Corona-Newsblog 26.11.: Labore für PCR-Tests überlastet - längeres Warten auf Ergebnisse

Digital-Redakteur
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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: 

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 124.800 (796.846 Gesamt – ca. 660.400 Genesene - 11.622 Todesfälle)
  • Inzidenz Baden-Württemberg: 489,9
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 774.300 (5.650.170 Gesamt – ca. 4.775.300 Genesene - 100.476 Tote)
  • Inzidenz Deutschland: 438,2

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Biontech untersucht Corona-Variante - Ergebnisse binnen zwei Wochen (15.01 Uhr)
  • Söder fordert Bundesnotbreme und Impfpflicht möglichst ab 1. Januar (10.47 Uhr)
  • RKI registriert 76 414 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 438,2 (06.00 Uhr)

Das waren die wichtigsten Nachrichten des Tages:

++ Oberschwabenklinik muss Corona-Patienten in andere Häuser verlagern

(20.04 Uhr) Die Lage an der Oberschwabenklinik (OSK) bleibt unverändert angespannt, und die vierte Welle bringt neue Herausforderungen mit sich. Die Coronapatienten sind häufig jünger und liegen länger auf der Intensivstation – im Schnitt 21 Tage, so OSK-Pressesprecher Winfried Leiprecht.

++ Mehr dazu lesen Sie hier. ++

++ WHO stuft neue Corona-Variante als „besorgniserregend“ ein

(19.45 Uhr) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 als „besorgniserregend“ eingestuft. Das teilte die UN-Behörde am Freitag nach Beratungen mit Experten mit. Diese Klassifizierung ist laut WHO-Definition ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverläufen führt. Außerdem besteht bei „besorgniserregenden Varianten“ die Gefahr, dass herkömmliche Impfungen, Medikamente oder Corona-Maßnahmen weniger wirksam sind.

Diese nun Omikron genannte Variante weise eine große Anzahl Mutationen auf, von denen einige besorgniserregend seien, hieß es. Vorläufige Hinweise deuteten auf ein erhöhtes Risiko einer Reinfektion bei dieser Variante im Vergleich zu anderen besorgniserregenden Varianten, zu denen auch die derzeit vorherrschende Delta-Variante zählt.

Laut WHO wurde B.1.1.529 in Südafrika mittels genetischer Analyse entdeckt, die vom 9. November stammt. Insgesamt ist die Variante bislang weniger als 100 Mal genetisch nachgewiesen worden. Sie weist viele Mutationen auf, die aus Sicht von Wissenschaftlern möglicherweise zu einer leichteren Übertragung führen können. Nach Angaben der WHO wird es jedoch noch Wochen dauern, bis klar wird, welche genauen Auswirkungen die Mutationen haben.

++ Labore für PCR-Tests überlastet - Längeres Warten auf Ergebnisse

(19.12 Uhr) Weil Labore für PCR-Corona-Tests im Südwesten überlastet sind, müssen Getestete teils länger auf Ergebnisse warten. Die Auslastung von 24 Laboren in Baden-Württemberg lag in der Vorwoche bei rund 115 Prozent, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Freitag in Berlin mit. Höher war die Belastung für Labore demnach deutschlandweit nur in Sachsen und im Saarland. Zunächst hatte der SWR berichtet.

„Unsere Labore versuchen, die Tests so schnell wie möglich zu bearbeiten“, sagte Geschäftsführerin Cornelia Wanke. „In Überlastungssituationen kann es aber derzeit vorkommen, dass es länger dauert.“ Die Ergebnisse lägen meist binnen 48 Stunden vor.

„Die Lage in den Laboren ist angespannt und sehr belastend“, sagte Wanke. „Die Beschäftigten arbeiten mehr, mancherorts 24/7, um die enormen PCR-Anforderungszahlen zeitgerecht zu bearbeiten.“ Bei Überlastung würden Labore einander oft aushelfen, insbesondere in den größeren Laborgruppen. Corona-Tests, bei denen ein schnelles Ergebnis besonders wichtig sei, zum Beispiel aus Krankenhäusern, würden zudem bevorzugt behandelt, sagte Wanke. Dazu müssten die Labore aber auch die entsprechende Information zu den Proben bekommen.

