Newsblog 19.11.: Rentner sollen sich melden – Lindauer Kliniken suchen nach Intensivpflegern

Digital-Redakteur
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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: 

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 89.800 (738.896 Gesamt – ca. 637.700 Genesene - 11.411 Todesfälle) Inzidenz Baden-Württemberg: 414,0
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 561.400 (5.248.291 Gesamt – ca. 4.588.200 Genesene - 98.739 Tote) Inzidenz Deutschland: 340,7

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen steigt wieder (19.05 Uhr)
  • Ostalbkreis verzeichnet höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg (18.29 Uhr)
  • Landkreis Biberach erlässt Ausgangssperre für Ungeimpfte (18.09 Uhr)

Das waren die Meldungen am Freitag. Für heute beenden wir die Berichterstattung im Corona-Newsblog. Morgen sind wir wieder für Sie da und fassen das Wichtigste rund um Corona auch am Wochenende zusammen. Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht. 

++ Sachsen schränkt weite Teile des öffentlichen Lebens ein

(20.32 Uhr) Sachsen macht wegen der dramatisch steigenden Coronazahlen große Teile des öffentlichen Lebens dicht. Alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Diskotheken, Klubs und Bars werden geschlossen, auch Großveranstaltungen wie Weihnachtmärkte und Messen werden landesweit abgesagt, wie Landessozialministerin Petra Köpping (SPD) am Freitag in Dresden sagte. Für Ungeimpfte in den sächsischen Corona-Hotspots mit einer Inzidenz von über tausend gilt ab Montag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr.

Zudem ist jeglicher Alkoholausschank untersagt. Der Tourismus wird heruntergefahren - Urlauber können vorerst nicht mehr in sächsischen Hotels und Ferienwohnungen übernachten. Die Schulen und Kindergärten sollen offen bleiben, Vereinssport ist für Kinder bis 16 Jahren weiterhin möglich.

„Die Situation ist hochdramatisch“, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) mit Blick auf die rasant steigenden Infektionszahlen im Freistaat. Was Sachsen erlebe, werde in vielen Teilen Deutschlands in den kommenden Wochen und Monaten eintreten. Reine 2G- oder 2G-Plus-Regeln reichten nicht mehr aus, nötig sei ein „Wellenbrecher“, sagte Kretschmer.

Grundsätzlich müssten die Geimpften weniger Einschränkungen hinnehmen, aber auch diese Menschen müssten „solidarisch“ einbezogen werden. „Wir brauchen zur Bekämpfung der Pandemie mehr Wir und weniger Ich“, betonte Kretschmer. „Hier geht es ganz klar um Solidarität.“

++ Rentner sollen sich melden: Lindauer Kliniken suchen händeringend nach Intensivpflegern

(19.12 Uhr) Die Lage ist ernst, die Prognosen sogar noch ernster: Die Intensivstationen im Landkreis Lindau sind voll, und die Verantwortlichen rechnen damit, dass sich die Zahl der Patienten dort in den kommenden zwei Wochen verdoppelt. Um dem Herr zu werden, suchen die Kliniken händeringend nach Pflegekräften.

Vor allem Intensivpfleger werden dringend benötigt. Wer den Beruf gelernt hat, aber nicht mehr im Dienst ist, soll sich schnell melden. Lindauerinnen und Lindauer sollen den Rettungsdienst und Krankenhaus nur noch im absoluten Notfall nutzen.

Wie ernst und dramatisch die Lage in Lindau ist, können Sie hier in einer Reportage von Yvonne Roither nachlesen. Sie hat die Intensivstation besucht und darüber auch mit Julia Baumann in der aktuellen Ausgabe des Lindau-Podcasts gesprochen.

++ Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen steigt wieder 

(19.05 Uhr) Die Zahl der Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ist wieder gestiegen. Nach einem geringfügigen Rückgang am Donnerstag erhöhte sich diese Zahl um 6 auf 445 (plus 6) Patientinnen und Patienten, teilte das Landesgesundheitsamt am Freitag mit. Damit wurde der für die Alarmstufe entscheidende Wert von 390 Fällen erneut weit überschritten. Die Alarmstufe gilt seit Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten worden war. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Freitag (16.00 Uhr) unverändert bei 5,7. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg auf 421,3 (Vortag: 414,0). Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle stieg seit Beginn der Pandemie um 8461 auf 747 300. Es gab 32 weitere gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus — damit stieg die Gesamtzahl auf 11 440 Verstorbene.

