Christian Rausch: „Unsere Jugend ist unser wichtigstes Kapital“

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 Der neue Jugendausschuss des Handballbezirks Neckar-Zollern (von links): Dagmar Leibinger, Dietmar Herrmann, Monika Vögele, Jes
Der neue Jugendausschuss des Handballbezirks Neckar-Zollern (von links): Dagmar Leibinger, Dietmar Herrmann, Monika Vögele, Jessica Bruske, Thorsten Weisser, Benjamin Groetzner, Jonas Hauser und Christian Rausch. Auf dem Bild fehlen Lorena Panjalic und Steffen Diebold. (Foto: Karl-Heinz Frohnert)
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Der Bezirksjugendtag des Handballbezirks Neckar-Zollern hat erstmals in Stetten a.k.M. stattgefunden. Christian Rausch (Rosenfeld) bleibt Vertreter der Jugend. Bei der gut besuchten Veranstaltung sind mit Lorena Panjalic (HSG Neckartal), Jonas Hauser (HSG Hossingen-Meßstetten), Jessica Bruske (TV Streichen) und Steffen Diebold (TV Onstmettingen) vier neue Personen in den Jugendausschuss gewählt worden.

Christian Rausch begann den Rechenschaftsbericht für die vergangenen drei Jahre mit den Worten „Unsere Jugend ist unser wichtigstes Kapital“. Daher ist es ihm ein großer Dorn im Auge, dass im Jugendbereich nicht immer die besten Trainer sowie die besten Schiedsrichter eingesetzt werden. Mit der Ausbildung zum Kinderhandballspielleiter sowie zum Jugendspielleiter hat der Bezirk aber wichtige und zukunftsorientierte Maßnahmen ergriffen.

Trotz der unterschiedlichsten Mottos ist bei den Minispielfesten kein Aufschwung festzustellen. Es wird daher eine Mini-WM angestrebt. Rausch erwartet hier neue Impulse, denn mit Lorena Panjalic konnte wieder eine Minibeauftragte gefunden werden.

Er ging dann noch auf die verschiedenen Spielformen der E- und F-Jugend, sowie die vom HVW geforderten Spielfeste ein.

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich die Grundschulaktionstage. In diesem Jahr nahmen bereits 1583 Kinder in 34 verschiedenen Sporthallen teil.

Der Bezirksreferent Lehre/Nachwuchsförderung, Thorsten Weisser, berichtete über die kontinuierliche Trainingsarbeit der Bezirksfördergruppen und der Bezirks-Stützpunkte. Hier gibt es vermehrt Probleme mit entsprechenden Hallen am Samstagvormittag, denn in vielen Gemeinden und Kommunen hat der Handballbezirk keine Möglichkeit mehr, mit seinen Auswahlmannschaften zu trainieren. Ein weiteres Problem ist, dass es Vereine gibt, die ihre Jugendspiele am Samstag vor 12 Uhr legen und die Talente somit nicht am Auswahltraining teilnehmen können. Weisser erklärte den anwesenden Vereinsvertretern wie die Sichtung der Talente auf Bezirksebene durchgeführt wird und ging noch auf die VR-Talentiade und die Jugendtrainer-Ausbildung ein.

Dann stellte er noch das Pilotprojekt „Handball Grundschulliga“ vor. Drei Bezirke starten bereits in dieser Saison damit. Hier sollen Schüler der zweiten und dritten Klasse angesprochen werden und baut somit auf den Grundschulaktionstag der zweiten Klassen auf. Hier sollen die Schulen untereinander Wettkämpfe bestreiten, mit dem Ziel, vom Schulsport zum Vereinssport. Dazu gab es eine größere Diskussion. Die wichtigsten Punkte waren hier fehlende Sportlehrer und geeignete Trainer, da der Freitagnachmittag vorgesehen ist. Außerdem gibt es auch Schulen, die in ihren Sporthallen keine Handballtore haben.

Die Spielwarte der männlichen und weiblichen Jugend, Dietmar Herrmann und Benjamin Groetzner, berichteten über die Qualifikation für den Verbandsspielbetrieb und die Selbsteinschätzung für den Jugendspielbetrieb im Bezirk. Um die Spielstärken besser einschätzen zu können, wurde für die Saison 2019/20 bei der D-Jugend erstmals eine Bezirks-Qualifikation eingeführt. Dennoch gibt es hier gewaltige Unterschiede und manche Mannschaften müssen trotz eines Staffelsieges in der Bezirksliga richtig Lehrgeld zahlen.

Helmut Gutekunst, der die spielleitende Stelle Recht der Jugend leitet, bemängelt die hohe Anzahl an Strafen. Bei etwas sorgfältiger Arbeit könnten die Vereine hier viel Geld sparen.

Peter Götz berichtete über den Spielbetrieb der E- und F-Jugend. Hier gab es in den letzten drei Jahren doch einige Änderungen. Wurden früher noch Staffelsieger geehrt, so wurde ab der Saison 2018/19 auf Meisterschaften und Tabellen verzichtet. Dafür erhielten alle 800 Kinder am letzten Spieltag eine Medaille, was bei allen Beteiligten gut ankam.

Bei den Neuwahlen konnten bis auf den stellvertretenden Vorsitzenden der Bezirksjugend alle Ämter besetzt werden. Dabei gibt es vier neue Gesichter im Ausschuss.

Folgende Personen vertreten den Handballbezirk beim Verbandsjugendtag am 15. Februar 2020: Dietmar Herrmann, Christian Rausch, Dagmar Leibinger, Monika Vögele, Peter Götz (HSG Albstadt), Stefanie Wendel (HSG Hossingen-Meßstetten), Jessica Bruske, Sabrina Cosic (TG Schwenningen), Heidrun Weber (HSG Rottweil).

Als Vertreter zum Bezirkstag am 31. Januar wurden folgende Personen gewählt: Peter Götz, Daniela Kreutter (HSG Baar), Benjamin Groetzner, Simone Weber (TV Spaichingen), Dietmar Herrmann.

Zum Schluss der Versammlung wurde das langjährige Ausschussmitglied Michaela Buschmann, die nicht mehr kandidierte, mit einem Geschenk bedacht.

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