++ 31 weitere Impfstützpunkte im Südwesten können öffnen

(18.56 Uhr) Das baden-württembergische Gesundheitsministerium hat am Freitag 31 weitere Impfstützpunkte in den Stadt- und Landkreisen genehmigt. Das Land baue mit Hochdruck die Impfoffensive weiter aus, teilte das Gesundheitsministerium mit. Bis Jahresende sollen demnach noch etwa 3,5 Millionen Menschen mit einem mRNA-Impfstoff versorgt werden. Niedergelassene Ärzte, mobile Impfteams, kommunale Impfstützpunkte sowie das Impfen durch Betriebsärzte seien Teil der Impfallianz des Landes.

Laut Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) haben inzwischen 850.000 Menschen in Baden-Württemberg eine Booster-Impfung erhalten. Das sei eine gute Entwicklung, dennoch reiche das nicht aus. Gleichzeitig appellierte Lucha an die Verantwortung des Bundes, den Ländern ausreichend Impfstoff zur Verfügung zu stellen. 

„Um es noch einmal zu betonen: Für die Impfstofflieferungen ist ausschließlich der Bund und nicht das Land zuständig. Wir sind selbst einigermaßen erstaunt, dass die Zeiten der begrenzten Impfstoffverfügbarkeit offenbar wieder da sind“, sagte Lucha laut Mitteilung.

++ Kretschmann: „Wir kommen aus diesem Schlamassel nicht anders heraus“

(18.37 Uhr) Gemeinsam mit Markus Söder prescht Winfried Kretschmann vor. Nur mit einer Impfpflicht ist die Pandemie zu stoppen, glauben die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg. Im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ erklärt Kretschmann, warum es trotzdem nochmal einen Lockdown für alle geben könnte.

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++ Luftwaffe mit Corona-Patienten aus Schwaben in NRW gelandet

(18.23 Uhr) Sechs Corona-Intensivpatienten aus Schwaben sind am frühen Freitagabend mit einer Maschine der Luftwaffe am Flughafen Münster/Osnbrück gelandet. Der Airbus A310 MedEvac setzte gegen 17.30 Uhr in Greven auf, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Die Schwerkranken wurden auf dem Luftweg aus Memmingen in Bayern nach Nordrhein-Westfalen gebracht und dort weiter auf verschiedene Kliniken verteilt.

Die Bundeswehr hilft damit erstmals dabei, Krankenhäuser in Regionen mit besonders vielen Corona-Patienten zu entlasten. Die Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit. Es handelt sich um den Airbus A310 MedEvac, eine „fliegende Intensivstation“ mit sechs Behandlungsplätzen, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH. In dieses waren zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden.

Luftwaffe
Ärzte transportieren Covid-Intensivpatienten auf dem Allgäu-Airport in einen Airbus der Luftwaffe. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand / DPA)

++ Kreis Lindau will noch mehr impfen

(18.11 Uhr) Die Corona-Lage im Landkreis Lindau ist nach wie vor dramatisch. Laut Landratsamt steigen die Infektionszahlen weiter und auch die Zahl der Menschen, die stationär aufgenommen werden müssen, nimmt zu. Momentan werden 20 Menschen in den Krankenhäusern im Landkreis wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt, drei davon intensivmedizinisch. 

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++ Patienten der Biberacher Sana-Klinik werden teilweise in andere Kliniken verlegt

(17.46 Uhr) Die Kapazitäten im Biberacher Sana-Klinikum sind sowohl mit Corona-Patienten als auch mit weiteren, zum Teil intensivpflichtigen Patienten zum Ende dieser Woche weiterhin stark ausgelastet. Dies teilte die Klinik auf Anfrage mit und äußerte sich dabei auch zu den Themen Patientenverlagerung und Triage.

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++ Landesweite Impfaktion an Schulen in Baden-Württemberg geplant

(17.28 Uhr) Die letzten drei Schultage vor den Weihnachtsferien sollen in ganz Baden-Württemberg im Zeichen einer Impfaktion stehen. Flächendeckend für Schüler aller Altersgruppen, also auch Grundschüler. Vor den Schulgebäuden können sich dann Schüler, Eltern und Lehrer gegen das Coronavirus impfen lassen.