++ Ostalbkreis verzeichnet höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg

(18.29 Uhr) Der Ostalbkreis hat mit Abstand die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im gesamten Bundesland. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Landesgesundheitsamts hervor. Demnach haben sich innerhalb der vergangenen Woche und pro 100.000 Einwohner 700,9 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (630,3, Wert Vortag). Die Landesinzidenz liegt derzeit bei 421,3 wie die Daten des Landesgesundheitsamtes vom Freitag (Stand: 16.00 Uhr) zeigen.

Auch bei den Neuinfektionen zählt der Kreis zu den traurigen Spitzenreitern. Am Donnerstag und Freitag wurden 874 positive Tests übermittelt. 23.024 Menschen haben sich seit Beginn der Pandemie im Ostalbkreis mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt.

++ Mehr zur Lage im Ostalbkreis, lesen Sie hier ++

++ Landkreis Biberach erlässt Ausgangsperre für Ungeimpfte

(18.05 Uhr) Im Landkreis Biberach greifen in der Nacht von Sonntag auf Montag verschärfte Corona-Regeln. So gilt ab dem 22. November, 0 Uhr eine Ausgangsperre für Ungeimpfte zwischen 21 und 5 Uhr morgens. Außerdem weitet der Landkreis seine 2G-Regeln auf weite Teile des öffentlichen Lebens aus. 

++ Mehr zur Lage und den verschärften Corona-Maßnahmen im Landkreis Biberach, lesen Sie hier ++

++ Gesundheitsministerium deckelt Biontech-Bestellungen durch Ärzte

(17.45 Uhr) Ärztinnen und Ärzte in Deutschland können ab nächster Woche nicht mehr so viel Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer bestellen, wie sie wollen. Die Höchstbestellmenge werde auf 30 Impfdosen pro niedergelassenem Arzt oder niedergelassener Ärztin beschränkt, heißt es in einem am Freitag bekannt gewordenen Schreiben des Ministeriums. Impfzentren und mobile Impfteams könnten pro Woche 1020 Dosen bestellen.

Hintergrund ist demnach die Tatsache, dass die Medizinerinnen und Mediziner derzeit zu mehr als 90 Prozent den Impfstoff von Biontech/Pfizer nachfragen. „Gleichzeitig sollte auch der Impfstoff von Moderna für Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen, da andernfalls ab Mitte des 1. Quartals 2022 der Verfall bereits eingelagerter Moderna-Impfstoffe droht“, heißt es in dem Schreiben von Gesundheits-Staatssekretär Thomas Steffen an die Bundesländer. „Es muss uns ein gemeinsames Anliegen sein, dies mit allen Mitteln zu verhindern.“

In dem Schreiben wird zugleich betont, dass das Ministerium „Vorsorge getroffen hat, damit ausreichend Impfstoff für Auffrischimpfungen zur Verfügung steht“. Bis Ende des Jahres würden für diesen Zweck mehr als 40 Millionen Dosen zur Verfügung stehen.

++ Hoher Druck und hohes Tempo beim Impfen in der Region

(16.26 Uhr) Das Impfen soll schneller gehen. Das ist der einhellige Wunsch vieler in der Politik und im Gesundheitswesen. Immer mehr mobile Impfteams und Impfaktionen sorgen dafür, dass dem Wunsch nachgegeben wird. Auch in der Region. Der Landkreis Sigmaringen erhält daher ab nächster Woche zwei zusätzliche Impfteams. 

++ Lesen Sie hier mehr dazu ++

Auch die Impfaktionen im Land laufen auf Hochtouren. Am Mittwoch gab es eine Aktion an der Ummendorfer Umlachtalschule. Angeregt von der dortigen Schulleiterin. 

