Chronologie: Der Niedergang von Qimonda

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Deutsche Presse-Agentur

Die Probleme bei Qimonda haben sich in den vergangenen Monaten immer mehr zugespitzt. dpa dokumentiert die Krise bis hin zum Insolvenzantrag:

September: Die Anzeichen für schwere Turbulenzen in der Halbleiter- Industrie mehren sich. Die Branche kämpft mit einem Preisverfall und Überkapazitäten.

13.10. - Qimonda gibt bekannt, dass 3000 der weltweit 13 000 Stellen wegfallen. Im Dresdner Werk sind 950 der 3000 Jobs betroffen.

17.11. - Hinter verschlossenen Türen laufen die Verhandlungen mit dem Land Sachsen und dem Bund über ein Rettungspaket. Die Qimonda-Mutter Infineon fordert zur Rettung von Qimonda eine Bürgschaft über 500 Millionen Euro von Bund und Land. Die Suche nach einem Investor für einen 77,5-Prozent- Anteil bleibt erfolglos.

01.12. - Der Sozialplan für die von der Streichung von 950 Jobs in Dresden betroffenen Mitarbeiter steht.

07.12. - Der Streit zwischen dem Land Sachsen und Infineon verschärft sich. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) erklärt, sich nicht von Infineon unter Druck setzen lassen zu wollen.

16.12.: Der Freistaat Sachsen will doch ein Darlehen von 150 Millionen Euro gewähren. Infineon will sich nicht am Qimonda- Rettungspaket beteiligen.

19.12. - Mehrere hundert Qimonda-Mitarbeiter demonstrieren von der Infineon-Zentrale in München.

21.12. - Qimonda glaubt sich vorerst gerettet. Das Rettungspaket steht. Es umfasst Darlehen über 325 Millionen Euro: 150 Millionen Euro vom Land Sachsen, 100 Millionen Euro von Portugal, 75 Millionen Euro von Infineon.

22.1. - Es stellt sich heraus, dass Qimonda zum Überleben noch mehr frisches Geld braucht. Zusätzlicher Finanzbedarf: 300 Millionen Euro. Der Bund sowie die Länder Sachsen und Bayern sind nicht bereit, weitere Bürgschaften abzugeben. Auch die Banken wendeten sich von Qimonda ab.

23.1.: Qimonda stellt beim Amtsgericht München den Insolvenzantrag.

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