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++ Das Drive-in-Testzentrum in Bad Saulgau kommt wieder

(17.26 Uhr) In Bad Saulgau baut die Stadtverwaltung die Testmöglichkeiten wieder aus. Bereits ab Montag gibt es wieder die Möglichkeit sich am Festplatz im Auto testen zu lassen. Das kommunale Testzentrum an der Sonnenhof-Therme nimmt am Mittwoch, 1. Dezember, den Betrieb auf. Hier besteht an sieben Tagen in der Woche die Möglichkeit, sich testen zu lassen.

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++ Große Frustration: Kliniken fühlen sich von der Politik allein gelassen

(16.45 Uhr) Die Lage ist vielerorts dramatisch: Die vierte Corona-Welle bringt Krankenhäuser in Baden-Württemberg und Bayern an die Grenzen der Belastbarkeit. Erste Patientinnen und Patienten mussten bereits in andere Bundesländer verlegt werden, überall fehlt es an Personal.

Die Lasten seien enorm, auch finanziell, beklagt die baden-württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG).

++ Die wichtigsten Fragen zur Lage im Überblick lesen Sie hier. ++

++ Zum zweiten Mal nach 2021: Kalter Markt ist abgesagt

(16.12 Uhr) Die Stadt Ellwangen hat den Kalten Markt 2022 abgesagt. Damit kann das traditionelle Ellwanger Pferdefest, dessen Tradition bis ins Mittelalter zurückreicht, bereits zum zweiten Mal in Folge nicht stattfinden. Spätestens nach der Absage des Adventsmarkts, der den Weihnachtsmarkt der Stadt wenigstens in Teilen ersetzen sollte, stand ein großes Fragezeichen hinter dem Kalten Markt. 

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++ Zollernalbkreis: Zahlreiche gefälschte Impfausweise im Umlauf

(15.48 Uhr) „Immer mehr gefälschte Impfausweise sind im Zollernalbkreis im Umlauf“, berichtet ein Angehöriger der Polizei und die Sprecher der Apotheken bei der Corona-Lagebesprechung am Donnerstag zwischen Vertretern aus Verwaltung und unterschiedlichen, medizinischen Bereichen. 

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++ OSK-Impfteam bietet weitere Termine im Dorfstadel Ziegelbach an

(15.17 Uhr) Aufgrund der derzeit erwarteten starken Nachfrage und nachdem mittlerweile zusätzliche Impfteams eingerichtet werden konnten, werden von der Oberschwabenklinik (OSK) im Dorfstadel Ziegelbach im Dezember weitere vier Impftermine durch mobile Impfteams angeboten.

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++ Biontech untersucht Corona-Variante - Ergebnisse binnen zwei Wochen

(15.01 Uhr) Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech schaut sich die im südlichen Afrika festgestellte neue Variante des Coronavirus in Tests an und rechnet spätestens in zwei Wochen mit Erkenntnissen.

„Wir können die Besorgnis von Experten nachvollziehen und haben unverzüglich Untersuchungen zur Variante B.1.1.529 eingeleitet“, teilte das Unternehmen in Mainz am Freitag auf Anfrage mit. Die Variante unterscheide sich deutlich von bisher beobachteten Varianten, da sie zusätzliche Mutationen am Spike-Protein habe.

Die Daten aus nun laufenden Labortests würden Aufschluss geben, ob eine Anpassung des Impfstoffs erforderlich werde, wenn sich diese Variante international verbreite.

Biontech teilte weiter mit, gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer habe man schon vor Monaten Vorbereitungen getroffen, um im Fall einer sogenannten Escape-Variante des Virus den Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anzupassen und erste Chargen innerhalb von 100 Tagen auszuliefern.

Dafür seien klinische Studien mit „variantenspezifischen Impfstoffen“ gestartet worden, um Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit zu erheben. Diese könnten im Fall einer Anpassung bei den Behörden als Musterdaten vorgelegt werden. Als Escape-Variante bezeichnet man eine Virusvariante, die sich der Wirkung der derzeit verfügbaren Impfstoffe entzieht.

++ Luftwaffe startet Corona-Hilfsflüge

(13.53 Uhr) Die Luftwaffe der Bundeswehr beteiligt sich erstmals an der Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie. Ein Airbus A310 MedEvac startete nach Bundeswehr-Angaben am Freitag kurz nach 13.00 Uhr Richtung Memmingen in Bayern. Von dort soll er Schwerkranke zum Flughafen Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen bringen. Die Ankunft der Maschine war für den frühen Abend geplant.