++ Wie die Aktion lief und wie auch die Schülerinnen und Schüler der Schule von der Aktion profitierten, lesen Sie hier ++

Der Landkreis Reutlingen schafft ebenfalls neue Impfangebote. Dort sind mehrere Impfstützpunkte geplant. So auch in Zwiefalten.

++ Wie man dort an eine Impfung kommt, lesen Sie hier ++

An vielen Ecken sieht man auch, dass das Testen wieder mehr an Bedeutung gewinnt. Isny hat nun wieder, wie viele andere Orte, ein Testzentrum (hier lesen Sie mehr dazu).

++ Ärzte im Land rufen zu Aktionswoche für Corona-Impfungen auf 

(14.52 Uhr) — Die niedergelassenen Ärzte im Land haben zu einer Aktionswoche für Corona-Impfungen aufgerufen und wollen dafür zusätzliche Kapazitäten schaffen. Der Andrang in den Arztpraxen sei aktuell enorm, teilte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), Norbert Metke, am Freitag mit.

Um hier für Entlastung zu sorgen, rufen die Ärzte in der kommenden Woche zu einer „zentralen Impfwoche“ auf. Viele Haus-, Kinder- und Facharztpraxen würden dazu in der kommenden Woche und für einen Impftag am 27. November zusätzliche Impfangebote schaffen, hieß es.

In den Arztpraxen im Südwesten seien in den vergangenen sieben Tagen rund 200 000 Corona-Impfungen verabreicht worden, in diesem Jahr bereits mehr als sechs Millionen. Die Ärztevertreter gehen demnach davon aus, dass die Nachfrage durch die angepasste Empfehlung der Ständigen Impfkommission zu Auffrischungsimpfungen für alle ab 18 Jahren kurzfristig noch einmal steigen wird. Deshalb müssten mehr Impftermine zur Verfügung gestellt werden, um der Nachfrage nachkommen zu können

++ Corona-Lage im Ostalbkreis ist dramatisch: Maßnahmen könnten kommende Woche verschärft werden

(14.17 Uhr) Nach den Landkreisen Biberach und Schwarzwald-Baar hat der Ostalbkreis die höchsten Infektionszahlen im Land. Deshalb erwägt Landrat Joachim Bläse über die bislang landesweit geltenden Maßnahmen der Alarmstufe hinaus zusätzliche Beschränkungen. Er appelliert an Ungeimpfte, sich an Kontaktbeschränkungen zu halten und an Geimpfte, sich vor Kontakten vorsorglich testen zu lassen. Überdies müsse im Innenbereich als auch im Freien Maske getragen werden.

In den drei Krankenhäusern der Kliniken Ostalb sind derzeit neun Covid-Intensivpatienten, teils beatmet, 50 Covid-Patienten auf der Isolierstation und 15 weitere Patienten, die mit Infizierten Kontakt hatten und deshalb ebenfalls isoliert werden müssen.

Um ausreichend Kapazitäten für Notfälle und Coronapatienten bereitzuhalten, sind die Kliniken Ostalb gezwungen, planbare Eingriffe und Operationen zu verschieben. Notfälle werden weiterhin versorgt. Die zentralen Notaufnahmen der Kliniken Ostalb sollten Bürger allerdings nur in dringenden medizinischen Notfällen aufsuchen.

++ Mehr zur Situation in den Kliniken im Ostalbkreis, lesen Sie hier ++

++ Land führt 2G für 12- bis 17-Jährige ein — aber Übergangsregeln

(14.02 Uhr) Das Land Baden-Württemberg will die 2G-Regel nun auch für 12- bis 17-Jährige einführen, was auch für Familien weitreichende Konsequenzen haben dürfte. Mit der neuen Corona-Verordnung, die am kommenden Donnerstag in Kraft treten soll, müssen Schülerinnen und Schüler in dem Alter entweder geimpft oder genesen sein, um etwa Zugang zu Restaurants zu bekommen, sagte ein Sprecher der Landesregierung am Freitag in Stuttgart. Das Land will mit der Maßnahme dafür sorgen, dass sich viel mehr Jugendliche impfen lassen, um so die stark steigenden Infektionszahlen einzudämmen.

