Newsblog 20./21.11.:Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen gestiegen

Digital-Redakteur
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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: 

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 101.300 (754.687 Gesamt – ca. 642.000 Genesene - 11.454 Todesfälle) Inzidenz Baden-Württemberg: 438,0
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 629.600 (5.354.942 Gesamt – ca. 4.626.300 Genesene - 99.062 Tote) Inzidenz Deutschland: 372,7

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Freie Wähler in Bayern fordern Debatte über allgemeine Impfpflicht (14.54 Uhr)
  • Leichte Mehrheit der Deutschen ist für die Impfpflicht (10.08 Uhr)
  • Kubicki kritisiert Söders Corona-Management scharf (12.37 Uhr)

Das wars für heute morgen haben wir wieder News von der Corona-Pandemie für Sie.

++ Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen gestiegen

(19.43 Uhr) Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ist gestiegen. Sie lag am Sonntag bei 457 (Vortag: 442), wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Damit wurde der für die Alarmstufe entscheidende Wert von 390 Fällen erneut weit überschritten. Die Alarmstufe gilt seit Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten worden war. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag bei 5,31 (Vortag: 5,48). Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit einer Corona-Infektion in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Wegen eines außergewöhnlich starken Anstiegs an Corona-Infektionen dürfen Ungeimpfte in drei Landkreisen von Montag an nachts nur noch aus triftigem Grund ihre Wohnungen verlassen. Das Verlassen der eigenen vier Wände in den Corona-Hotspots Schwarzwald-Baar-Kreis, Ostalbkreis und Biberach sei diesen Menschen zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr nur noch beispielsweise für medizinische Notfälle und aus Arbeitsgründen erlaubt, sagte der Amtschef im Sozialministerium, Uwe Lahl, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Stuttgart.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen lag im Schwarzwald-Baar-Kreis am Sonntag bei 608,8, im Ostalbkreis bei 712,7 und im Kreis Biberach bei 690,7. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen landesweit stieg auf 454,1 (Vortag: 438).

Die 7-Tage-Inzidenz hat, was Einschränkungen angeht, keinen Stellenwert mehr im Land. Sie wurde von der Hospitalisierungsinzidenz abgelöst. Dennoch ist sie nach wie vor ein wichtiges Instrument, um die Entwicklung der Pandemie zu verfolgen. Seit dem 7.September 2021 weist das Landesgesundheitsamt neben der 7-Tage-Inzidenz für Baden-Württemberg die Inzidenzen für vollständig Geimpfte und unvollständig Geimpfte aus. Dieser Wert dient der reinen Information.

++ Massenansturm auf Ehinger Impfaktionen

(18.27 Uhr) Die mobilen Impfteams im Alb-Donau-Kreis sind im Dauerstress. Oft fehlt es an Platz und Kapazitäten. Die Teamleiterin erklärt die aktuelle Lage und die Ärzte schlagen Alarm.

Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

++ 410 neue Corona-Fälle: Sieben-Tage-Inzidenz im Bodenseekreis springt erstmals über 500

(18.20 Uhr) 410 neue Infektionsfälle mit dem Coronavirus meldet das Landessozialministerium am Wochenende für den Bodenseekreis. 164 neue Fälle gab es am Samstag und 246 neue Fälle am Sonntag. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt damit im Bodenseekreis auf 513,5 und damit erstmals über den Wert von 500. In den vergangenen sieben Tagen wurden 909 neue Fälle gemeldet, insgesamt waren es seit Ausbruch der Pandemie im Bodenseekreis 12924.

++ Ab Montag Ausgangsbeschränkungen für Ungemimpfte im Ostalbkreis

(17.01 Uhr) Der Ostalbkreis ist Spitzenreiter bei den Corona-Neuinfektionen im Land. Die 7-Tage-Inzidenz hat sich innerhalb von zwei Wochen auf 702,2 erhöht, damit fast verdoppelt und liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt. Deshalb hat das Sozialministerium Baden-Württemberg jetzt die Landkreisverwaltung angewiesen, durch eine Allgemeinverfügung weitgehende Beschränkungen für nicht Geimpfte und nicht Genesene anzuordnen. 