Die Bundeswehr hilft damit erstmals dabei, Krankenhäuser in Regionen mit besonders vielen Corona-Patienten zu entlasten. Die Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit. Dazu gehört der Airbus A310 MedEvac, eine „fliegende Intensivstation“ mit sechs Behandlungsplätzen, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH. In dieses waren zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden. In Wunstorf (Niedersachsen) ist zudem noch ein A400M MedEvac stationiert.

++ Wangener Apotheken koordinieren, Ärztin impft ab Montag: Wie die Zusammenarbeit funktioniert

(13.41 Uhr) Schon seit Sommer ist es Apothekerin Jenny Hsieh-Ehrhardt von der Rochus-Apotheke ein Anliegen, das Impfen voranzutreiben und die Ärzteschaft zu unterstützen.

Nun kann sie „Vollzug“ vermelden: Ab Montag, 29. November, wird im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) am Wangener Krankenhaus laut Ehrhardt unter Federführung von Dr. Franz wochentags geimpft – mit Unterstützung aller Wangener Apotheken. Wie die Zusammenarbeit funktioniert, hat sie hier im Interview verraten.

++ Einbrecher klauen Impfstoff: Impfstelle muss schließen

(13.35 Uhr) Weil Einbrecher die Impfstoff-Vorräte für die kommenden Tage geklaut haben, muss eine Impfstelle in Eislingen (Landkreis Göppingen) vorerst schließen.

Erst am Dienstag könnten dort voraussichtlich wieder Menschen gegen Corona geimpft werden, teilte das Landratsamt Göppingen am Freitag mit. Auch eine Impfstelle in Geislingen an der Steige habe wegen des Diebstahls weniger Dosen zur Verfügung, am Wochenende würden dort deshalb keine Erst- oder Boosterimpfungen verabreicht.

Einen Bericht der „Südwest Presse“, demzufolge die Einbrecher rund 700 Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer erbeuteten, wollte ein Polizeisprecher am Freitag nicht bestätigen.

Polizeiangaben zufolge waren Unbekannte zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen in das Gebäude mit Impfstelle eingebrochen und hatten dort neben Impfdosen auch Etiketten und Spritzen gestohlen. Im gleichen Zeitraum hätten Einbrecher in einem nahegelegenen Vereinsheim Schnelltests und Schutzmasken geklaut. Die Polizei in Eislingen ermittelt.

++ Auf dem Ravensburger Wochenmarkt gilt wieder Maskenpflicht

(13.14 Uhr) Ab Samstag gilt auf dem Ravensburger Wochenmarkt in der Innenstadt wieder Maskenpflicht. Kunden, Besucher, Standbetreiber und Verkaufspersonal müssen eine medizinische Maske tragen. Das teilte die Stadt Ravensburg am Freitag in einer Pressemitteilung mit. Ausnahmen gibt es für Kinder bis einschließlich dem fünften Lebensjahr. Ebenso für Personen, die aufgrund einer ärztlichen Bescheinigung vom Tragen einer Maske befreit sind.

++ Nach Biontech - nun auch Liefermengen bei Moderna rationiert

(12.32 Uhr) Das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg reagiert verärgert. Nach eigener Auskunft wird nun auch der Impfstoff von Moderna seitens des Bundesgesundheitsministeriums rationiert. Es können längst nicht alle Bestellungen bedient werden. 

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++ Intensivmediziner: Impfstatus unwesentlich bei Triage-Entscheidungen 

(11.03 Uhr) Der Impfstatus eines schwer erkrankten Covid-Patienten darf aus Sicht von Intensivmedizinern bei der Entscheidung über die weitere Behandlung keine Rolle spielen.

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) betont diese Maxime in der aktualisierten Fassung ihrer Empfehlungen dazu, wie bei knappen Ressourcen während der Corona-Pandemie möglichst viele Menschen gerettet werden können.

Die ärztliche Hilfspflicht gelte unabhängig davon, wie das Verhalten des Betroffenen vorher war, sagte Georg Marckmann, Vorstand des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin in München am Freitag.

„Es ist so, dass wir den Lungenkrebs des Rauchers genauso behandeln wie die koronare Herzerkrankung des Übergewichtigen. Und genauso werden wir natürlich auch die Covid-Erkrankung von jemand behandeln, der sich nicht geimpft hat“, sagte Marckmann. „Wie ein Kollege das mal sehr treffend auf den Punkt gebracht hat: „Wir sind Retter, keine Richter.

