Chronologie: Der Einsturz des Stadtarchivs in Köln

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Deutsche Presse-Agentur

Das Historische Stadtarchiv in Köln und zwei benachbarte Häuser stürzten am vergangenen Dienstag ein. Das Unglück steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem umstrittenen Bau einer neuen U-Bahn. Die Deutsche Presse-Agentur dpa listet die Ereignisse seit dem Unglück auf:

Dienstag, 3. März, gegen 14.00 Uhr: Bauarbeiter in der U-Bahn- Baustelle vor dem Archiv bemerken, dass sich ein Unglück anbahnt und warnen mit lauten Rufen die Menschen im Gebäude und auf der Straße. Wenig später bricht das Archivgebäude zusammen und reißt die beiden Nachbarhäuser mit.

Mittwoch, 4. März: Am frühen Morgen kann die Feuerwehr erste Archiv-Dokumente aus einem nicht zerstörten Gebäudeteil holen. Polizei und Feuerwehr gehen von zwei Vermissten aus, die in einem der eingestürzten Häuser wohnten. Ehe die Rettungskräfte mit der Suche beginnen können, muss der instabile Boden mit Beton verfüllt werden.

Donnerstag, 5. März, 02.00 Uhr: Einsatzkräfte beginnen mit dem Abriss einsturzgefährdeter Gebäudereste. Es werden erste Dokumente geborgen.

Freitag, 6. März: In der Nacht holt die Feuerwehr Wertgegenstände aus Wohnungen, die die Mieter nicht mehr betreten dürfen. Regen setzt ein, der die Arbeiten an der Unglücksstelle weiter behindert. Am Abend beginnt die Suche nach den beiden Vermissten.

Sonntag, 8. März: 01.50 Uhr: Rettungskräfte finden eine Leiche in den Trümmern. Es handelt sich um einen 17-jährigen Bäckerlehrling. Die Suche nach dem zweiten Vermissten geht weiter.

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