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++ Unbekannte legen Feuer in zwei Testzentren in NRW

(16.51 Uhr) Im Kreis Münster sind am Sonntag zwei Corona-Schnelltestzentren in Brand gesetzt worden. Am frühen Morgen hatte ein Zeuge zunächst ein Feuer bei der Teststation in Ahaus gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Ein Pavillon und ein Container wurden beschädigt. Wenige Stunden später brannte nach Angaben der Polizei ein Testzelt in Gronau. An den Schnelltestzentren entstand insgesamt ein Schaden von rund 20 000 Euro. 

Die Polizei ermittelt, ob es zwischen den Bränden eine Verbindung gibt. An beiden Testzentren sei es in der Vergangenheit bereits zu Brandstiftung gekommen, so die Polizei. Ein politisches Motiv für die Tat werde nicht ausgeschlossen. 

++ Freie Wähler in Bayern fordern Debatte über allgemeine Impfpflicht

(14.54 Uhr)  Angesichts der rasant steigenden Zahl an Corona-Infektionen fordert der Freie Wähler-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Florian Streibl, eine breite Debatte über eine allgemeine Impflicht. Sich impfen zu lassen, sei der beste Weg, um Krankenhäuser, Ärzte, Pfleger und immungeschwächte Menschen zu entlasten. „Doch reichen Appelle in Deutschland offenbar nicht, um eine ausreichend hohe Impfquote zu erzielen und das Coronavirus so endgültig in die Knie zu zwingen.“

Auch wenn es eine verfassungsrechtliche Gratwanderung sei, so spreche doch vieles für die allgemeine Impflicht, „wenn wir nicht jeden Herbst aufs Neue ein Ansteigen der Inzidenzen und folgend die Überlastung unseres Gesundheitswesens - allein durch eine einzige Krankheit - riskieren wollen“, sagte Streibl am Sonntag.

Die Ampel-Koalitionspartner in Berlin wollten jedoch lediglich eine teilweise Impfpflicht für Berufsgruppen durchsetzen, die mit besonders vulnerablen Menschen arbeiten, so Streibl. Die konkrete Umsetzung einer allgemeinen Impfpflicht müsse jedoch in dieser Debatte durchgespielt werden.

Bayerns Vize-Ministerpräsident und Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger galt lange als einer der bekanntesten Impfskeptiker in Deutschland. Anfang November wurde bekannt, dass er sich nach monatelangem Zögern gegen Corona habe impfen lassen. Er begründete dies ebenfalls mit der schwierigen Lage in den Kliniken, die mit schnell steigenden Zahlen von Corona-Intensivpatienten konfrontiert sind. „Das hilft auch, Krankenhäuser zu entlasten“, sagte Aiwanger damals.

++ Wieder stürmen Impfwillige am Wochenende das freie Angebot in Ravensburg

(14.18 Uhr) Erneut enormer Andrang bei der Impfkampagne der Stadt Ravensburg: Die besserte ihr Konzept nach viel Kritik nach. Die Zahlen sind erstaunlich. Wie die Impfaktion im Heilig-Geist-Spital ablief.

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++ Kubicki kritisiert Söders Corona-Management scharf

(12.37 Uhr) Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki hat das Corona-Management in Teilen Süddeutschlands und insbesondere Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) scharf kritisiert.

Söder stelle eigene Karriereambitionen vor den Schutz der Bevölkerung, sagte Kubicki am Sonntag auf einem FDP-Landesparteitag im schleswig-holsteinischen Neumünster. „Das ist charakterlos und menschlich erbärmlich.“

Vor allem im Süden Deutschlands sei die Pandemie-Lage schwierig, sagte Kubicki. Er verwies auf die im Vergleich niedrigen Impfquoten in Bayern und Sachsen. Hunderte Tote in diesen Ländern seien Fehler politischer Nachlässigkeit.