Mit den seit Wochen steigenden Zahlen an Neuinfektionen steigt die Zahl der Covid-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen. In einigen Regionen stoßen die Kliniken bereits an Kapazitätsgrenzen, so dass erneut die Frage aufkommt, welche Patienten im Falle begrenzter Ressourcen behandelt werden müssen.

Fachleute sprechen in diesem Fall von Triage oder Priorisierung. Im März 2020 hatten acht medizinische Fachgesellschaften Empfehlungen ausgearbeitet, die nun aktualisiert werden.

Wichtigstes Entscheidungskriterium bleibe die Erfolgsaussicht einer Behandlung. Dabei müssten alle bedürftigen Patienten gleich behandelt werden — Nicht-Covid-Patienten etwa mit einem Herzinfarkt- oder Schlaganfall oder auch Krebspatienten dürften gegenüber Covid-19-Patienten nicht benachteiligt werden, betonen die Experten.

++ Wieler: Neue Corona-Variante noch nicht in Deutschland festgestellt 

(10.56 Uhr) Die in Südafrika festgestellte neue Corona-Variante B.1.1.529 ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bisher noch nicht in Deutschland entdeckt worden.

„Bis halb 10 ist mir nicht bekannt, dass in Europa oder in Deutschland diese Variante bislang gefunden wurde“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in der Bundespressekonferenz in Berlin. Zugleich betonte er:

Wir sind tatsächlich in sehr großer Sorge.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte, Ziel müsse es sein, den Eintrag dieser Variante so weit wie möglich zu vermeiden. „Das ist das Letzte, was wir jetzt in unserer momentanen Lage noch brauchen können, dass in die Welle hinein noch eine zusätzliche Variante kommt.“

Spahn rief alle Menschen, die in den vergangenen Tagen aus Südafrika nach Deutschland gekommen sind, dazu auf, sich mit einem PCR-Test auf das Virus testen zu lassen.

++ Söder fordert Bundesnotbremse und Impfpflicht möglichst ab 1. Januar 

(10.47 Uhr) Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den Bund in der Corona-Krise zum schnellen Handeln aufgefordert. „Wir brauchen eine wirksame nationale Eindämmungsstrategie“, sagte Söder am Freitag in Rosenheim.

Es brauche eine „einheitliche Bundesnotbremse“ und ebenso eine raschere Ministerpräsidentenkonferenz. Nötig sei auch eine schnelle allgemeine Impfpflicht — am besten schon am 1. Januar. „Wir brauchen eine Impfpflicht und zwar so schnell wie möglich.“

Zudem müsse angesichts der neuen Mutation aus Südafrika gehandelt werden — so sei ein Einreiseverbot aus Südafrika notwendig. Söder machte sich am Freitag gemeinsam mit Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) in den Hotspot-Regionen in Südostbayern ein Bild von der Corona-Lage. Am Morgen trafen sie sich mit den Vertretern der Stadt Rosenheim sowie der umliegenden Landkreise.

++ Lucha fordert schnelle Entscheidung bei Kinderimpfungen 

(10.39 Uhr) Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) hat die Ständige Impfkommission (Stiko) zu einer schnellen Entscheidung über eine Empfehlung des Kinderimpfstoffs von Biontech und Pfizer aufgefordert. „Die Stiko sollte nicht bis zum 20. Dezember mit einer Entscheidung warten“, sagte Lucha dem Handelsblatt (Freitag). Ab diesem Tag stehen Deutschland laut Bundesgesundheitsministerium 2,4 Millionen Impfdosen des von der EMA am Donnerstag zugelassenen Mittels zur Verfügung.

„Die Daten, auf die die Stiko zurückgreift, sind da — darauf haben auch die Experten in den USA und in Israel zurückgegriffen“, sagte der Grünen-Politiker weiter. Er denke deshalb, dass die Stiko-Entscheidung zeitnah fallen sollte. „Wir müssen jetzt die deutliche Botschaft senden, dass die Kinderimpfung einen wirksamen Schutz bringt. Darauf werden wir unsere Kampagne aufbauen.“

Von der EMA-Zulassung erhofft sich Lucha einen deutlichen Fortschritt in der Impfkampagne. „Ich erwarte einen zusätzlichen Impf-Ruck in der Gesellschaft, weil wir nun auch Kindern deutlich mehr Schutz und Sicherheit durch eine Impfung bieten können.“

Er wolle mit der Kinderimpfung auch nicht bis Neujahr warten, sondern sofort loslegen, wenn der Impfstoff da sei. Das Bundesland binde dafür Kinder- und Jugendärzte ein, außerdem greife es auf die bestehenden Strukturen aus Impfteams, Impfstützpunkten und Hausärzten zurück.