Es soll allerdings eine Übergangsregel für den Freizeitbereich wie Sport- und Bildungsangebote geben, die bis nach den Weihnachtsferien gelten soll. Bisher müssen ungeimpfte Jugendliche nur ihren Schülerausweis vorzeigen und sind von der 2G-Regel und der PCR-Test-Pflicht befreit. Sie werden in der Schule zwei- bis dreimal pro Woche getestet. Für die Altersgruppe 12 bis 17 Jahre gibt es schon seit Sommer eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission.

++ Bayern verhängt in Kreisen mit Inzidenz über 1000 Lockdown

(13.23 Uhr) In bayerischen Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 soll das öffentliche Leben in weiten Bereichen heruntergefahren werden: Dort müssen etwa die Gastronomie, Sport- und Kulturstätten schließen, Veranstaltungen werden untersagt. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag nach Beratungen der CSU-Freie-Wähler-Koalition in München an. Schulen und Kitas sollen aber auch dort weiter offen bleiben.

Außerdem werden sämtliche Weihnachtsmärkte abgesagt.

++ Lage auf den Intensivstationen der OSK ist sehr angespannt

(12.46 Uhr) Die Lage auf den Intensivstationen der Oberschwabenklinik (OSK) ist seit dieser Woche sehr angespannt. Die OSK spricht von einer „beängstigenden Geschwindigkeit“, mit der die schweren Coronafälle in den Krankenhäusern des Kreises steigen. Die Situation hat nun konkrete Auswirkungen auf den Klinikbetrieb.

Am Freitag wurden bereits 62 Coronapatienten in den Häusern der Oberschwabenklinik behandelt, nachdem vor einer Woche erstmals wieder die Zahl 50 überschritten worden war. Davon liegen 22 Patienten auf den Intensivstationen. Laut Sprecher Winfried Leiprecht ist jetzt die Hälfte aller derzeit von der OSK betriebenen Intensivplätze mit Coronapatienten belegt.

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++ Kinderärzte sind froh über bevorstehende Zulassung von Impfstoff für Kinder

(11.49 Uhr) Die deutschen Kinderärzte blicken mit Erleichterung auf die bevorstehende Zulassung eines Corona-Impfstoffs für Kinder unter zwölf Jahren, rechnen aber erst im kommenden Jahr mit einer allgemeinen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko).

Wir sind sehr froh, dass der Impfstoff für die Fünf- bis Elfjährigen bald zugelassen wird“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Jörg Dötsch, den Zeitungen des Redaktions-Netzwerks Deutschland (RND) vom Freitag.

„Das ist ein großer Moment für den Schutz von Kindern, der Sicherheit bedeutet, weil es dann keine rechtlichen Grauzonen mehr gibt“, erklärte Dötsch. Nach der Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) wüssten die Kinderärzte, mit welcher Dosis und Darreichungsform die Impfstoffe an die Kinder verimpft werden könnten.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Freitag in Berlin, er gehe von einer Zulassungsentscheidung der EMA am 25. oder 26. November aus. Deutschland und die anderen EU-Länder würden die ersten Impfdosen für die Fünf- bis Elfjährigen aber erst rund um den 20. Dezember erhalten, da der geringer dosierte Impfstoff für diese Altersgruppe zuvor noch eigens produziert werden müsse.

++ An diesen Tagen wird in Wangens Stadthalle geimpft

(11.37 Uhr) Das Impfen in der Wangener Stadthalle geht weiter. Die Oberschwabenklinik (OSK) hat inzwischen neun mobile Impfteams zur Verfügung, die im ganzen Landkreis Erst-, Zweit und Boosterimpfungen mit den Impfstoffen von Biontech, Moderna und Johnson & Johnson anbieten. Deshalb stehen auch in Wangen demnächst mehr Termine an, so die Stadt Wangen.

Impfberechtigt sind alle Personen ab zwölf Jahren. Unter 16-Jährige benötigen eine Begleitung der Eltern. Eine Auffrischungsimpfung ist ab sechs Monaten möglich. Zur Impfung sind Impfbuch, ein Ausweisdokument und falls vorhanden Krankenkassenkarte mitzubringen.