Kubicki warnte vor einer gesellschaftlichen Spaltung. „Jeder kämpft nur noch für sich.“ Wenn Kommentatoren forderten, ihn aus Talkshows zu verbannen, weil er sich für Grundrechte einsetze, „dann läuft was schief in diesem Land“. Den Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, bezeichnete er wegen dessen Kritik am Verhalten der FDP als „Saddam Hussein der Ärzteschaft“.

++ Leichte Mehrheit der Deutschen ist für die Impfpflicht

(10.08 Uhr) Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus befürwortet laut einer Umfrage die Mehrheit der Menschen in Deutschland eine allgemeine Corona-Impfpflicht.

Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, sprachen sich in einer von der Zeitung in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa 52 Prozent für die Impfpflicht aus. 41 Prozent der Befragten lehnten diese Maßnahme ab. Die übrigen sieben Prozent waren unentschieden oder machten keine Angaben.

++ Inzidenz steigt weiter, Zahl der Neuinfektionen sinkt

(07.39 Uhr) Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut auf einen Höchststand gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche heute Morgen mit 372,7 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 362,2 gelegen, vor einer Woche bei 289 (Vormonat: 85,6). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 42.727 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.35 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 33.498 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 75 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 55 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.354.942 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,34 an (Donnerstag: 5,30). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.626.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 99.062.

Das waren die Meldungen vom Samstag

++ Scharfe Kritik an Spahn wegen Biontech-Begrenzung 

(16.58 Uhr) Das Bundesgesundheitsministerium sieht sich wegen geplanter Bestellbeschränkungen für den Corona-Impfstoff von Biontech zu Gunsten des Präparats von Moderna scharfer Kritik aus den Ländern ausgesetzt. Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) warf dem geschäftsführenden Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag vor, er rationiere mit Biontech ausgerechnet den Impfstoff mit der höchsten Akzeptanz in der Bevölkerung.

Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) protestierte ebenfalls gegen die angekündigte Begrenzung. Das sei inakzeptabel, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München. Spahn verteidigte derweil das Vorhaben. Er verwies unter anderem auf eine zuletzt stark gestiegene Biontech-Nachfrage und betonte, mit Biontech und Moderna gebe es zwei exzellente und hoch wirksame Impfstoffe.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Länder für die nächsten Wochen Begrenzungen bei Bestellmengen für den Impfstoff von Biontech/Pfizer angekündigt, damit das Präparat von Moderna bei den Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommt. Andernfalls drohten eingelagerte Moderna-Dosen ab Mitte des ersten Quartals 2022 zu verfallen, was vermieden werden müsse.

Praxen sollen demnach vorerst maximal 30 Dosen Biontech pro Woche bestellen können, Impfzentren und mobile Impfteams 1020 Dosen. Für Bestellungen von Moderna soll es keine Höchstgrenzen geben.

++ Rund 35.000 Menschen protestieren in Österreich gegen Lockdown 

(15.22 Uhr) In Österreich haben Zehntausende gegen die bevorstehenden Corona-Verschärfungen protestiert. In Wien nahmen laut Polizei rund 35.000 Menschen an Demonstrationen gegen den Lockdown und die Impfpflicht teil. Der Protestzug legte am Samstagnachmittag weite Teile des Verkehrs in der Wiener Innenstadt lahm.

„Die Stimmung ist aufgeheizt“, sagte ein Polizeisprecher. Es sei zu mehreren Festnahmen gekommen. Einige Teilnehmer warfen nach Beobachtungen von Medien Flaschen auf die Polizisten.