++ Spahn fordert dringend deutliche Kontaktreduzierungen 

(10.28 Uhr) Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat dringend umgehende Kontaktreduzierungen eingefordert, um eine immer weitere Corona-Ausbreitung in ganz Deutschland abzuwenden. Die Lage sei so ernst wie noch zu keinem Zeitpunkt in der Pandemie, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Doch zu wenig passiere, und oft zu spät. „Wir müsse jetzt diese Welle stoppen“, mahnte Spahn.

Zu viele auch in politischer Verantwortung dächten, es werde schon gut gehen. Die Welle werde von den bisher stark betroffenen Regionen im Süden und Osten Deutschlands aber weiter gen Westen und Norden ziehen.

Ganz kurzfristig mache jetzt nur eines den entscheidenden Unterschied, sagte Spahn: „Die Zahl der Kontakte muss runter, deutlich runter. Es nützt alles nichts.“ Konkret nannte er konsequente Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene zusätzlich mit Test (2G plus), Absagen von Feiern und Großveranstaltungen.

Das beste wäre eine Ministerpräsidentenkonferenz mit dem Bund schon in den nächsten Tagen, sagte Spahn. Der Minister beklagte, dass man sich gerade auf zu vielen Nebenschauplätzen wie neuen Impfpflichten oder neuen Corona-Gremien verkämpfe.

Notwendig sei jetzt auch, planbare Operationen in Kliniken zu verschieben. Innerhalb Deutschlands müssten nun bis zu 100 Intensivpatienten mit großem Aufwand in andere Krankenhäuser verlegt werden.

++ Baden-Württemberg setzt auf den digitalen Impfnachweis

(10.15 Uhr) Ab dem 1. Dezember braucht es zum Nachweis der 2G Regel in Baden-Württemberg eine digitale Variante des Impfpasses. Das gelbe Büchlein reicht dann nicht mehr aus. Das regelt die neue Corona-Verordnung des Landes, die seit Mitte dieser Woche gilt. 

++ Was die Politik dazu bewegt, auf den digitalen Nachweis zu setzen und was Menschen ohne Smartphone wissen müssen, lesen Sie hier ++

++ Drogerie-Chef Roßmann fordert allgemeine Impfpflicht

Der Chef und Gründer der Drogeriekette Rossmann hat sich für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. „Unsere Wirtschaft und das soziale Miteinander werden in einem Jahr kollabieren, wenn wir nicht zu einer allgemeinen Impfpflicht kommen“, sagte Dirk Roßmann in einem Podcast des „Kölner Stadt-Anzeigers“ sowie des Redaktionsnetzwerks Deutschland laut Meldung vom Freitag.

Es ist für mich ein unbedingter Akt der Vernunft und des Verantwortungsgefühls, eine allgemeine Impfpflicht umzusetzen. Sonst kriegen wir dieses Problem nicht in den Griff.

Er selbst denke schon seit längerem so, habe sich aber zurückgehalten, sagte Roßmann weiter. „Ich wusste, ich mache mich nur unbeliebt beziehungsweise kein Mensch hätte auf mich gehört.“ Jetzt sei in der Gesellschaft aber ein „Wind Of Change“ spürbar. Es gehe nicht, dass „eine Minderheit eine Mehrheit diktiert“, sagte der Unternehmer mit Bezug auf das Impfen

++ EU will Reisen aus Südafrika aussetzen - Bundesrepublick stuft es als Virusvariantengebiet ein

(09.03 Uhr) Wegen der Ausbreitung einer neuen möglicherweise gefährlicheren Variante des Coronavirus will die EU-Kommission Reisen aus dem südlichen Afrika in die EU auf ein absolutes Minimum beschränken. Die Brüsseler Behörde werde den EU-Staaten vorschlagen, die dafür vorgesehene Notbremse auszulösen um den Luftverkehr auszusetzen, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter mit. Die Echtheit des Tweet wurde der Deutschen Presse-Agentur bestätigt.

