komplett geschlossen. Schausteller und Marktkaufleute erhalten vom Bund einen verbesserten Eigenkapitalzuschuss von 50 Prozent.

++ Erneut illegale Corona-Demo in Ravensburg

(13.09 Uhr) Erneut sind am Donnerstagabend etwa 300 Gegner der Corona-Maßnahmen und der möglichen allgemeinen Impfpflicht in Ravensburg auf die Straße gegangen.

Wie die Polizei mitteilte, trafen sich die Männer und Frauen entgegen des Versammlungsverbotes ab 18 Uhr in Gruppen und zogen durch die Innenstadt. Dabei hielten sie laut Polizei weder den gebotenen Mindestabstand ein, noch trugen die meisten Mundnasenschutz. Gegen 19.30 Uhr löste sich die illegale Demo am Frauentor auf.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Auch Corona-Fälle beim VfB Stuttgart

(11.31 Uhr) Diesen Neuanfang nach einem schwierigen Fußball-Jahr wird sich VfB-Profi Silas Katompa Mvumpa sicherlich ganz anders erhofft haben. 2021 war der 23-Jährige monatelang wegen eines Kreuzbandrisses ausgefallen.

Schon Ende November hatte der Angreifer zwar sein Comeback gefeiert, aber erst im neuen Jahr sollte er wieder voll angreifen und mit für bessere Zeiten beim VfB Stuttgart sorgen. Doch nun befindet sich Silas wegen einer Corona-Infektion in häuslicher Isolation. Wie bei Mittelfeldspieler Naouirou Ahamada fiel sein PCR-Test positiv aus, wie der Fußball-Bundesligist an Silvester bekannt gegeben hatte.

Statt nach der kurzen Winterpause mit neuem Schwung zu starten, muss Silas also den nächsten Rückschlag wegstecken. „Ich hoffe, dass vor allem die Offensivkräfte, die lange ausgefallen sind und verletzt waren, sehr, sehr schnell zu Rhythmus und Form finden“, hatte Sportdirektor Sven Mislintat zuvor noch im Vereins-TV gesagt.

++ Fünf Corona-Fälle beim FC Bayern

(09.26 Uhr) Bundesliga-Herbstmeister FC Bayern München wird zum Start ins neue Jahr gleich wieder von Corona ausgebremst.

Der Verein gab bekannt, dass nach dem Urlaub Kapitän Manuel Neuer (auf den Malediven), Kingsley Coman (Dubai), Corentin Tolisso (Frankreich) und der Engländer Omar Richards positiv auf das Virus getestet worden seien.

Es gehe allen Spielern gut, berichtete der Rekordmeister. Das gelte auch für den ebenfalls positiv getesteten Co-Trainer Dino Toppmöller. Alle fünf Infizierten befänden sich in häuslicher Quarantäne. „Mir geht es soweit ganz gut, ich habe zum Glück nur leichte Symptome“, schrieb Nationaltorhüter Neuer auf Instagram und bedankte sich für die Genesungswünsche.

Die Mannschaft des FC Bayern wird nun erst an diesem Montag mit der Rückrundenvorbereitung beginnen. Das erste Spiel der Münchner findet am kommenden Freitag gegen Borussia Mönchengladbach statt.

Ursprünglich war der Trainingsstart für Sonntag geplant. Infolge der Anpassung des Test- und Hygienekonzepts an die aktuelle Pandemielage würden aber nun zunächst alle Spieler, Trainer und Staff-Mitglieder am Montagmorgen PCR-getestet.

++ Inzidenz steigt erneut an

(07.38 Uhr) Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am vierten Tag in Folge einen Anstieg der offiziellen bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 222,7 an.

Weil zwischen den Jahren weniger getestet und gemeldet wird, geht das RKI bei den Zahlen von einer Untererfassung aus. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 220,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 220,7 (Vormonat: 439,2).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.515 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.34 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 10.100 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 46 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 88 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.189.329 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 6.441.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 112.155.

Das waren die Meldungen vom Samstag

++ VAN sagt Dreikönigstrunk ab

(17.31 Uhr) Eine feste Größe im Jahreskalender des Verbands Alb-Bodensee-oberschwäbischer Narrenzünfte (VAN) ist der Dreikönigstrunk am 6. Januar, der traditionell im Bürgersaal in Moosheim bei Bad Saulgau stattfindet und alle Mitgliedszünfte zum Jahresbeginn zusammenführt.

Diesem Treffen macht auch in diesem Jahr, wie bereits im Jahr zuvor, die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Um den Anliegen der Verantwortlichen nach Einschränkung von Treffen Rechnung zu tragen, hat das VAN-Präsidium in Absprache mit dem gastgebenden Narrenverein Moosheim beschlossen, den Dreikönigstrunk 2022 abzusagen.

++ Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern verharrt bei knapp über 180

(15.03 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Bayern im Vergleich zum Vortag nahezu konstant geblieben. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin vom Samstag (Stand: 3.16 Uhr) betrug die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche 181,6. Am Vortag lag der Wert bei 182,6. Das RKI betont allerdings, dass die Zahlen über die Feiertage unvollständig sein können - wegen geringerer Test- und Meldeaktivität.

Binnen 24 Stunden registrierte das RKI demnach 3274 Neuinfektionen und 23 Todesfälle im Freistaat. Die höchste Inzidenz wies am Samstag die Stadt Schweinfurt mit 326,3 auf, gefolgt vom Landkreis Unterallgäu (320,2). Der niedrigste Wert wurde für den Landkreis Wunsiedel mit 87,5 ermittelt.

Zu Beginn des Jahres 2022 wurden in den Kliniken des Freistaats 647 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen behandelt. Das geht aus dem bundesweiten Intensivregister Divi (10.05 Uhr) hervor.