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++ Bundesrat billigt einstimmig neues Infektionsschutzgesetz

(10.45 Uhr) Der Bundesrat hat das neue Infektionsschutzgesetz beschlossen. Die Neuregelung, die Corona-Maßnahmen auch nach Auslaufen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite ermöglicht, wurde am Freitag in der Länderkammer einstimmig gebilligt, wie Bundesratspräsident Bodo Ramelow (Linke) sagte.

Die Neuregelung beinhaltet 3G am Arbeitsplatz und in öffentlichen Verkehrsmitteln, zudem können die Länder Maßnahmen wie Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen beibehalten.

++ Überlastete Krankenhäuser und zu wenig Personal: Lindauer Landrat zeichnet ein dramatisches Bild

(10.06 Uhr) Die Situation ist dramatisch: Die Krankenhäuser seien überlastet, es gebe zu wenig Personal und die Kapazitäten auf den Intensivstationen könnten bald überschritten sein.

Elmar Stegmann, Lindauer Landrat und Vorsitzende des Bezirksverbands Schwaben, warnt vor der Situation in den schwäbischen Kliniken durch die Coronakrise. Gleichzeitig erreicht die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis einen neuen Höchststand.

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++ Bayerns Klinken senden dramatischen Hilferuf

(08.56 Uhr) Die bayerischen Krankenhäuser warnen angesichts der ungebremst steigenden Corona-Infektionszahlen vor einer unmittelbar drohenden Überlastung der Intensivstationen und fordern deutlich härtere Kontaktbeschränkungen im Freistaat. „Die aktuelle Lage ist so dramatisch, wie sie noch nie in der gesamten Pandemie-Zeit in Bayern war“, sagte der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Roland Engehausen, der „Augsburger Allgemeinen“ vom Freitag.

„Wir haben schon jetzt kaum noch Kapazitäten“, berichtete Engehausen. In bayerischen Kliniken müssten sogar Krebs-Operationen auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Auch die Verlegung von Patienten in angrenzende Bundesländer werde immer schwieriger.

„Die Infektionszahlen müssen runter, um die planbaren Behandlungen, die wir jetzt verschieben, durchführen zu können“, forderte der Krankenhaus-Vertreter. „Wir brauchen deutliche Kontaktvermeidung“, forderte Engehausen. „Ob man das Lockdown oder anders nennt, ist für uns Kliniken zweitrangig.“

Die derzeit geplanten Schritte reichten nicht aus, um den Anstieg der Infektionszahlen zu bremsen: „Wir sehen im Moment keine ausreichend wirksamen Gegenmaßnahmen, die uns in den Kliniken in den nächsten zwei bis vier Wochen eine Entlastung bringen würde“, warnte der Vertreter der bayerischen Kliniken. „Das macht die Lage sowohl jetzt als auch in der Perspektive der nächsten Wochen so dramatisch.“

++ RKI rät auch Geimpften vor Besuch bei Älteren zum Test

(07.39 Uhr) Das Robert Koch-Institut (RKI) ruft geimpfte wie ungeimpfte Menschen dazu auf, alle nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren.

Insbesondere vor nötigen Treffen mit besonders von Corona gefährdeten Menschen rät das RKI unabhängig vom Impfstatus zum Test. Das geht aus dem Wochenbericht des Instituts vom Donnerstag hervor.

Zudem rät es „dringend dazu, größere Veranstaltungen und enge Kontaktsituationen wie zum Beispiel Tanzveranstaltungen und Clubs abzusagen beziehungsweise zu meiden“.

Das RKI stuft die aktuelle Entwicklung weiterhin als „sehr besorgniserregend“ ein. Es sei zu befürchten, dass die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten überschritten werden. „Dies betrifft auch die intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten für schwere Erkrankungen anderer Ursache.“

++ RKI registriert 52.970 Neuinfektionen, Inzidenz bei 340,7

(06.24 Uhr) Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 340,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 336,9 gelegen, vor einer Woche bei 263,7 (Vormonat: 75,1).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 52.970 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.48 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 48.640 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 201 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 191 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5 248 291 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen — den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter — gab das RKI Donnerstag mit 5,30 an (Mittwoch: 5,15). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden.

Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit des Vorjahres bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4 588 200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 98.739.