Deutschland wird Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete heute Nacht in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitagmorgen mit.

++ Luftwaffe startet mit Corona-Hilfsflügen

(08.42 Uhr) Die Luftwaffe wird sich von heute Nachmittag an mit einem Spezialflugzeug an der Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie beteiligen.

Ein Airbus A310 MedEvac sollte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um 14.00 Uhr auf dem bayerischen Flughafen Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen. Die Ankunft der Maschine wurde für den frühen Abend geplant.

++ Mehr zu den Hintergünden, lesen Sie hier ++

++ Esken: 2G und 2G-Plus sollen vierte Corona-Welle brechen

(08.03 Uhr) Konsequente Kontrollen von 2G- und 2G-Plus-Regeln sollen aus Sicht von SPD-Chefin Saskia Esken die vierte Corona-Welle brechen. Wichtig sei, dass Polizei und Ordnungskräfte die Einhaltung der Maßnahmen in Gaststätten und andernorts kontrollierten, „damit wir die Kontakte vor allem der Ungeimpften stark reduzieren können“, sagte Esken am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“. Kategorisch ausschließen wollte Esken aber auch einen neuen Lockdown nicht.

Auf die Frage, ob es angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen in Deutschland nicht einen kurzen, harten Winter-Lockdown brauche, sagte Esken: „Wir sind der Auffassung, dass wir geimpfte Menschen, die in den letzten Monaten alles richtig gemacht haben, sich haben impfen lassen, nicht in den Lockdown schicken können, um vor allem Ungeimpfte zu schützen.“

Deswegen sei es in erster Linie wichtig, 2G-Plus-Regeln anzuwenden und durchzusetzen. Zusätzlich habe aber jedes Bundesland die Möglichkeit, in Hotspots härtere Maßnahmen zu verhängen.

Dass ein neuer Lockdown dennoch nötig werden könne, wollte Esken nicht ausschließen. „Ich würde Stand heute und auch schon gestern und vorgestern nichts ausschließen, welche Instrumente wir in die Hand nehmen müssen, um diese Welle zu brechen.“ Es gelte, die Gesundheit der Menschen zu schützen. Dies gelte vor allem beispielsweise für Kinder, die noch nicht durch eine Impfung geschützt werden könnten.

++ Experten reagieren besorgt auf Corona-Variante aus Südafrika

(07.42 Uhr) Die Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus im südlichen Afrika löst Besorgnis aus. Das südafrikanische Institut für Ansteckende Krankheiten NICD teilte am Donnerstag mit, es seien in Südafrika erste 22 Fälle der neuen Variante B.1.1.529 nachgewiesen worden.

Mit mehr Fällen sei im Zuge der laufenden Genomanalysen zu rechnen. „Obwohl die Datenlage noch beschränkt ist, machen unsere Experten mit allen Überwachungssystemen Überstunden, um die neue Variante und die damit möglicherweise verbundenen Implikationen zu verstehen.“

++ Hier erfahren Sie mehr zur aufgetauchen Virusvariante in Südafrika ++

Gesundheitsminister Joe Phaahla erklärte, die neue Variante bestätige die „Tatsache, dass dieser unsichtbare Feind sehr unvorhersehbar ist“. Er rief die Südafrikaner auf, Masken zu tragen und Abstand zu halten. „Wir haben auch das zusätzliche Mittel der Impfungen, das uns helfen wird, schwere Erkrankungen zu vermeiden, einschließlich, dass wir in Klinik enden oder sogar dem Virus zum Opfer fallen.“ Die Impfungen seien das entscheidende Schutzmittel.

Aus Sorge vor der vermeintlich neuen Virusvariante haben einige Länder, darunter Israel und Großbritannien, den Flugverkehr nach Südafrika unterbrochen. 

++ WHO: Fast 500 000 Leben in Europa durch Covid-19-Impfungen gerettet

(06.23 Uhr) Seit Beginn der Covid-19-Impfungen sind allein in Europa nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 470 000 Menschen in der Altersgruppe über 60 vor dem Tod gerettet worden.