++ 112.000 Impfungen an Silvester - Impfquote bei 71,2 Prozent

(13.18 Uhr) An Silvester geimpft: Am letzten Tag des Jahres haben noch einmal mindestens 112.000 Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Damit verfügen insgesamt 71,2 Prozent der Bürger über die Grundimmunisierung, für die in der Regel zwei Dosen erforderlich sind.

Eine Auffrischungsimpfung („Booster“) erhielten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI/Stand: Samstag, 9.01 Uhr) bereits 38,7 Prozent der Bevölkerung. Noch gar nicht geimpft sind 25,8 Prozent, also jeder vierte Bürger oder 21,5 Millionen Menschen - darunter auch rund vier Millionen Kinder, die vier Jahre oder jünger sind und für die bisher noch gar kein Impfstoff zugelassen ist.

Insgesamt wurden bisher 164,3 Millionen Impfdosen in Deutschland ausgeliefert. Davon entfällt ein Anteil von 72 Prozent auf dem Impfstoff Comirnaty, der von dem Mainzer Unternehmen Biontech in Partnerschaft mit dem US-Pharmariesen Pfizer hergestellt wird. Comirnaty wurde am 21. Dezember 2020 erstmals für die Länder der Europäischen Union zugelassen - es folgten die Impfstoffe von Moderna („Spikevax“), Astrazeneca („Vaxzevria“), Janssen (bekannter unter dem Namen des Mutterkonzerns Johnson & Johnson) und zuletzt am 20. Dezember 2021 als vierter Impfstoff „Nuvaxovid“ des Unternehmens Novavax.

++ Lauterbach sieht „Licht am Ende des Tunnels“

(11.14 Uhr) Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich mit Blick auf die Pandemie vorsichtig optimistisch gezeigt. Fürs nächste Jahr gebe es „Licht am Ende des Tunnels“, sagte der SPD-Politiker am Abend in der ZDF-Silvestershow vom Brandenburger Tor.

Die Omikron-Variante werde nochmal eine schwere Herausforderung. „Aber es sieht so aus, als wenn diese Variante etwas weniger gefährlich wäre als die Delta-Variante.“ Das sei schon mal ein Lichtblick. Man wisse noch nicht genau, ob das auch für die Ungeimpften gelte.

Mehrere Virologen hatten zuletzt Anlass für vorsichtigen Optimismus bei der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland gesehen. Forscher Christian Drosten verwies im ZDF-„heute journal“ auf Daten aus Südafrika, wo sich die besonders ansteckende Variante Omikron zunächst verbreitet hatte: „In gewisser Weise kann uns das beruhigen. Südafrika ist sicher ein Blick in eine Zukunft, in eine endemische Situation, die sich dort gerade einstellt“, sagte Drosten. „Nur sind wir leider noch ein ganzes Stück davon entfernt.“

++ Sieben-Tage-Inzidenz steigt den dritten Tag in Folge

(09.08 Uhr) Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am dritten Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 220,3 an. Weil zwischen den Jahren weniger getestet und gemeldet wird, geht das RKI von einer Untererfassung aus.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 214,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 242,9 (Vormonat: 442,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 26.392 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.45 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 22.214 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 184 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 157 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.176.814 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 6.418.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 112.109.

Das waren die letzten Meldungen vom Freitag

++ In Ringschnait gibt’s eine Impfaktion

(16.23 Uhr) In der Dürnachhalle Ringschnait besteht am Mittwoch, 5. Januar, die Möglichkeit, sich zwischen 16 und 22 Uhr ohne Termin gegen Covid-19 impfen zu lassen. Mehr dazu lesen Sie hier. 

++ Zwischen Hoffnung und Ohnmacht: Wie ein Hausarzt das Jahr erlebte

(15.12 Uhr) Der 7. Januar 2021 war für Dr. König ein ganz besonderer Tag. Denn der Arzt konnte endlich die ersten Heimbewohner in ganz Oberschwaben impfen. Eine große Erleichterung, denn während er zuvor in der zweiten Welle noch hilflos zusehen musste, wie viele Pflegebedürftige an Covid-19 starben, trat in der dritten Welle kein Erkrankungsfall in den Heimen mehr auf.

++ Wie sich das zweite Pandemie-Jahr für einen Hausarzt angefühlt hat, lesen Sie hier. ++

++ Großer Andrang bei Testzentren - genug Kapazitäten im Südwesten

(14.56 Uhr) Vor der Silvesterfeier haben sich viele Leute vor den Corona-Testzentren im Südwesten gedrängt. Nur noch wenige Termine seien verfügbar, wie ein Sprecher der Little Pinguin Medi & Secure Services in Öhringen am Freitag mitteilte. Der Anbieter betreibt neun Schnelltestzentren im Raum Hohenlohe. Die Menschen stünden Schlange, die Wartezeiten blieben aber kurz. Sorgen um Engpässe bei den Schnelltests müssten sich die Menschen allerdings nicht machen. "Wir sind gut versorgt", sagte ein Sprecher.

Auch bei den Testzentren von Gemeinsam neue Wege GmbH seien viele Termine ausgebucht, sagte ein Sprecher. "Kapazitätsprobleme haben wir nicht, wir haben genug Tests bestellt", sagte der Sprecher weiter.

Die Testzahlen seien wieder gesunken, nachdem die Landesregierung die Testpflicht bei "2G plus" teils wieder zurückgenommen hat, sagte ein Sprecher des Testzentrums Mannheim-Neckarau. Die Menschen ließen sich nur testen, wenn sie müssten. Kapazitäten seien genug vorhanden.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Freitag+++

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