Die Teilnehmer kritisierten die am Montag in Kraft tretenden Ausgangsbeschränkungen sowie die ab 2022 geltende Corona-Impflicht als Zwangsmaßnahmen. Immer wieder wurde „Freiheit“ skandiert. Viele Demonstranten trugen keine FFP2-Masken und verstießen damit gegen die Auflagen. Die Polizei war mit 1300 Beamten im Einsatz.

Zu den Protesten hatte unter anderem die rechte FPÖ aufgerufen. Deren selbst an Corona erkrankte Chef Herbert Kickl meldete sich mit einer Videobotschaft zu Wort. Darin rief er zu einem möglichst breiten Widerstand auf. Schon zuvor hatte er die Strategie der Regierung scharf kritisiert und von einer „Diktatur“ in Österreich gesprochen.

Unter die Demonstranten mischten sich nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA auch bekannte Neonazis und weitere Personen aus dem rechtsextremen Umfeld.

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++ Corona-Regeln belasten Zwölfjährige laut Initiative besonders

(13.53 Uhr) Die Initiative Familien in Bayern sieht zwölfjährige Kinder durch die neuen Corona-Regelungen für Ungeimpfte in Bayern besonders stark belastet. „Fortwährend wird bewusst ignoriert, dass Elfjährige irgendwann zwölf werden und nicht über Nacht komplett geimpft sein können“, kritisierte der Verband am Samstag.

„Es zeichnet sich ab, dass der Kinderimpfstoff erst kurz vor Weihnachten verfügbar ist, so dass alle Geburtstagskinder mindestens bis Januar keine Teilhabe haben und ihre Freunde nicht treffen können.“

Kinder und Jugendliche müssten unter Geltung der 3G-Regel dauerhaft und uneingeschränkt Zugang zu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens haben, forderte die Initiative. Sabine Kohwagner vom Vorstand der Initiative nannte es richtig und wichtig, dass die Schulen auch bei sehr hohen Inzidenzen offen gehalten würden.

„Dass allerdings entgegen der klaren Empfehlung der Stiko und entgegen dem Rat vieler Kinder- und Jugendärzte ungeimpfte Kinder und Jugendliche in einen sozialen Lockdown geschickt werden, zeigt wieder eines ganz deutlich: Der Weg bis zu einer echten Priorität für Kinder und Jugendliche ist in Bayern noch lang, sehr lang.“

Die Initiative kritisiert unter anderem die Regelung, die ab Mittwoch in Bayern für Ungeimpfte ab zwölf Jahren gilt. Danach dürfen sich nur noch höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

++ Rund 5,6 Millionen Menschen haben Auffrischungsimpfung erhalten

(12.28 Uhr) In Deutschland haben mittlerweile 5,6 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Allein in dieser Woche seien bisher 1,7 Millionen Bürger „geboostert“ worden, teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag auf Twitter mit.

Das Tempo nimmt weiter zu, danke an alle, die mithelfen, es weiter zu steigern!“ Nach Angaben des Robert Koch-Instituts kamen allein am Freitag 357.000 sogenannte Booster-Impfungen hinzu. Insgesamt wurden an dem Tag 475.000 Impfdosen gegen Corona gespritzt (Stand: Samstag, 9.08 Uhr.)

56,5 Millionen Menschen und damit 67,9 Prozent der Gesamtbevölkerung sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 58,6 Millionen Menschen wurden mindestens einmal geimpft. Das entspricht einer Quote von 70,4 Prozent.

Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 82,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Bis auf Sachsen (59,8 Prozent) haben alle Bundesländer die 60-Prozent-Marke überschritten. Bremen zählt mit 79,6 Prozent ebenfalls den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Sachsen ist auch hier mit 57,7 Prozent Schlusslicht.

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++  Linken-Chefin hält volle Fußball-Stadien für nicht verantwortbar

(10.37 Uhr) Linken-Chefin Janine Wissler lehnt volle Ränge in den Fußballstadien inmitten der schwierigen Corona-Lage ab.