Das zeige eine zusammen mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) im Magazin „Eurosurveillance“ veröffentlichte Untersuchung in 33 europäischen Ländern, teilte das in Kopenhagen ansässige Europa-Büro der WHO am Donnerstag mit. Diese Schätzung schließe nicht jene Fälle ein, die durch die Impfung von Personen unter 60 Jahren gerettet worden seien.

WHO-Regionaldirektor Hans Kluge sagte, die Impfstoffe gegen Covid-19 seien ein Wunder der modernen Wissenschaft. Diese Studie verdeutliche, dass sie genau die versprochene Wirkung hätten, „nämlich Leben retten und einen sehr hohen Schutz vor schwerer Krankheit und Tod bieten“.

In manchen Ländern wären die Todesfallzahlen ohne die Impfstoffe doppelt so hoch ausgefallen. Deshalb komme es entscheidend darauf an, dass alle Mitgliedstaaten so bald wie möglich eine hohe Durchimpfung in den Risikogruppen erreichten. Länder mit niedrigeren Impfraten müssten auch weiterhin vorrangig die am stärksten gefährdeten Personen impfen und die schutzbedürftigen Gruppen so schnell wie möglich schützen.

Seit Dezember 2019 haben die Länder der Europäischen Region der WHO den Angaben zufolge über 1,5 Millionen bestätigte Todesfälle infolge von Covid-19 gemeldet, davon 90,2 Prozent in der Altersgruppe über 60.

++ RKI registriert 76 414 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 438,2

(06.00 Uhr) Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat wieder einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Freitagmorgen 76 414 Fälle in 24 Stunden.

Vor genau einer Woche waren es 52 970 erfasste Neuinfektionen gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 438,2 an – ebenfalls ein Höchstwert. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 419,7 gelegen, vor einer Woche bei 340,7 (Vormonat: 113,0). Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.32 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 357 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 201 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5 650 170 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 5,79 an (Mittwoch: 5,74). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 4 775 300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 100 476.

Das waren die letzten Meldungen am Donnerstag:

++ 24 Prozent der Intensivbetten in Baden-Württemberg mit Corona-Patienten belegt

(20.25 Uhr) Fast in jedem vierten Intensivbett in den baden-württembergischen Krankenhäusern liegt inzwischen ein Covid-19-Patient. Die Quote stieg am Donnerstag nach Angaben des Landesgesundheitsamts binnen eines Tages von 23,0 auf 24,1 Prozent. Manche Kliniken im Südwesten sind inzwischen derart überfüllt, dass Corona-Erkrankte in andere Bundesländer gebracht werden.

542 Covid-19-Fälle zählte die Behörde bis Donnerstagnachmittag auf den Intensivstationen. Das waren 25 mehr als am Vortag. 

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen lag landesweit bei 489,9 nach 476,4 am Vortag. Ab einem Wert von 500 gilt eine Region als Hotspot, in dem etwa nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte greifen. Das trifft auf 23 der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten zu. Viele kratzen an der Marke, die angibt, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg um 11.423 auf 796.760. An einer Infektion mit dem Virus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile 11.618 Menschen im Südwesten gestorben, das waren 37 mehr als am Mittwoch.

++ Heimbetreiber im Landkreis Tuttlingen in Sorge: Nur eine Frage der Zeit, bis das Corona-Virus eingeschleppt wird

(20.19 Uhr) Mit Sorgen sehen die Betreiber der Altenzentren im Kreis Tuttlingen den Anstieg der Corona-Infektionen und anderer krankheitsbedingter Ausfälle in der Belegschaft der Einrichtungen. Der Ruf nach Hilfe wird laut – unter anderem könnte wieder der Einsatz der Bundeswehr erwogen werden, hieß es zuletzt von einem Heim-Betreiber. Die Infektionslage ist in den verschiedenen Häusern sehr unterschiedlich.

++ Mehr dazu lesen Sie hier. ++

++ Ostalbkreis hat mit 661 Neuinfektionen die meisten in Baden-Württemberg

(20.12 Uhr) Der Ostalbkreis gilt weiterhin als sogenannter Corona-„Hotspot“. So werden die Landkreise bezeichnet, bei denen die Sieben-Tage-Inzidenz höher als 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist. Aktuell liegt der Wert im Ostalbkreis bei 658 - also weit darüber. 

++ Mehr dazu lesen Sie hier. ++

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Donnerstag +++

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