Das waren die letzten Meldungen vom Donnerstag 

++ Corona-Fälle in Rehaklinik Bad Waldsee

(21.13 Uhr) Nach Monaten der Entspannung sind in den Städtischen Rehakliniken Bad Waldsee am Mittwoch „einige wenige Corona-Infektionen“ bei Patienten nachgewiesen worden. Dies bestätigte Direktor Peter Blank auf SZ-Anfrage. Betroffen davon sei das Rehazentrum Therme mit den Kliniken Mayen- und Elisabethenbad.

Als Reaktion darauf habe die Klinikleitung am Donnerstag „einmalig“ alle anwesenden Patienten und Gäste sowie Mitarbeiter der genannten Häuser mit PCR-Tests auf SarsCoV2 testen lassen. Die Ergebnisse werden aufgrund der angespannten Laborkapazitäten frühestens am Wochenende erwartet.

++ Wie es den Patienten geht und was die Klinik zum Schutz der Nicht-Infizierten unternommen hat, lesen Sie hier ++

++ Kretschmann stellt verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen in Aussicht 

(20.19 Uhr) Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält die Corona-Lage im Land für dramatisch und hat verschärfte Gegenmaßnahmen in Aussicht gestellt. „So ernst ist die Lage, wie sie noch nie war in dieser Pandemie“, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstagabend nach der Konferenz dem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Politik.

Er kündigte an, dass es über die Maßnahmen der Alarmstufe hinaus weitere Einschränkungen geben werde, wenn sich die Lage nicht bessere. Es könne dann eine Obergrenze für Veranstaltungen und Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Hotspots geben. In Bars, Clubs und Diskotheken gelte künftig die Regel 2G plus. Das heißt, dass Geimpfte und Genesene einen Schnelltest vorweisen müssen.

Kretschmann forderte alle Ungeimpften dringend auf, sich piksen zu lassen. „Kein Ungeimpfter kann sich vor diesem hochansteckenden Virus verstecken.“ Seit Mittwoch gilt im Südwesten die Corona-Alarmstufe, bei der Ungeimpfte von der Teilnahme am öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen sind. Nur Geimpfte und Genesene haben jetzt noch Zugang zu Kinos, Museen, Schwimmbädern sowie den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen. Auch wer in Restaurants oder Cafés nur einen negativen Test vorweisen kann, muss draußen bleiben.

Der bayerische Minsterpräsident Markus Söder (CSU) kündigte nach dem Bund-Länder-Gipfel ebenfalls drastische Einschnitte für Ungeimpfte an. Darüber solle bereits an diesem Freitag in der Koalition beraten und entschieden werden, sagte Söder am Donnerstagabend in München. „Es handelt sich natürlich um einen De-facto-Lockdown für Ungeimpfte“, kündigte er an.

Konkrete Details nannte Söder noch nicht, nannte aber insbesondere das Instrument von Kontaktbeschränkungen. Zudem gehe es um personelle Obergrenzen in bestimmten Bereichen „und auch Absagen“, fügte er hinzu. Bayern werde alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen - sowohl nach der bisherigen als auch nach der neuen Rechtslage, also auf Basis des alten und des neu gefassten Infektionsschutzgesetzes. „Der Grundsatz ist klar: Verschärfen, und zwar grundlegend. Kontakte reduzieren, sowohl bei Veranstaltungen als auch in anderen Bereichen“, sagte Söder.

Wir tun das, was wir tun müssen.

++ Noch immer hohe Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen

(19.24 Uhr) Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Baden-Württemberg bleibt hoch. Zwar sank die Zahl im Vergleich zum Vortag um fünf Patienten. Mit 439 wurde jedoch auch am Donnerstag der für die Alarmstufe entscheidende Wert von 390 wieder weit überschritten. Die Alarmstufe gilt seit Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten worden war. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, lag die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz am Donnerstag (16.00 Uhr) bei 5,7 (Vortag: 4,7). Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg auf 414,0 (Vortag: 397,7). Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle stieg seit Beginn der Pandemie um 9701 auf 738 839. Es gab 37 weitere gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus — damit stieg die Gesamtzahl auf 11 408 Verstorbene. 

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog vom Donnerstag +++

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