Chronologie: Spektakuläre Notwasserungen

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Deutsche Presse-Agentur

Notlandungen auf dem Wasser sind gefährlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle Insassen eines Flugzeugs überleben, ist gering. Notwasserungen sind nicht mit einem Absturz ins Meer zu verwechseln. Spektakuläre Fälle:

August 2005: Eine Maschine des Typs ATR 72 TS-LBB der tunesischen Fluglinie Tuninter ist auf dem Weg vom süditalienischen Bari zur Ferieninsel Djerba, als die Motoren wegen Treibstoffmangels ausfallen. Der Pilot versucht eine Notwasserung vor der sizilianischen Küste. Dabei zerbricht die Propellermaschine in mehrere Teile. 16 Menschen kommen ums Leben, 23 Insassen überleben die Bruchlandung im Mittelmeer.

Januar 2002: Nach dem Ausfall beider Triebwerke versucht der Pilot einer indonesischen Boeing 737 eine Notlandung auf einem Fluss nahe dem Zielhafen auf der Insel Java. Bis auf eine Stewardess überleben alle der insgesamt 60 Insassen, sieben Passagiere werden schwer verletzt. Die Garuda-Maschine war auf der Touristeninsel Lombok im Osten Indonesiens gestartet und in ein schweres Gewitter geraten.

November 1996: Eine gekaperte äthiopische Boing 767 zerbricht bei einer misslungenen Notwasserung vor den Komoren im Indischen Ozean. Mindestens 125 der 175 Insassen sterben. Wegen Treibstoffmangels hatte die Maschine den Insel-Flugplatz nicht mehr erreichen können. Die drei äthiopischen Entführer hatten die Piloten zu einer Kursänderung Richtung Australien gezwungen. Ursprünglich sollte die Boeing zur Elfenbeinküste fliegen.

Mai 1970: Kurz vor dem Ziel auf den Niederländischen Antillen im Karibischen Meer versucht der Pilot einer McDonnell Douglas DC-9 eine Notwasserung, weil der Treibstoff nicht mehr ausreicht. Zuvor waren mehrere Landeversuche fehlgeschlagen. 23 der 63 Insassen sterben. Das Flugzeug war in New York gestartet.

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