„Angesichts der Situation auf den Intensivstationen sind volle Stadien und volle Weihnachtsmärkte nicht verantwortbar“, sagte Wissler dem „Tagesspiegel“. Bei so hohen Infektionszahlen biete 2G keinen ausreichenden Schutz.

Trotz der Zuspitzung des Infektionsgeschehens dürfen Zehntausende am Wochenende die Stadien der Fußball-Bundesliga besuchen. Es gilt zumeist eine 2G-Regelung für geimpfte und genese Zuschauer. In Sachsen soll es allerdings von Montag an drei Wochen lang wieder Geisterspiele geben.

++ RKI meldet erneuten Höchststand bei Inzidenz

(09.11 Uhr) Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut auf einen Höchststand gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 362,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 340,7 gelegen, vor einer Woche bei 277,4 (Vormonat: 80,4).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 63.924 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.02 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 45.081 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 248 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 228 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.312.215 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 5,34 an (Donnerstag: 5,30). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit des Vorjahres bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.610.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 98.987.

Das waren die letzten Meldungen vom Freitag

++ Sachsen schränkt weite Teile des öffentlichen Lebens ein

(20.32 Uhr) Sachsen macht wegen der dramatisch steigenden Coronazahlen große Teile des öffentlichen Lebens dicht. Alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Diskotheken, Klubs und Bars werden geschlossen, auch Großveranstaltungen wie Weihnachtmärkte und Messen werden landesweit abgesagt, wie Landessozialministerin Petra Köpping (SPD) am Freitag in Dresden sagte. Für Ungeimpfte in den sächsischen Corona-Hotspots mit einer Inzidenz von über tausend gilt ab Montag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr.

Zudem ist jeglicher Alkoholausschank untersagt. Der Tourismus wird heruntergefahren - Urlauber können vorerst nicht mehr in sächsischen Hotels und Ferienwohnungen übernachten. Die Schulen und Kindergärten sollen offen bleiben, Vereinssport ist für Kinder bis 16 Jahren weiterhin möglich.

„Die Situation ist hochdramatisch“, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) mit Blick auf die rasant steigenden Infektionszahlen im Freistaat. Was Sachsen erlebe, werde in vielen Teilen Deutschlands in den kommenden Wochen und Monaten eintreten. Reine 2G- oder 2G-Plus-Regeln reichten nicht mehr aus, nötig sei ein „Wellenbrecher“, sagte Kretschmer.

Grundsätzlich müssten die Geimpften weniger Einschränkungen hinnehmen, aber auch diese Menschen müssten „solidarisch“ einbezogen werden. „Wir brauchen zur Bekämpfung der Pandemie mehr Wir und weniger Ich“, betonte Kretschmer. „Hier geht es ganz klar um Solidarität.“

++ Rentner sollen sich melden: Lindauer Kliniken suchen händeringend nach Intensivpflegern

(19.12 Uhr) Die Lage ist ernst, die Prognosen sogar noch ernster: Die Intensivstationen im Landkreis Lindau sind voll, und die Verantwortlichen rechnen damit, dass sich die Zahl der Patienten dort in den kommenden zwei Wochen verdoppelt. Um dem Herr zu werden, suchen die Kliniken händeringend nach Pflegekräften.

Vor allem Intensivpfleger werden dringend benötigt. Wer den Beruf gelernt hat, aber nicht mehr im Dienst ist, soll sich schnell melden. Lindauerinnen und Lindauer sollen den Rettungsdienst und Krankenhaus nur noch im absoluten Notfall nutzen.

Wie ernst und dramatisch die Lage in Lindau ist, können Sie hier in einer Reportage von Yvonne Roither nachlesen. Sie hat die Intensivstation besucht und darüber auch mit Julia Baumann in der aktuellen Ausgabe des Lindau-Podcasts gesprochen.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog vom Freitag +++

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